Einfühlung - Wie Kinder lernen, sich besser in andere hinein zu versetzen

Marie, Sara und Lukas stehen im Kreis und machen ein Auszählspiel. Die drei Kinder möchten Versteck spielen. Ein paar Schritte daneben steht Florian. Er traut sich nicht, die drei anzusprechen. Wie gern würde er mitspielen. Doch niemand fragt ihn. Sara schaut zwar mal hinüber zu Florian. Doch sie reagiert nicht. Obwohl seine traurigen Augen Bände sprechen. Da kommt Suse. Sie bleibt vor Florian stehen und fragt, was los ist. Der Junge zuckt mit den Schultern. „Möchtest du mitmachen?“, fragt Suse. Da nickt Florian, und Suse nimmt ihn an die Hand und drängt sich mit ihm in den Kreis der drei Freunde. Marie, Sara und Lukas lassen Florian und Suse mitspielen.

So entwickelt sich Einfühlungsvermögen

Es gibt Kinder wie Suse, die gelernt haben, in den Gesichtern anderer zu lesen und dabei etwas über deren Gefühle zu erfahren. Anderen, wie etwa Sara, gelingt das nicht so gut. Die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen, entwickelt sich in den ersten sechs Lebensjahren. Bereits Babys zeigen emotionale Reaktionen: Wenn ein anderes Kind weint, beginnen sie häufig selbst zu weinen.

Sie deuten den Kummer des anderen Kindes als ihren eigenen. Im zweiten Lebensjahr ändert sich das. Die Kleinen erkennen nun, dass das andere Kind traurig ist und nicht sie selbst. Manche versuchen, das weinende Kind zu trösten. Sie streicheln es oder geben ihm ein Spielzeug. Andere schauen es nur an, zeigen aber sonst keine Reaktion. Erst mit etwa sechs Jahren sind Kinder in der Lage, Dinge aus der Perspektive eines anderen zu sehen und entsprechend zu handeln.

So werden Kinder einfühlsam

Begleiten Sie Erlebnisse Ihres Kindes mit Gefühlsäußerungen, zum Beispiel: „Du siehst müde aus. Bestimmt hat dich die lange Autofahrt angestrengt.“ Oder: „Der Kakao schmeckt dir. Das sehe ich dir an der Nasenspitze an.“ Oder: „Ich kann verstehen, dass du traurig bist. Doch ich glaube, dass dein Freund morgen wieder mit dir spielt.“

EinfuehlungMaedchenmitKatzeMachen Sie Ihr Kind sensibel für Ihre eigenen Gefühle und Empfindungen. Beispiel: „Ich habe Kopfweh. Aber du kannst mir helfen, dass es mir bald wieder besser geht. Ich möchte mich eine halbe Stunde aufs Sofa legen. Und es wäre gut, wenn du solange in deinem Zimmer weiter spielen würdest.“ Oder: „Soll ich dir mal erzählen, warum ich heute so fröhlich bin?“

Helfen Sie Ihrem Kind, sich in die Lage anderer zu versetzen. Im Supermarkt: „Bestimmt hatte die Kassiererin heute einen harten Tag. Sie sieht so abgespannt aus. Was meinst du: Könnten wir ihr heute vielleicht mal etwas Nettes sagen?“ Im vollen Bus: „Die Frau da hinten hat schwer an ihren Einkaufstaschen zu tragen. Wir überlassen ihr einen unserer Sitzplätze.“ Auf dem Spielplatz: „Das Kind an der Rutsche weint. Wir fragen mal, ob wir ihm helfen können. Und bestimmt freut es sich, wenn du mit ihm spielst.“

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