Langsamkeit - Warum sie Kleinen und Großen gut tut

Frühstücken, Zähne putzen, Anziehen, zum Kindergarten gehen: Bei Kindern dauert das eine Ewigkeit. Die Kleinen wollen Mama und Papa aber mit ihrer Trödelei keineswegs ärgern. Ihre Uhren ticken einfach noch ganz anders als die Erwachsener. Warum etwas mehr Langsamkeit im Alltag gut tut und wie Eltern und Kinder sie gemeinsam entdecken und genießen können.

Vor allem morgens drängt die Zeit

Ein nervöser Blick auf die Uhr: Es wird höchste Zeit für den Weg zum Kindergarten. Doch die fünfjährige Silja pendelt immer noch halb angezogen zwischen Bad und Kinderzimmer hin und her. „Nur noch schnell der Puppe den Pulli anziehen, sonst friert sie!“, meint Silja. Wieder zurück im Bad fällt ihr ein, dass sie noch ihrer Blume in der Küche frisches Wasser geben muss. „Lass mich das machen, sonst schaffen wir es nie“, bietet Siljas Mama an. Doch da hat sie die Rechnung ohne ihr Töchterchen gemacht. „Das ist meine Blume. Und sie ist traurig, wenn ich sie nicht gieße“, sagt Silja.

Kinder haben keine Zeitvorstellung

Eine typische Situation, die allen Familien mit kleinen Kindern vertraut ist. Was Eltern wissen sollten: Kleine Kinder können sich noch nicht vorstellen, wie lange eine viertel, eine halbe oder gar eine volle Stunde dauern. Sie haben keine Ahnung, wie sehr es der Mama pressiert, wenn sie zur Eile drängt. Kinder können noch nicht gedanklich nachvollziehen, was es heißt, pünktlich im Büro sein zu müssen. Erst im Grundschulalter sind sie in der Lage, unterschiedliche Zeitabschnitte zu erfassen.

Immer mehr Zeit einkalkulieren

In den ersten sechs Lebensjahren brauchen Eltern deshalb eine Menge Geduld und die Bereitschaft, sich dem Rhythmus des Kindes anzupassen. Für jede Arbeit und für jeden Weg mit Ihrem Kind sollten Sie vorn vorneherein mehr Zeit einkalkulieren. Ein Geheimtipp erfahrener Eltern: Verplanen Sie einfach ein Drittel weniger Zeit pro Tag. Dies tut nicht nur Ihrem Kind, sondern auch Ihnen gut. In unserer schnelllebigen Zeit ist es umso wichtiger, öfter mal einen Gang herunterzuschalten. Die Kleinen lehren uns Große Tag für Tag, wie das funktioniert. Sie beobachten mit Hingabe, wie eine Ameise einen Brotkrümel in ihren Bau schleppt, wie eine Biene mit ihrem Rüssel Nektar aus einer Blüte saugt, wie eine Schnecke sich langsam, aber stetig vorwärts bewegt.

Eine langsamere Gangart

Solche Beobachtungen in der Natur tun Körper, Geist und Seele gut. Denn sie schaffen inneren Frieden und entspannen wunderbar. Aber auch drinnen im Haus könnten Eltern und Kinder zu einer langsameren Gangart finden. Einander achtsam und geduldig zuhören, in Bilderbüchern blättern und erzählen, endlich mal gemeinsam die Ritterburg oder die Bauklotzstadt aufbauen: Diese Zeiten, die Kinder mit den Eltern ohne Blick auf die Uhr genießen, bleiben besonders im Gedächtnis haften.

Manchmal geht’s nicht ohne Tricks

Wichtig: Kinder, die ihre Eltern öfter entspannt und geduldig erleben, sind dann auch eher bereit, mal Tempo zu machen, wenn die Zeit wirklich drängt. Und manchmal sind auch ein paar kleine Tricks erlaubt. Kinder lieben zum Beispiel Herausforderungen: Wetten, du schaffst es nicht, dir Jacke und Schuhe anzuziehen, während ich bis 100 zähle? Oder: Komm, wir machen ein Wettrennen: Wer ist wohl schneller am Kindergartentor – du oder ich? Oder: Ich bin wirklich sehr gespannt, ob du es schon ganz alleine schaffst, deine Sporttasche zu packen. Aber aufgepasst: Diese Beschleunigungstricks sollten nicht zu oft angewendet werden. Denn Kinder durchschauen diese elterliche Taktik sehr schnell.

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