Auf Schatzsuche im März

1. Woche

narzissen- iStock 000010991653xlGelbe Frühlingsblumen

Nach dem langen Winter sehnen wir den Frühling herbei. Zartgrüne Tücher schmücken nun unseren Jahreszeitentisch. Dazu stellen wir  ein Töpfchen mit gelben Narzissen oder Krokussen, die noch nicht hoch gewachsen oder gar aufgeblüht sind, so können die Kinder beobachten, wie es in der Natur zugeht und wie lange es dauert bis sich die Blüten langsam öffnen.  Die meisten Frühlingsblumen sind gelb, zum Beispiel Schlüsselblumen, Butterblumen, Narzissen und Krokus. Und auch die Küken sind gelb. Gelb war die Farbe der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya und der Sonnengötter alter Kulturen.

 

Weizen säen 

altAuch wenn die Bäume noch kahl sind und die Wiesenblumen noch nicht blühen,  können wir zu Hause das Wachsen und Grünen beobachten. Wir brauchen eine Tonschale mit einem etwa 2 cm hohen Rand, Blumenerde und Weizensamen. In die Schale geben wir eine etwa 1 cm dicke Schicht Blumenerde und feuchten sie gut an. Die Kinder streuen nun den Samen dicht an dicht auf die Blumenerde und sorgen dafür, dass sie immer schön feucht gehalten wird. Aber bitte nicht zuviel wässern, damit der Samen nicht verfault. Es ist wie ein Wunder: Bereits nach einigen Tagen sprießt das erste Grün aus der Erde und wächst bis Ostern zu einer richtigen Frühlingswiese heran. Am Ostermorgen können wir dann als überraschung Ostereier hineinlegen.

2. Woche

Frisches Wasser vom Bach

Nach der Schneeschmelze sprudeln nun wieder die Bäche im Wald. Wasser ist der Urquell des Lebens. In die Tiefe des Urwassers fiel Licht, und die Schöpfung begann. In der Osternacht wird das Osterwasser geweiht. Das Taufwasser ist ein Symbol für die Liebe Jesu Christi, die uns durchs Leben begleiten soll. In alten Mythen ist Wasser das Bild für die Suche des Menschen nach der Quelle des ewigen Jungseins. Wir gehen mit den Kindern in den Wald und nehmen leere verschließbare Flaschen mit. Darin sammeln wir frisches Quellwasser und tragen es nach Hause. Wir füllen es in eine Schale, stellen diese auf ein zart hellblaues Tuch und lassen hellblaue Schwimmkerzen darin zu Wasser.

 altAquamarin und Seejungfrau

Zur Wasserschale auf dem Jahreszeitentisch passt ein Aquamarin, der Stein des Monats März. Sein Name ist abgeleitet vom italienischen aqua = Wasser und mare = Meer. Er symbolisiert das Blau des Himmels und der Ozeane. Der Sage nach stammt der Aquamarin aus dem Tresor der Seejungfrauen im Märchen und gilt seit alten Zeiten als Glücksstein der Seeleute. Man sagt dem Aquamarin verbindende Kräfte nach. Denn er gilt als der Stein der Verliebten und Eheleute. Der Aquamarin ist der Glücksstein der Menschen, die im Tierkreiszeichen der Fische geboren wurden. Er soll vor List und Tücke schützen und gewähren, dass seinem Träger allezeit Gerechtigkeit widerfährt. Außerdem sagt man dem Stein nach, dass er den Kunstverstand und Schönheitssinn fördert. Ein hellblaues Meermädchen auf unserem Jahreszeitentisch bewacht den kostbaren Aquamarin. Wer eine solche kleine Figur nicht hat, nimmt einen dicken Stein und malt eine kleine Seejungfrau darauf.  

3. Woche

Warum sich das Veilchen versteckt

alt Zum Aquamarin passt ein blaues Duftveilchen. Falls Sie keinen Garten haben, in dem Veilchen stehen, kaufen Sie beim Gärtner einen kleinen Topf mit diesen Frühlingsboten. Auch über das Veilchen gibt es eine alte Geschichte: Die schönste Tochter des Gottes Atlas, der in der griechischen Mythologie den Himmel trug, wurde vom Sonnengott mit seinen Strahlen verfolgt. Das schöne Mädchen floh und suchte Beistand beim Göttervater Zeus. Er hatte Mitleid und verwandelte das Mädchen in ein Veilchen. Seitdem wächst es im Wald oder auf der Wiese versteckt unter Büschen. Denn dort findet es der  Sonnengott nicht – so sehr er auch danach sucht. Im Mittelalter wurde übrigens in Süddeutschland das erste Veilchen des Frühlings mit einem großen Fest gefeiert.

