Wenn kleine Gäste zu Besuch sind

Besuch von kleinen Freunden – Worauf Eltern dabei achten sollten

Für Kinder gibt es meist nichts Schöneres als Besuch von anderen Kindern zu bekommen und mit den kleinen Freunden im eigenen Zimmer spielen zu dürfen.

Bei der Vorbereitung auf einen Besuch können Kinder viel lernen: Freuen sich die Eltern über den Besuch, werden Kinder sicherlich eine positive Einstellung dazu entwickeln. Kinder lernen durch Nachahmen und nehmen genau wahr, wie man sich auf den Besuch einstellt und wie man ihn willkommen heißt, verabschiedet oder im Nachhinein über Gäste spricht.

Eine schöne Geste kann es sein, im Vorfeld einen Kuchen zu backen, der später mit einer Tasse Kakao gemeinsam verzehrt werden kann. Oder Sie räumen vorher zusammen mit Ihrem Kind auf, damit alles schön ist, wenn der Besuch kommt.

 

Wichtig ist es auch, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich das Kind, das zu Gast ist, wohl fühlt, sich etwas zu fragen oder um Hilfe zu bitten traut. Dazu reicht es oft schon, das Kind an der Türe mit Handschlag zu begrüßen, sich hinunterzubeugen und ihm in die Augen zu sehen. Ein festes und freundliches „Herzlich willkommen, lieber Max!“ bringt Kinderaugen zum Strahlen und signalisiert: „Hier bin ich erwünscht, und hier bin ich sicher und kann entspannen.“ Danach zeigt man den Kindern das Zimmer, in dem sie spielen dürfen, am besten so gelegen, dass man sie gut im Auge behalten kann.

Normalerweise finden Kinder schnell etwas zum Spielen. Wenn das nicht der Fall ist, helfen theoretische Vorschläge meist nicht; viel besser ist es, sich zu den Kindern auf den Boden zu setzen und einfach mit dem Spielen zu beginnen.

Bauen kleine Welt

Mit ein paar schönen (Holz)Figuren oder Tieren kann man Bauernhof, Ritterburg oder Schloss spielen, aus einem blauen Tuch wird ein See, über den die Prinzessin mit einem Boot (ein Stückchen Holz tut es da oft schon) fährt. Ein grünes Tuch und darauf ein paar Tannenzapfen und Steine - fertig ist der Wald, in dem die Räuber lauern. Meist finden Kinder schnell miteinander ins Spiel, und Sie können sich langsam zurückziehen. Am besten bleibt man zurückhaltend, kommentiert das Spiel nicht und greift möglichst nicht mehr ein, wenn sich das Spiel der Kinder entwickelt hat. Wenn Kinder sich in ihre Welt vertieft haben, entwickeln sie ihre Fantasiekräfte und erobern sich die Welt auf kindgemäße Weise. Unsere erwachsene Logik ist dort nicht angebracht und stört.

Praktische Tipps

Zum Mittagessen oder für einen kleinen Imbiss unterbrechen Sie die Beschäftigung der Kinder am besten auf spielerische Weise: „Können die kleinen Polizisten mal eine Mittagspause machen?“ „Mögen die Prinzessinnen ein köstliches Mahl zu sich nehmen?“ Auf diese Art unterbrochen, werden Kinder bestimmt leichter der Aufforderung folgen.

Zwingen Sie weder ihr eigenes noch Gastkinder, etwas zu essen, was es nicht mag. Ermuntern Sie jedoch alle Kinder zum Probieren, denn die Welt ist vielfältig, und es ist unsere Aufgabe, Kinder auch an nicht unbedingt beliebte, aber gesunde Lebensmittel wie z.B. Rotkohl heranzuführen.

Geben Sie dem Gastkind erst einmal wenig auf seinen Teller, und fragen Sie dann nach, ob es mehr möchte. 

Falls ältere Kinder von selbst zu Besuch kommen oder von Ihrem Kind mitgebracht werden, sollten Sie zunächst immer fragen: „Wissen deine Eltern, wo du bist?“, „Wann sollst du wieder zuhause sein?“

 

Vor dem Besuch oder bei der Übergabe sollte man die Eltern des Kindes befragen, was das Gastkind in etwa schon kann, darf und weiß. Und vielleicht auch, vor was es sich fürchtet. Hat es beispielsweise Angst vor Haustieren, weiß es, wie man mit Tieren umgeht? Hat ein Kind bestimmte Essensabneigungen oder Allergien?

Bei kleineren Kindern sollte man auch fragen, ob das Kind schon alleine auf die Toilette gehen kann. Beim Wohnungsrundgang kann man dem Kind die Toilette zeigen und vielleicht sagen: „Dort bist du ganz ungestört, du brauchst nicht absperren, rufe mich aber gerne, wenn du Hilfe brauchst.“Manchmal ist es schwierig, Kinder einzuschätzen. Gastkinder sollte man anfangs einfühlsam und gut beobachten, mit der Zeit lernt man sie immer besser kennen. Ist ein Kind öfters zu Besuch, stellt sich dann Sicherheit ein. Solange man mit dem Wesen der kleinen Gäste noch nicht so recht vertraut ist, sollte man bei der Beaufsichtigung lieber auf Nummer sicher gehen. Möglicherweise hat das Gastkind Angewohnheiten, die man von den eigenen Kindern nicht kennt. Manche Kinder sind neugieriger, forscher oder schneller als andere und somit schneller an Gefahrenquellen. Kleinere Kinder sollte man grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt lassen. Wohnt man in einem Haus oder einer großen Wohnung, sollte man den Aufenthaltsbereich für die Kinder auf ein Stockwerk oder ein Zimmer konzentrieren, das man leicht im Blick behalten kann.

Gefahrenquellen zu Hause sichern

Kommen Kinder, die jünger sind als das eigene, sollte man sich fragen: Ist die Wohnung noch kleinkindsicher? Sind beispielsweise die Treppen und Steckdosen geschützt? Sind die Fenster geschlossen, ist die Balkontüre mit Sicherheitsverschluss versehen?

Stellen die Spielsachen der Älteren möglicherweise eine Gefahr für die Kleinen dar, z. B. weil sie Kleinteile enthalten, die verschluckt werden können?

Ist der Fernseher aus? Was Kinder dort sehen, kann verstörend auf sie wirken. Grundsätzlich sollte gelten: Wenn Kinder zu Besuch sind, bleibt der Fernseher aus.

Steht etwas auf dem Herd oder Tisch, das gefährlich werden könnte?

Gibt es Schubladen, wo sich Kinder einklemmen könnten?

Gibt es schwere Gegenstände, die durch Klettern oder Ziehen herabfallen und das Kind verletzen können?

Sind Putzmittel und Medikamente außerhalb des Zugriffes der Kinder?

Gibt es Gefahrenquellen im Haus, steile Treppen oder Ähnliches, an die ihre Kinder gewöhnt sind, auf die man aber ein Gastkind hinweisen sollte?

Vielen Eltern, Großeltern und Babysittern ist nicht bewusst, dass Kleinkinder auch in flachem Wasser, selbst in Pfützen, von weniger als 10 cm Tiefe ertrinken können. Ertrinken ist nach dem Verkehrsunfall die zweithäufigste Todesursache. Darauf sollten Sie achten: 

Ist der Gartenteich oder das Planschbecken gesichert? Gibt es keinen Zugang zu nachbarlichen Gärten mit Teich oder Wasser? Gibt es gefüllte Regentonnen, Brunnen oder Wannen, die gefährlich werden könnten?

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