Aufmerksamkeit - Wieviel Kinder davon brauchen

Gestern erst hat Neles Mama alte Schuhkartons aussortiert und in den Keller zum Altpapier gestellt. Doch heute befördert die Fünfjährige einen Karton nach dem anderen wieder nach oben. Der erste Gedanke der Mutter: „Was soll das?! Ich habe gestern erst alle Kartons fortgeräumt! Bring sie bitte wieder nach unten!“ Doch ihren kurz aufflackernden Ärger schluckt sie zum Glück sofort wieder herunter. Denn ihr fällt ein, dass Nele eben noch ausgiebig mit ihrem Puppendoktorkoffer beschäftigt war. Bestimmt möchte sie Krankenhaus spielen und benötigt dazu die Schuhkarton-Betten. Die Mutter holt Stoffreste und zwei Scheren aus ihrer Restekiste. „Du brauchst für die Puppenkrankenbetten noch Bettzeug. Wir könnten es zusammen aus den Stoffresten zuschneiden“, schlägt sie vor. Nele ist begeistert. Mit vor Eifer glühenden Wangen schneidert sie gemeinsam mit Mama Bettdecken und Laken. Auch Neles Papa schenkt seiner kleinen Tochter Aufmerksamkeit. Abends bei Tisch fragt er sie immer, wie es dem Sternenkind aus der Milchstraße Nummer 7 geht. Es ist nämlich in Neles Fantasie lebendig. Der Vater stellt deshalb auch einen weiteren Stuhl an den Tisch, wenn das Sternenkind mitessen möchte.

„Du bist für mich das Wichtigste!“

Zwei Beispiele liebevoller elterlicher Aufmerksamkeit. Das Geheimnis besteht darin, Kinder richtig wahrzunehmen und durch genaues Beobachten herauszufinden, was sie gerade brauchen. Damit können Mütter und Väter nicht früh genug beginnen. Säuglingsforscher sind nämlich bei ihren Studien zu folgendem Ergebnis gekommen: Am friedlichsten waren die Babys der Eltern, die sich beim Umgang mit ihnen immer voll auf die jeweilige Situation konzentrierten und die ihnen bei allem das Gefühl vermittelten: „Ich bin ganz für dich da. Du bist im Augenblick für mich das Wichtigste. Und ich lasse mich durch nichts von dir ablenken.“

Kinder teilhaben lassen

Wichtig: Interessieren Sie sich für Ihr Kind – für sein Spiel, seine Erzählungen, Gedanken und Gefühle. Wenn Kinder aus dem Kindergarten oder der Schule heimkommen, sprudeln sie oft regelrecht über. Sie möchten ihre Erlebnisse loswerden. Hören Sie aufmerksam zu und prägen Sie sich dabei auch Einzelheiten ein. Wenn Sie später bei einer anderen Gelegenheit nämlich daran anknüpfen, weiß Ihr Kind: „Ich bin meiner Mama und meinem Papa wichtig. Sie hören genau zu, wenn ich Ihnen etwas erzähle. Und sie wissen sogar, dass mein Freund am liebsten Baustelle spielt oder die Lieblingsfarbe meiner Freundin pink ist.“ Lassen Sie Ihr Kind andererseits aber auch an Ihrem Alltagsleben teilhaben. Erzählen Sie über Ihre Arbeit und die Kollegen. Wichtig ist auch, das Kind als gleichwertigen Gesprächspartner zu sehen – auch wenn Sie sich mit Erwachsenen unterhalten. Schon kleine Menschen können ihren Teil zum Gespräch beitragen und dabei lernen, aufmerksam zuzuhören, den anderen ausreden zu lassen und höflich miteinander umzugehen.

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