Fördern: ja - aber in Maßen

Wenn ein Kind sich gesund entwickeln soll, braucht es vielfältige Anregungen. Richtig fördern heißt, dem Kind genügend Freiräume zum Spielen, Forschen und Entdecken zu ermöglichen...

Der fünfjährige Malte breitet im Sandkasten seine Schätze vom letzten Waldspaziergang aus. Eifrig steckt er kleine Zweige und Zapfen in den Sand. So entsteht innerhalb kurzer Zeit ein Wald für seine Holztiere. Eine kleine Schachtel ist die Futterkrippe. Malte möchte sie gerade mit Gras füllen. Da ruft seine Mama: „Es wird Zeit. Wir müssen losfahren. Gleich beginnt der Malkurs!“ Doch Malte mag heute nicht zum Kurs. Wald spielen ist viel interessanter, findet er. Nach einigem Hin und Her gibt sich die Mutter geschlagen. Malte darf weiter an seinem Wald arbeiten. Zum Glück, denn Kinder in Maltes Alter brauchen viel Zeit zum eigenen kreativen Spielen und zum Träumen. Und sie lernen umso intensiver, je mehr sie Gelegenheit haben, eigenständig Neues zu entdecken.

Wenn Malte aus den Schätzen der Natur im Sandkasten einen Wald für seine Spielfiguren anlegt, sammelt er neue Erfahrungen, etwa: Worin unterscheiden sich die Zapfen von Nadelbäumen? Darüber hinaus ergeben sich Fragen, über die er mit Mama und Papa reden kann, zum Beispiel: Warum sind Tannenzweige manchmal so klebrig an den Fingern? Oder: Warum verlieren sie im Winter ihre Nadeln nicht? Kinder sind von Natur aus wissbegierig. Doch sie brauchen Eltern, die ihnen helfen, die Lernfreude zu erhalten.

Kinder lernen durch Erleben

Doch vieles – unter anderem das schlechte Abschneiden deutscher Schulen bei der PISA-Studie – hat vor allem bei Müttern und Vätern zur Verunsicherung geführt. Auch Kindergärten setzen sich zunehmend selber unter Erfolgsdruck. Die Folge: Immer mehr Einrichtungen bieten Englisch und den Umgang mit Computer schon für die Kleinsten in unserem Bildungssystem an. Und Förderkurse schießen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden. All dies zeigt wenig nachhaltige Wirkung. Im Gegenteil: Die Lern- und Verhaltensprobleme bei Kindern nehmen rapide zu.

Kinder lernen durch Erleben. Und dies findet nur unter Einbeziehung des Menschen selbst statt. Bewegungs-, Tast- und Gleichgewichtssinn können von keinem Computer gefördert werden. Hinzu kommt: Die Bilder am PC – und am Fernsehbildschirm - sind unwahr. Sie werden durch Millionen von Pünktchen gebildet. Dies ist für die Augen sehr anstrengend und macht müde. Für eine  ganzheitliche Förderung brauchen Kinder etwas ganz anderes, nämlich: Viel elterliche Liebe, Zuwendung und Interesse an ihrer Entwicklung, Zeit und Freiräume zum Spielen, Forschen und Entdecken sowie ein gutes Familienklima, in dem sie sich geborgen fühlen können.

Ganzheitliche Förderung: So klappt es

Ihr Kind braucht viel Gelegenheit zum Spielen und Toben im Freien. Denn bei erhöhter Sauerstoffaufnahme wird das Gehirn besser durchblutet. Durch die vielen Bewegungsanreize macht das Kind wichtige Erfahrungen. Diese wiederum fördern eine dichte Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn.

Kleine Forscher sollten möglichst nicht gestört werden. Lassen Sie Ihr Kind in Ruhe experimentieren und spielen. Und greifen Sie nicht ungeduldig ein, wenn es für bestimmte Aufgaben etwas länger braucht. Erfolgserlebnisse machen nämlich nicht nur stolz, sondern auch mutig für die nächsten Lernschritte.

Mit Mama und Papa spielen? Wunderbar! Kinder können davon nicht genug bekommen. Aber sie brauchen darüber hinaus auch gleichaltrige Spielpartner. Denn sie regen sich gegenseitig an und erhalten beim gemeinsamen Spiel wichtige Impulse.

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