Mein Haus, meine Burg, mein Schloss

Bei einem Baukastensystem bleiben
Am besten geeignet sind immer noch Bauklötze und Zubehör aus Holz. Es sollte ein stabiles, ausbaufähiges Baukastensystem sein, mit dem die Kinder auch noch Jahre später gern spielen. Je mehr Erfahrungen Mädchen und Jungen beim Bauen sammeln, desto mehr werden sie zum Weitermachen angetrieben. Es sollte also immer genügend Baumaterial vorhanden sein. Denn die Kleinen sind enttäuscht, wenn ein Gebäude nicht fertig wird, weil wichtige Bauelemente fehlen. Ein Grund mehr, bei einem System zu bleiben und es immer wieder zu erweitern. Wichtig ist ein Platz, an dem Bauwerke stehen bleiben können. Auch Dinge aus Küche und Hobbyraum können beim Bauen eine wichtige Ergänzung sein, etwa Holzbrettchen, Karton oder leere Papprollen. Sinnvoll sind auch farbige Tücher zum Gestalten von Landschaften.
Beim Bauen verarbeiten Kinder ihre Erlebnisse. Ähnlich wie bei anderen kreativen Tätigkeiten können sie etwas beim Bauen von Kleinen Welten „ihre Welt“ gestalten und dabei ihre Fantasiekräfte entwickeln und mit einbringen. Beim Bauen experimentieren Kinder mit Naturgesetzen und gewinnen spielerisch und ganzheitlich wichtige Erkenntnisse über statische Gesetze.

Bauklötze aus Erlenholz von 
Wichtig: gutes Zubehör
Neben den Bauklötzen werden nun auch Bauernhof, Ritterburg, Kinderküche oder Puppenhaus wichtig. Hier ist Holz das beste Material und eine gute Wahl für Kinderspielzeug. Holz ist griffig, durch seine Maserung individuell und lebendig, seine Oberfläche strahlt Wärme aus und es riecht gut, wenn es nur geölt und nicht lackiert ist. Jedes Stück Holz erzählt eine Geschichte und vermittelt Kindern einen Bezug zur Natur.
Beim
Spielen mit Bauernhof & Co. können Kinder ihrer Fantasie freien Lauf
lassen. Geben Sie Ihrem Kind Anregungen, was sich alles fürs Spiel
verwenden lässt: Die Pferde im Stall freuen sich über Strohreste, die
Sie mit Ihrem Kind am Feldrand aufsammeln. Ein Kastanienblatt dient als
Sonnenschirm für den Balkon des Puppenhauses. Aus Stoffresten wird ein
einfaches Kleid oder ein Umhang für die Puppe. Eicheln und Kastanien
sind Transportmaterial für kleine Lastwagen und Krane. Übrigens kann die
Ritterburg auch mal zum Königsschloss, das Puppenhaus zum Krankenhaus,
zum Kindergarten oder zur Schule umgestaltet werden. Darin sind Kinder
einfallsreich und fantasievoll. Ob Ihr Kind lange und ausdauernd mit den
Spielzeugen und passenden Figuren spielt, hängt auch von der
Vielseitigkeit des Spielzeuges und dessen Zubehör ab.
Ritterburgen,
deren Mauern so gestaltet sind, dass man sie in verschiedenen
Variationen aufbauen kann, haben natürlich einen höheren Spielwert als
solche, die man nur nach einem vorgegebenen Plan verbauen kann.
Puppenhäuser, die sich leicht umbauen lassen sind auch interessanter.
Für jeden Raum des Puppenhauses gibt es passende Möbel, Geschirr, Kochtöpfe. Von guter Qualität sollten auch die Bewohner sein. Am griffigsten und schönsten sind Biegepüppchen.

Perlen auffädeln und Hüte falten
Mit
vier Jahren legen Kinder gern Bilder aus farbigen Holzelementen und mit
wechselnder Begeisterung beginnen Tischspiele mitzumachen. Die Farben
und Formen des Legematerials lassen vielfältige Muster entstehen.
Auch
hier ist es wichtig, auf Qualität zu achten. Holz und Farben sollten
Natur belassen und ungiftig sein. Beliebt sind auch Bilderwürfel aus
Holz. Dabei werden mit mehreren Würfeln – meistens 16 - Bilder
zusammengestellt, etwa Märchenmotive. Auch Gestalten mit Material gehört
zu den Lieblingsbeschäftigungen von Drei- bis Vierjährigen. Viele
Kinder fädeln gern Holzperlen oder –figuren, etwa Vögelchen oder
Schmetterlinge, zu Ketten auf. Auch Tiere, durch die farbige Kordeln
gezogen werden, fesseln die Aufmerksamkeit der Kinder. Fädeln ist
übrigens eine wichtige Vorstufe zum späteren Binden der Schuhe und zum
Nähen. Auch Malen und das Falten von Papier ist eine schier
unerschöpfliche Quelle der Beschäftigung. Die Kinder schaffen es mit
Hilfe von Mama oder Papa, einen Hut zu falten. Nur ein paar Griffe mehr –
und ein Schiffchen entsteht.
Qualitätskriterien für gutes Spielzeug
Wie bereits für die Spielphasen vorher heißt es auch für dieses Alterr: Ein Spielzeug ist dann gut, wenn es dem Kind die Möglichkeit gibt, seine eigene Fantasie zu entfalten. Lassen Sie deshalb alles im Regal liegen, was Ihr Kind darin beschneidet. Wenn etwas nur auf Knopfdruck funktioniert, lernen Kinder dabei nichts. Verlassen Sie sich bei der Auswahl von Spielzeug vor allem auch auf Ihre Sinne. Versetzen Sie sich zurück in Ihre Kindheit, würden Sie gerne mit diesem Puppenhaus spielen, auch länger? Was können Sie mit dem Kran alles anfangen? Ist dieser Holzkinderherd so schön, dass Sie ihn sogar gerne in ihrer Küche stehen haben und ihr Kind dort kocht, während Sie das gleiche tun? Nehmen Sie das Produkt in die Hand und prüfen Sie, ob es Sie anspricht. Riecht ein Spielzeug schon im Laden nach Chemie, sollten Sie es im Regal stehen lassen. Das Gleiche gilt für Billigspielzeug. Bei Stichproben wurden darin am häufigsten Stoffe gefunden, die der Gesundheit des Kindes schaden und damit gefährlich sind. Qualitätsspielzeug lässt sich nicht im Schnellverfahren herstellen; wenn in Deutschland zu fairen Bedingungen und unter Einhaltung der Sicherheitsstandards mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft produziert wird, hat das einfach seinen Preis. Meist entstehen in mittelständischen deutschen Betrieben dabei wunderschöne Burgen, Fahrzeuge, Puppenhäuser und Kaufläden, die so schön sind, dass man sie lieber im Wohnzimmer als im Kinderzimmer stehen hat.