Freunde - Warum sie für Mädchen und Jungen so wichtig sind

Sie stecken die Köpfe zusammen und tauschen Geheimnisse aus. Sie verschwören sich miteinander gegen den Rest der Welt. Sie streiten und schließen wieder Frieden: Freunde sind für Kinder unersetzlich. Seit vier Wochen geht Erik in den Kindergarten. Die Trennung von der Mama ist dem Dreijährigen anfangs schwer gefallen. Doch nun kann er es morgens kaum erwarten, im Kindergarten zu sein. Der Grund dafür heißt Lutz und ist wie Erik drei Jahre alt. Lutz ist beim Pferdchenspiel einfach unschlagbar. Und er kennt im Freigelände die schönsten Plätze zum Verstecken. Hier können die beiden ihren Kinderträumen freien Lauf lassen: „Ich wär ein Riese und du der Zwerg. Ich hätte mich verirrt. Und du würdest mir den Weg durch den dunklen Wald zeigen.“

Erste Spielregeln der Kommunikation

Obwohl Erik und Lutz bereits vor der Kindergartenzeit Kontakte zu Gleichaltrigen hatten – in der Krabbelgruppe und auf dem Spielplatz – ist es nun etwas anderes. Die beiden Jungen sind bald unzertrennlich und halten zusammen wie Pech und Schwefel: echte Freunde eben. Beim Herumtollen sind sie sich einig. Ihr Bewegungsdrang kennt keine Grenzen. Aber manchmal ist Erik froh, dass es neben Lutz noch Lea gibt. Sie ist schon vier und kann die besten Spiellandschaften bauen, findet Erik. Im Kindergarten üben die Kleinen erste Spielregeln der Kommunikation ein. Sie lernen immer besser Situationen einzuschätzen: Wer spielt gerade was und mit wem? Wo könnte ich mich anschließen oder besser nicht? Manche Kinder sind da offener, andere zurückhaltender. Nicht immer springt sofort der Sympathie-Funke über. Es gibt Mädchen und Jungen, die zuerst mal in Ruhe beobachten. Dieses Recht sollte man ihnen zugestehen und sie zu nichts drängen.

Freundschaften wechseln auch mal

Oft ist es erstaunlich, welche Kinder miteinander Freundschaft schließen. Vor allem Eltern haben mit der Wahl der Freunde zuweilen Probleme. Etwa dann, wenn das eher vernünftige, stillere Kind plötzlich den größten Draufgänger aus der Kindergartengruppe nach Hause einlädt und im Kinderzimmer das Chaos regiert. Mütter und Väter sollten die Freunde ihres Kindes akzeptieren. Denn es hat einen Grund, warum es ausgerechnet mit diesem und keinem anderen spielen möchte. Vielleicht sprüht der kleine Draufgänger vor Fantasie und Kreativität. Oft brauchen Kinder in bestimmten Phasen unterschiedliche Freunde. Deshalb ist es kein Wunder, wenn Erik sich eines Tages von Lutz zurückzieht und erklärt: „Der Flo kann viel bessere Sandburgen bauen.“ Freundschaften im Kindergartenalter hängen oft von den Interessen der einzelnen Kinder ab. Und die wechseln im Laufe der ersten Jahre öfter mal.

Kinderkummer immer ernst nehmen

Andererseits bricht für Kinder oft eine Welt zusammen, wenn es mal zum Streit kommt. „Mit dem spiel ich nie mehr!“: Diese Drohung gehört zum Kinderalltag dazu. Aber die Kleinen haben noch nicht die Weitsicht der Erwachsenen, die wissen: Morgen ist alles wieder in Ordnung. Deshalb gerät für Kinder alles aus den Fugen, wenn es mal Zoff mit der Freundin oder dem Freund gibt. Eltern sollten solchen Kummer immer ernst nehmen. Kinder brauchen in solchen Situationen Trost und Geschichten, die Mut machen. Wenn Papa vom Streit mit seinem besten Freund aus Kindertagen erzählt und hinterher doch noch alles gut wurde, sieht die Welt schon wieder bunter aus.

Ein Training fürs Leben

Freundschaften sind im Kindergarten so wichtig, weil es Zuneigung hier nicht gratis gibt. Wenn ein Kind den Gruppenbetrieb stört, ziehen sich die anderen von ihm zurück. Es muss lernen Rücksicht zu nehmen und Kompromisse zu schließen. Erste Freundschaften sind für Kinder also ein wichtiges Training fürs Leben. Der Umgang mit Geschwistern ist ein anderer. Hier spielt- wenn auch unbewusst - Eifersucht mit. Unter Freunden besteht hingegen Chancengleichheit. Durch Freunde lernt ein Kind darüber hinaus kennen, wie das Familienleben woanders aussieht. Deshalb ist es wichtig, die Freundin oder den Freund in seinem eigenen Bereich zu erleben und nicht nur im Kindergarten. Eltern sollten deshalb mit anderen Müttern und Vätern vereinbaren, dass die Kinder sich öfter gegenseitig besuchen dürfen. Ein wichtiger Tipp: Für Kindergartenneulinge ist es immer besser, möglichst zeitig in der Gruppe zu sein. Dann sind noch nicht alle Kinder da, und es ist leichter, Kontakt zu einem anderen Kind aufzunehmen.

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