Zuverlässigkeit - Warum diese Tugend so wichtig ist

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Heitere Sorglosigkeit und die Einstellung, dass sich schon irgendwie alles regeln wird – auch ohne eigenes Zutun -, mag zwar auf Anhieb sympathisch rüberkommen. Aber wirklich Bestand haben auf Dauer nur Lebensgemeinschaften und Freundschaften, in denen einer sich auf den anderen verlassen kann. Zuverlässigkeit ist deshalb alles andere als eine in die Jahre gekommene, verstaubte Tugend. Wie schon Kinder sie einüben können.

Das Erleben von Zuverlässigkeit ist für kleine Kinder lebenswichtig. Nur wenn Eltern die Bedürfnisse ihres Babys befriedigen, es füttern, sauber machen und für eine liebevolle Umgebung sorgen, bekommt das Kind etwas ganz Wichtiges mit auf den Weg: Sicherheit und Geborgenheit. Doch auch außerhalb der Babyzeit ist Zuverlässigkeit das A und O. Kinder, die nicht zur verabredeten Zeit vom Kindergarten abgeholt werden, sind in ihrem Inneren erschüttert. Deshalb sollten Eltern Zusagen unbedingt einhalten. Könnte etwas dazwischen kommen, ist es besser, dem Kind vorher zu erklären: „Du weißt, dass ich mittags auf dem Heimweg vom Büro über die Autobahn fahre. Wenn ich mal zu spät zum Kindergarten komme, stehe ich im Stau. Ich rufe dann aber im Kindergarten an und sage Bescheid, damit du dir keine Sorgen machen musst.“

Kinder brauchen gute Vorbilder

Kinder nehmen es ihren Eltern übel, wenn diese ständig etwas versprechen, und der Ausflug, der Besuch des Spielplatzes oder der Spielabend letztendlich doch ins Wasser fällt. Mütter und Väter sind zuweilen erfinderisch, was Ausreden angeht: Das Wetter ist mies, das Kopfweh ist nicht besser geworden, heute abend kommt überraschend ein Kollege vorbei usw.  Aber Kinder erfahren: Was Mama oder Papa sagen, stimmt nicht. Sie kündigen immer alles an und halten es dann nicht ein. Das wirklich Schlimme daran ist: Ein Kind, das öfter enttäuscht wird, weil Versprechungen nicht eingehalten wurden, macht letztlich die negative Erfahrung: „Auf das, was meine Eltern sagen, kann ich nicht zählen. Die halten sowieso nicht, was sie versprechen.“ Und es folgert daraus: „Ich bin es ihnen nicht wert, dass sie sich an ihre Zusagen halten.“ Woran soll ein Kind sich noch orientieren, wenn immer alles neu ins Wanken gerät? Nur wer zu Hause erfährt, dass auf die Eltern in jeder Beziehung Verlass ist, fühlt sich dort gut aufgehoben, erlebt Geborgenheit und Sicherheit. Und das ist die beste Basis für eine gesunde Entwicklung. Hinzu kommt: Kinder können nur selber Zuverlässigkeit einüben, wenn sie gute Vorbilder haben.

ZuverlaessigkeitSo üben Kinder Zuverlässigkeit ein:

Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es Oma und Opa eine Freude bereiten könnte, zum Beispiel: Zu Weihnachten bekommt die Oma selbst gestaltetes Briefpapier oder einen Fotokalender. Tragen Sie den Termin, an dem das Geschenk fertig sein soll, dick im Familienkalender ein. Und achten Sie darauf, dass er auch eingehalten wird.

Falls Ihr Kind schon etwas älter ist: Trennen Sie sich beim Einkaufen für eine Viertelstunde, und verabreden Sie: In 15 Minuten treffen wir uns an der Rolltreppe unten im Erdgeschoss. Ein Uhrenvergleich vorher ist sinnvoll.

Überlegen Sie, was Sie mit der Familie am nächsten Wochenende unternehmen könnten. Es sollte eine realistische Aktion sein, die nicht viel Vorbereitung erfordert. Beispiel: zusammen ins Kino gehen und einen Film anschauen, der allen gefällt. Oder: im Wald Tannenzweige und –zapfen für den Adventskranz sammeln.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich ebenfalls an Verabredungen hält, etwa wenn es versprochen hatte, seinen Freund zu besuchen. Kinder sind manchmal recht unverbindlich. Sie lassen sich schnell zu etwas anderem überreden und halten sich alle Möglichkeiten offen. Dass sie damit jemanden verletzen, muss ihnen oft erst vor Augen geführt werden.

Wichtig sind auch ständige kleine Aufgaben, die jeder zu erfüllen hat, etwa im Haushalt oder bei der Gartenarbeit. Da kann ein Familien-Wochenplan helfen, Ordnung ins Chaos zu bringen. Kinder lernen dabei: Wenn ich nicht, wie verabredet, die Spülmaschine leer räume und den Tisch decke, hat Mama hinterher keine Zeit, mit mir vor dem Abendessen noch ein Spiel zu machen.

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