Stubenhocker herauslocken

...dagegen hilft nur eins: raus aus dem Haus und aktiv werden!

Wenn derzeit allenthalben darüber geschrieben wird, dass immer mehr Kinder zu "Stubenhockern" werden, dann klingt das wie ein Vorwurf. Ein Vorwurf an diese Kinder, dass sie nicht genug rausgehen und sich nicht genug bewegen. Es klingt nach Trägheit und Faulheit. Doch das trifft nicht den richtigen Aspekt. Die Umstände in denen wir Leben, die Art wie wir unseren Alltag eingerichtet haben, bedingt dieses Phänomen.

Alle beklagen - zu Recht - das gehäufte Auftreten von motorischen Auffälligkeiten bei Kindern, ihre mangelnde Kondition, die Konzentrationsschwächen, um nur einiges zu nennen. Und auch über die Ursachen ist man sich weitgehend einig: das attraktive Unterhaltungsprogramm im Fernsehen sowie Computer- und Videospiele zum einen und die spielfeindliche Gestaltung unserer Straßen und Wohngegenden andererseits.

 

Eigentlich könnte man ganz pauschal sagen, die Kinder spiegeln mit ihrem Verhalten einfach das Leben der Erwachsenen wider. Denn, mal ehrlich, ist es bei uns Erwachsenen anders? Wie viel bewegen wir uns? Wie viel sind wir an der frischen Luft?

altDie meisten Wege werden heute mit dem Auto oder mit Verkehrsmitteln zurückgelegt. Während es früher durchaus üblich war, dass Kinder auch längere Strecken in die Schule zu Fuß liefen, so würde man heute sehr schnell davon sprechen, dass so etwas unzumutbar ist. (Man selbst mutet sich ja solche Wege auch kaum noch zu.) Und in der Tat hätten vermutlich nicht viele Kinder heute auf Anhieb die entsprechende Kondition für längere Fußmärsche. Und dann gibt es ja noch andere Gründe die dagegen sprechen: wie etwa das hohe Verkehrsaufkommen oder die Frage der Sicherheit auf dem Schulweg.

So ist es durchaus üblich geworden, dass Kinder mit dem Auto vor dem Kindergarten oder der Schule abgesetzt und mittags wieder eingesammelt werden. Oder aber sie nutzen öffentliche Verkehrsmittel.

Auch die Schule ist auf stundenlanges Stillsitzen ausgerichtet - eigentlich ein Unding für kleine Wesen, die kaum etwas so gerne tun, wie sich bewegen.

Eine Gesundheitsstudie der Universität Bayreuth, die an einer Grundschule mit 400 Schülern durchgeführt wurde, bezog die Vorstellungen der Schüler mit ein. Das Resultat: die Grundschüler selbst meinen, dass sie mit mehr Bewegung auch besser lernen könnten. Sie schlugen vor, mehr Pausen mit Bewegungsmöglichkeiten anzubieten, denn wenn sie sich richtig bewegt hätten, hätten sie auch wieder einen klareren Kopf und könnten besser arbeiten.

Eine Tagung zur Schülergesundheit, die Ende November 2001 in Güstrow stattfand beschäftigte sich ebenfalls mit diesem Thema. Obwohl die Schule natürlich nicht alles wett machen könne, was den gesellschaftlich bedingten Bewegungsmangel der Kinder anbelange, sei es notwendig, dass in der Schule der Spaß an der Bewegung gezielt geweckt und gefördert wird. Dafür müsste ein viel breiteres Sport- und Bewegungsangebot geschaffen werden, so der Sportwissenschaftler der Universität Karlsruhe, Klaus Bös (siehe auch den Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 22.11.02).

Als Fazit könnte man ziehen, dass es keinen Sinn macht zu klagen oder die Kinder als Stubenhocker abzutun, sondern auf allen Ebenen muss eine bewusste Förderung und Pflege der Bewegung einsetzen.

Da öffentliche Mühlen oft langsam mahlen und es wohl noch eine Weile dauern wird, bis an den Schulen eine Veränderung einsetzt, bleibt es wohl zunächst uns Eltern überlassen, den Kindern mit gutem Beispiel voranzugehen. Also raus aus dem Haus und aktiv werden oder wenigstens die Gelegenheit schaffen, damit die Kinder draußen aktiv werden können: Fahrradausflüge, Schlittenfahren, Spaziergänge, Spielplatzaufenthalte, Federball- oder Fußballspielen, Stelzenlaufen usw.

All das macht Spaß und es bedarf sicher nur einer kleinen Anregung, dann zieht es die Kinder - und vielleicht auch uns – ganz von selbst aus dem Haus.

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