Unterwegs mit anderen Kindern

Ausflüge mit anderen Kindern – Was dabei wichtig ist

Auf Ausflügen haben Kinder gerne ihre Freunde dabei. Und auch Eltern sind oft froh, wenn ihr Nachwuchs beim Besuch im Zoo, auf dem Spielplatz oder im Park gleichaltrige Spielkameraden hat. Dennoch hat man manchmal gemischte Gefühle, wenn man die Verantwortung für andere Kinder übernimmt. Daher sollten Sie vor Ausflügen und Unternehmungen mit mehreren Kindern immer direkt mit deren Eltern sprechen und treffen Sie die Verabredungen direkt. So vermeiden Sie Missverständnisse und sichern sich ab. Wenn beispielsweise Lisas Mutter sagt, Connys Mama hätte erlaubt, dass Conny mit auf den Spielplatz darf, sollte Ihnen das nicht genügen, Sie sollten es noch einmal direkt im Gespräch mit Connys Mutter klären.

 

iAusflugKinderimWald morgankleinl iStock 000006933171XSmallHat man vor, auf den Spielplatz zu gehen, sollte man die Eltern bei der Übergabe beispielsweise fragen, ob das Kind schon Roller fahren kann und das auf dem Gehweg dorthin auch schon darf, oder ob es lieber schieben sollte.

Wie sicher ist es auf dem Klettergerüst und auf der Schaukel? Hat es die ngewohnheit, sich zu weit zu entfernen, wenn es beispielsweise gedankenverloren einer Hummel nachläuft? Ist das Kind allergisch gegen Stiche oder anderes?

Kennt man das Kind nicht genau, sollte man lieber zu Hause oder in der Wohnung bleiben und die spielenden Kinder dort erst beobachten, bis man sich sicher in der Einschätzung des Kindes ist.

Mehr als zwei Kinder unter 3 Jahren lassen sich außer Haus von einer Person nicht sicher führen: Man muss immer damit rechnen, dass ein so kleines Kind aus Neugier oder Trotz plötzlich losläuft. Wer mit mehr als zwei Kleinkindern im öffentlichen Verkehr unterwegs ist, muss mindestens zwei Kinder in einem Kinderwagen mit Bremse oder in einem zum Schieben umgerüsteten Fahrradanhänger so sichern, dass sie nicht hinausklettern oder stürzen können.

Im Auto sollten in jedem Fall nur so viele Kinder transportiert werden, wie geeignete Kindersitze vorhanden sind. Fragen Sie die Eltern vorher, ob ein Kind das Autofahren verträgt und ob sie mit dem Transport einverstanden sind.

Wenn Sie mit mehreren Kindern unterwegs sind, nehmen Sie lieber eine Begleitperson mit. Grundsätzlich raten wir dazu, lieber eine Person mehr als eine zu wenig dabei zu haben. Auch beim Ausflug gilt: Wenn die Kinder beispielsweise im Park ins Spiel und in einen Rhythmus gefunden haben, sollte man sie nicht mit vorbereiteten Spielen oder fertigen Plänen traktieren, sondern sie ihren Neigungen folgen lassen. Auch wenn dann vielleicht der eine oder andere geplante Punkt entfällt. Das ist entspannender für Eltern und Kinder.

Praktische Tipps für unterwegs

Schulkinder können am Anfang des Ausfluges die Regeln selbst benennen. Fragen Sie: Was dürfen wir hier im Zoo, im Park etc. heute Nachmittag tun und was dürfen wir nicht? Wer weiß die Antwort? Kleine Kinder bekommen die Regeln gesagt und sollten sie wiederholen können. Daraus kann man auch ein Spiel mit kleinen Belohnungen wie einem Keks oder Ähnlichem machen.

Was tun wir, wenn wir uns verlaufen?

Auf keinen Fall den Park, Zoo oder den Spielwiese verlassen!

Machen Sie einen Treffpunkt ab, den sich Kinder leicht merken können.

Die Kinder sollen eine erwachsene Frau fragen, wo sie den Treffpunkt finden, wenn sie sich verlaufen haben.

Schreiben Sie den Kindern Ihre Handynummer mit Kugelschreiber auf den Arm!

Setzen Sie den Kindern gleichfarbige Kappen auf, das hilft den Überblick bewahren!

Zählen Sie immer wieder durch, ob Sie noch alle Schützlinge haben. Lassen Sie immer zwei Kinder ein Pärchen bilden, das aufeinander aufpasst. Verlassen Sie sich darauf aber nicht.

