Belohnungen - Warum sie Kindern oft nicht gut tun

„Mein Papa gibt mir für jeden Einser einen Euro und für jeden Zweier 50 Cent“, erzählt der achtjährige Tim seinem Freund Lukas in der großen Pause. Auch Lukas Eltern zücken das Portemonnaie, wenn sie mit den Ergebnissen der Klassenarbeiten zufrieden sind. Geld für gute Schulnoten, ein Eis nach der langen Wartezeit beim Kinderarzt, ein Euro für die Hilfe beim Abwasch: Mit solchen Belohnungen möchten Eltern die Leistung ihres Kindes anerkennen. Auf den ersten Blick eine nette Geste. Beim zweiten Hinsehen wird schon klarer, was daraus entstehen kann. Kinder werden durch materielle Belohnungen nämlich auf eine Art motiviert, die eigentlich nicht wünschenswert ist. Tim und Lukas strengen sich in der Schule vielleicht irgendwann nur noch an, weil es dafür Geld gibt. Dabei ist Spaß am Lernen eine viel bessere Voraussetzung für gute Leistungen als Geldgeschenke.

Ohne Leistungsdruck lernen Kinder besser

Hinzu kommt: Einer Schulnote wird auf diese Art und Weise eine zu große Bedeutung zugemessen. Das ist für Kinder belastend. Das Gleiche gilt für Pokale und Urkunden im Sport. Viel wichtiger als ein Sieg in einer bestimmten Disziplin ist die Freude an der Bewegung. Und die soll ein Leben lang anhalten. Deshalb sollten Eltern jeden Leistungsgedanken beiseite schieben – ganz gleich, ob sie ihr Kind im Fußballverein oder zum Klavierunterricht anmelden. Kinder lernen nämlich wesentlich intensiver und mit viel mehr Freude, wenn sie keinem Druck ausgesetzt sind und keinen materiellen Symbolen wie Geld, Urkunden und Pokalen hinterher jagen müssen.

Die schönste Belohnung: Mehr Zeit füreinander

MamaundMaedchenschauennachlinksWichtiger ist es, sich mit dem Kind über Erfolge zu freuen, es aber auch zu trösten und zu ermutigen, wenn es mit den Leistungen in der Schule mal nicht so klappt. Ein gemeinsames Ritual am Tag der Zeugnisvergabe könnte der Besuch eines Eiscafé mit der ganzen Familie sein – auch wenn das Zeugnis weniger gut ausgefallen ist.

Vor allem bei der Hilfe im Haushalt gilt: Hier müssen alle mit anpacken, ohne etwas dafür zu erwarten. Es gibt eine Reihe von Belohnungen, die der Beziehung zwischen Eltern und Kindern gut tun und das Wir-Gefühl in der Familie stärken.Nach getaner Arbeit zusammen eine Tasse Tee oder Kakao trinken; die Wartezeit beim Kinderarzt mit Vorlesen oder einem lustigen Spiel überbrücken; mit dem Kind außer der Reihe zum Spielplatz gehen, weil es sich heute so schnell angezogen hat und die Mama Zeit gewonnen hat: Solche Glücksmomente lassen sich niemals mit Geld oder anderen materiellen Belohnungen aufwiegen.

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