Wer schnurrt denn da?
Ziehkreisel aus Holz
Ein kleines Stück Holz, ein Faden und schon beginnt das Spiel! Ein Spaß für die ganze Familie!
Einmal in Schwung gebracht, dreht sich dieser besondere Kreisel immer schneller – und mit etwas Übung beginnt er sogar zu schnurren. Das Schönste daran: Du kannst ihn selbst gestalten und anschließend ausprobieren, wie viel Bewegung in ihm steckt.

Du brauchst:
· Eine dünne Holzscheibe (ca. 4 cm Durchmesser)
· Einen dünnen Bohrer
· Farben und Pinsel oder Filzstifte oder Servietten (dafür benötigst du zusätzlich einen transparenten Lack)
· Zwei Schnüre oder zweimal festen Wollfaden (je 30 cm)
· Eine Nadel mit großem Öhr

So geht’s:
1. Löcher bohren
Bitte einen Erwachsenen, zwei kleine Löcher dicht nebeneinander in die Mitte der Holzscheibe zu bohren. Achte darauf, dass die Löcher glatt sind und keine scharfen Kanten zurückbleiben.
2. Den Kreisel gestalten
Jetzt wird es bunt! Bemale die Holzscheibe von beiden Seiten oder verziere sie mit Serviettentechnik. Muster, Punkte, Kreise oder deine Lieblingsfarben machen deinen Kreisel zu einem echten Unikat. Lass alles gut trocknen, bevor du weitermachst.
3. Den Faden einfädeln
Fädle die erste Schnur mithilfe der Nadel von vorne durch das erste Loch und von hinten durch das zweite Loch zurück nach vorne. Verknote die beiden Enden miteinander. Wiederhole das Ganze mit der zweiten Schnur von der anderen Seite. So entstehen zwei geschlossene Schlaufen.

4. Jetzt kommt Bewegung ins Spiel!
Stecke je ein paar Finger in die beiden Schlaufen und halte sie links und rechts fest. Die Holzscheibe hängt dazwischen. Schwinge sie in kreisenden Bewegungen, bis sich die Schnüre mehrfach verdreht haben. Jetzt ziehst du die Schlaufen vorsichtig auseinander und lässt die Spannung wieder etwas nach. Wiederhole diese Bewegung in einem gleichmäßigen Rhythmus. Die Schnüre drehen sich dabei abwechselnd auf und ab – und die Holzscheibe kommt immer mehr in Schwung. Am Anfang braucht es vielleicht ein wenig Geduld. Bleib dran und probiere verschiedene Bewegungen aus. Schon bald bekommst du ein Gefühl für den richtigen Rhythmus. Und plötzlich dreht sich dein Kreisel immer schneller – vielleicht hörst du sogar sein Schnurren!
Kleiner Tipp: Kleine, gleichmäßige Bewegungen sind oft wirkungsvoller als kräftiges Ziehen. Probiere aus, wie du deinen Kreisel am längsten drehen lassen kannst.

Beim Gestalten und Ausprobieren sind Kreativität und Geschicklichkeit gefragt. Ganz nebenbei werden Feinmotorik, Konzentration, Rhythmusgefühl und die Dosierung der eigenen Kraft gefördert. Und wenn es nicht gleich klappt? Dann heißt es: dranbleiben, weiter probieren und nicht gleich aufgeben. Das stärkt zusätzlich die Frustrationstoleranz.
Viel Freude beim Basteln und Schnurren!
Corinna Muderer