Haben Sie genug Wasser oder Tee dabei? Nehmen Sie viele Becher mit, manche Kinder mögen nicht aus dem Becher trinken, den schon ein anderes Kind benutzt hat.

Haben Sie Verbandszeug dabei?

Haben Sie ein Handy dabei? Wer mehrere ältere Kinder allein betreut, sollte sich vorher vergewissern, dass eine zweite Person schnell kommen kann, falls sich ein Kind verletzt und Ihre ganze Aufmerksamkeit braucht oder gar zum Arzt gebracht werden muss.

Grundsätzlich gilt: Fragen Sie sich, ob Ihr Vorhaben vernünftig ist und auch als vernünftig von einem Dritten angesehen würde. Denn so fragt auch die Rechtsprechung, sollte tatsächlich einmal ein Unfall passieren. Überfordern Sie sich nicht, hören Sie im Zweifelsfall auf Ihr Gefühl. Wenn Ihnen bei der Vorstellung, sich mit mehreren Kindern im öffentlichen Raum zu bewegen, nicht wohl ist, sollten Sie es lieber lassen. Denn dann sind Sie unsicher, und das spüren die Kinder. Im Zweifelsfall lehnen Sie lieber die Verantwortung für noch ein Kind mehr ab oder bitten eine zweite oder dritte Begleitperson, mitzukommen.

Auch bei spontanen Unternehmungen mit fremden Kindern sollten Sie im Zweifelsfalle immer die Eltern anrufen und nachfragen, ob das Kind mitkommen darf, und was das Kind kann und darf.

Ausflug ins Schwimmbad

Grundsätzlich würden wir von einem Besuch im Schwimmbad mit zwei oder mehreren Kinder abraten, wenn nicht zusätzliche Begleitpersonen dabei sind. Im Sommer sind im Schwimmbad meistens zu viele Leute, um dort den Überblick zu bewahren. Es ist auch dann gefährlich, wenn es einen Bademeister gibt. Sollten Sie dennoch ein fremdes Kind mitnehmen, fragen Sie die Eltern genau, ob und wie gut das Kind schwimmen kann. Selbst wenn ein Kind ein Abzeichen auf der Badehose hat, heißt das nicht, dass es auch trainiert ist und schwimmen kann. Wenn Sie können, stellen Sie lieber zuhause kleinen Pool auf, das geht auch im Hof eines Mietshauses, und behalten Sie gut im Blick, was sich dort abspielt. Entfernen Sie sich nicht. Erst dann, wenn mehrere Kinder auch zu anderen Unternehmungen alleine losziehen, kann man daran denken, sie auch alleine ins Schwimmbad gehen zu lassen.

Ausflug auf den Bauernhof: Warnen Sie die Kinder vor Maschinen, die dort herumfahren. Seien Sie vorsichtig bei Tieren, die ausschlagen können. Wenn Kinder Scheu vor großen Tieren haben, ist das natürlicher und gesunder Respekt, dann sollte man sie nicht drängen, näher heranzugehen.

Viele Eltern können die Fähigkeiten ihrer Kinder nicht richtig einschätzen, und das ist ja auch nicht immer leicht:

Einschätzen von Gefahren

Kinder im frühen Grundschulalter kennen bestimmte einfache Verhaltensregeln im Verkehr wie zum Beispiel „Halt an der Bordsteinkante“ und wenden sie auch gewissenhaft an. Folgt man dem Kind heimlich, kann man sehen, dass es die Regel anwendet. Diese Sicherheit täuscht aber leider. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Verhaltensmuster nur bei der Hälfte der Acht- bis Neunjährigen stabil sind, wenn ein starker Reiz ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eltern jedoch setzen häufig die stabile Kenntnis einer Regel mit der Fähigkeit gleich, diese auch verlässlich anzuwenden.

Wann Kinder Gefahren erkennen können

Besonders wichtig für die Einschätzung der kindlichen Fähigkeiten ist das Wissen darum, wie sich das kindliche Gefahrenbewusstsein entwickelt. Jüngere Kinder sind aufgrund ihres Entwicklungstandes noch nicht in ausreichendem Maße in der Lage, drohende Unfallgefahren vorauszusehen und von sich abzuwenden. Mit etwas acht Jahren entwickelt sich langsam ein Gefahrenbewusstsein, das aber noch durch Reize und Ablenkungen ausgehebelt wird. Erst zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr gleichen sich logisches Denken, Wahrnehmung, Konzentration und das präventive Gefahrenbewusstsein allmählich dem Erwachsenen an. Doch gerade in der Pubertät lässt die Konzentration wieder nach und Jugendliche werden wieder risikobereiter.

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