Blüten pressen

Veilchenblüten eignen sich gut zum Pressen. Wir legen die Blüten glatt zwischen zwei Löschblätter in ein dickes Buch und lassen sie dort einen Monat trocknen. Später bewahren wir die Blüten zwischen Seidenpapier auf, denn sie sind sehr empfindlich. Mit diesen Blüten können wir Briefpapier verzieren und lieben Menschen – vielleicht den Großeltern – einen Frühlingsgruß schicken.

Die Küken schlüpfen

  Wir gehen zum Bauern, fragen ob es geschlüpfte Küken zum Betrachten gibt und bitten ihn um etwas Heu. Das legen wir in eine Ecke unseres Jahreszeitentisches. Denn hier schlüpfen bald süße Hühnerküken. Am Abend gibt es Rührei. Die Eierschalenhälften geben wir aber nicht auf den Kompost, sondern spülen sie gut aus und lassen sie trocknen.

Kueken Wir können nun gelbe „Märchenwolle“ kaufen und Küken formen oder aus gelber Wolle dicke Knäuel wickeln und sie setzen in unsere Eierschalenhälften. Aus gelbem Filz schneiden wir Flügel und Schnabel und kleben sie am Wollküken fest. Und zum Schluss nehmen wir etwas schwarze Märchenwolle formen ein Kügelchen oder wir nehmen schwarzen Filz und schneiden ein kleines Rund aus und setzen dies  als Augen in unsere Wollknäuel.

4. Woche

Schlüsselblumen

Ende März finden wir die ersten Schlüsselblumen. Mit den Gänseblümchen und dem Wiesenschaumkraut sind sie die ersten blühenden Blumen auf unseren Wiesen. Da die Schlüsselblume unter Naturschutz steht, sollten wir sie nur an ihrem Standort bewundern. Dafür dürfen die Kinder die ersten Gänseblümchen pflücken und in einer kleinen Vase auf den Jahreszeitentisch stellen.

 altBlumenmärchen

Von den Schlüsselblumen wird in einem alten deutschen Märchen erzählt:

Als es auf der Welt noch Feen gab, besaß die Schlüsselblume Zauberkraft. Wer sie im richtigen Augenblick pflückte, dem brachte sie Glück. Einmal trieb ein Schäfer zum Frühlingsbeginn seine Schafe auf die Weide. Und als sie zu grasen begannen, erblickte er nahe bei einem Felsen ein Büschel blühender Schlüsselblumen. Der Schäfer pflückte die größte und schönste und steckte sie an seinen Hut. Doch nach einer Weile wurde der Hut immer schwerer. Der Schäfer setzte ihn ab und staunte. Denn statt der Schlüsselblume hatte er einen Schlüssel aus purem Gold am Hut.

Als er ihn in die Hand nahm, erschien plötzlich eine wunderschöne Fee. Sie sagte: „Fürchte dich nicht! Dieser Schlüssel wird dir Glück bringen. Lege ihn hier auf den Felsen. Er wird sich auftun, und du wirst alle Schätze der Welt erblicken. Nimm davon soviel, wie du tragen kannst. Aber vergiss darüber das Beste nicht. Der Schäfer rieb sich die Augen. Denn er glaubte zu träumen. Dann aber nahm er den Schlüssel und berührte damit den Felsen. Da tat sich vor ihm eine unterirdische Grotte auf – strahlend und glänzend vor lauter Gold, Silber und Edelsteinen. Der Schäfer nahm, so viel er tragen konnte, und verließ die Grotte. Aber das Beste, den goldenen Schlüssel, vergaß er. Seitdem hat die Schlüsselblume nie wieder die Grotte zu den Schätzen der Erde aufgeschlossen. Und auch die wunderschöne Fee wurde nie mehr gesehen.

altDie Hasen hoppeln

  Beim Spaziergang über Wiesen und durch Felder können wir gut Hasen beobachten. Denn die freien Flächen bieten den Langohren kaum Möglichkeiten zum Verstecken. Zuhause stellen wir die kleinen Holzhasen vom Bauernhof auf den Jahreszeitentisch.


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