Hörtest

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Von Indianern kann man manchmal Geschichten hören, wie sie ihr Ohr an den Boden legen und schon lange bevor andere Menschen überhaupt etwas hören können, hören, dass ein Reiter sich nähert, der dann eine halbe Stunde später tatsächlich eintrifft. Oder dass sich einige Stunden entfernt eine Büffelherde befindet. Auch die Geräusche des Waldes konnten Indianer oder erfahrene Jäger genau deuten: welche und vielleicht sogar wieviele Tiere in verschiedene Richtungen unterwegs waren.

Auch wir hören viel mehr, als wir normalerweise bemerken.

Hier stellen wir ein paar alte und neue Spiele vor, durch die man sein Gehör üben und vielleicht merken kann, wie gut man Dinge allein über das Hören wahrnehmen kann.

Hänschen, piep einmal!

Das ist ein altes Kinderspiel, das gerne auf Kinderfesten gespielt wird. Schon einmal probiert?

 

Alle Kinder sitzen im Kreis auf Stühlen oder auf dem Boden. Einem Mitspieler werden mit einem Tuch die Augen verbunden. Er wird in die Mitte geführt und dort wird er ein paar Mal im Kreis gedreht. Dann sind alle mucksmäuschen still! Er sucht sich ein Kind aus dem Kreis und setzt sich auf seinen Schoß. Nun sagt er: "Hänschen, piep einmal!" Der Mitspieler, auf dessen Schoß er sitzt, muss nun – mit verstellter Stimme – "piep" sagen. Wenn der Ratende es nach drei Piepsern nicht erraten konnte, muss er sich ein anderes Kind aussuchen und es noch einmal versuchen. Das geht so lange weiter, bis die Stimme eines Kindes erraten wurde. Dann wird dem Kind, das erkannt wurde, das Tuch um die Augen gebunden und das Spiel geht weiter.

Was rasselt da?

Dieses Spiel muss von einem Erwachsenen oder jemandem, der nicht mitspielen wird, ein wenig vorbereitet werden.

Vorbereitung: Man braucht dazu einige verschließbare kleine Plastikbecher, durch die man nicht hindurchsehen kann – ideal sind leere Filmdosen. In diese Becher werden nun Materialien gefüllt, die ganz unterschiedlich klingen. z.B. Reis, Murmeln oder Steine, Salz, Mehl, Wasser, Sand, usw. Wer sicher gehen will, dass keine Irrtümer passieren, kann auf den Boden der Becher ja schreiben, was darin ist. Beeindruckender ist es allerdings, wenn diese Hilfestellung nicht nötig ist.

So wird gespielt: Immer ein Mitspieler darf nacheinander die kleinen Becher schütteln und soll nun erraten, was darin ist (ab 5 Jahre). Für jedes Erratene gibt es eine kleine Belohnung in Form einer Nuss oder einer Schokolinse.

Das Spiel kann auch als Memory gespielt werden. Dafür braucht man ein paar Becher mehr, denn nun füllt man immer in zwei Becher das gleiche Material. Zum Überprüfen für den Spielleiter kann man ja jeweils auf die beiden Becher mit dem gleichen Inhalt unten gleichfarbige Punkte auf den Boden malen.

Wie hört sich das an? Was ist denn das?

Alle Mitspieler schließen die Augen oder der Spielleiter setzt sich so, dass die Mitspieler nicht sehen können, was er tut. Dazu kann man ein Tuch als Vorhang spannen oder eine Pappwand aufstellen.

Nun lässt der Spielleiter verschiedene Geräusche erklingen. Wer von den Mitspielern kann erraten, was da klingt? Wer hier ein Wettspiel veranstalten will, kann die Mitspieler Punkte sammeln lassen. Aber manchmal ist es auch entspannter, wenn einfach eine fröhliche Raterunde zusammensitzt.

Der Spielleiter kann sich hier eine Menge einfallen lassen, das Geräusche erzeugt und erraten werden kann:

Papier, Plastikfolie, Alufolie, etc. knittern, an einem Luftballon quietschen, Styropor reiben, mit einem Holzstöckchen gegen Gefäße aus verschiedenen Materialien schlagen – Metall, Glas, Porzellan, Ton, Holz ...

Oder man lässt verschiedene Instrumente erklingen und die Mitspieler raten, was es ist.

Für Fortgeschrittene: Einige schwere Gegenstände z.B. ein Stein, eine große Vase etc. werden nacheinander auf Holzfußboden oder ein Holzbrett gestellt. Können die Mitspieler hören, welcher der Gegenstände am schwersten bzw. am leichtesten ist?

Musikleiter

Sie brauchen eine kleine Stehleiter und verschiedene Gegenstände, die Ihr Kind durch Anschlagen zum Klingen bringen kann, zum Beispiel Blechdose, Kochtopf, Deckel, Löffel, Holzbrettchen usw. Binden Sie jeden Gegenstand an einer Leitersprosse fest. Ihr Kind kann auf dieser Tonleiter spielen und sie nach seinem Hörempfinden ordnen. Also zum Beispiel tief klingende Gegenstände an den unteren, hoch klingende an den oberen Sprossen anbringen.

Krachmacher-Kette

Ein Spieler macht ein Geräusch: in die Hände klatschen, mit den Füßen stampfen oder mit einem Löffel auf einen Kochtopf schlagen. Der nächste Spieler wiederholt das Geräusch und fügt ein neues hinzu. Die Krachmacher-Kette wird immer länger. Wer ein Geräusch vergisst, scheidet aus. Sieger ist, wer bis zum Schluss übrig bleibt.

Blindes Kino

Setzen Sie sich mit Ihrem Kind vors Fenster. Schließen Sie beide die Augen und spitzen Sie die Ohren. Wer ein Geräusch von draußen identifizieren kann, sagt, was er gehört hat. Beispiele: Das Zwitschern eines Vogels, ein Auto, eine Kinderstimme, eine zufallende Tür, Regen, der gegen die Fensterscheibe prasselt.

Dem Bach lauschen

Machen Sie mit Ihrem Kind einen Spaziergang zu einem Bach. Lauschen Sie gemeinsam den Wassergeräuschen. Das Wasser plätschert mal leise und mal laut – je nachdem, welche Hindernisse es auf seinem Weg Bach abwärts überwinden muss. Es gibt Stellen, an denen sich das Wasser staut. Doch es hat Kraft und fließt immer weiter seinem Ziel, dem Fluss, zu. Im Bach gibt es auch Strudel, in denen das Wasser Kreise zieht. Lassen Sie kleine Zweige schwimmen. Wie schnell sie sich fortbewegen! Ihr Kind darf Steine ins Wasser werfen. Wie das platscht! Solche Naturbeobachtungen regen alle Sinne an und gehören zu den schönsten Erlebnissen, die man in der Kindheit haben kann.

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