Der Weg aus der Konsumfalle

Schon die Jüngsten kennen die Werbung für Kinderprodukte auswendig. Sie möchten alles haben und bekommen es oft auch. Kennen Kinderwünsche überhaupt noch Grenzen? Wie Eltern gegensteuern können...

Schnappschuss fürs Familienalbum: der vierjährige Patrick, eingerahmt von Geschenkpäckchen, Berge von Papierfetzen – und die verzückten Gesichter der Omas, Opas und anderen Verwandten. Kaum hat seine Mama den Fotoapparat aus der Hand gelegt, zerrt Patrick das Geschenkpapier herunter. Den Inhalt der Päckchen kennt er sowieso schon. Denn seine Eltern und Großeltern haben die Bestellliste brav abgearbeitet.

Beim Blättern in Familienalben finden sich weitere Bilder dieser Art: Lisa schleckt vor dem Löwengehege im Zoo ein Rieseneis. Daniel sitzt mit einer Tüte Popcorn im Kino. Judith zählt ihr Taschengeld, um sich – 14 Tage vor ihrem Geburtstag – die tolle Haarspange zu kaufen, die auch ihre Freundin trägt. Lange sparen musste sie dafür nicht. Oma und Opa stecken der Siebenjährigen regelmäßig Geld ins Sparschwein. Wenn die Großeltern oder Paten früher zu Besuch kamen, brachten sie schon mal eine Leckerei mit. Doch das waren Ausnahmen. Heute ist Konsum bereits im Kindesalter zum Dauerzustand geworden.

Zum Glück gibt es immer mehr Eltern, die freiwillig die Bremse ziehen und auf Überflüssiges verzichten. Zum Beispiel Maria Steinhäuser, Mutter der siebenjährigen Lena und des vierjährigen Paul. „Wir brauchen keinen Freizeitpark und kein Vergnügungsbad. Es gibt so viele interessante Alternativen: im Freien Picknick machen, am Bach Schiffchen schwimmen lassen, im Garten ein Baumhaus bauen. Unsere Kinder sollen die Erfahrung machen, dass Freude nicht mit Geld verbunden sein muss“, sagt sie.

Zeit und Fantasie sind die Schlüsselwörter. Ein Kind braucht Zeit, sich mit einer Sache zu beschäftigen. Das kann es nicht, wenn es zuviel auf einmal hat. Seine Fantasie bleibt auf der Strecke, wenn es nur vorgefertigtes Spielzeug bekommt. Ein Beispiel: Wenn Anna ein mehrstöckiges Puppenhaus mit fertigen Möbeln, Teppichen und Gardinen hat, kommt sie erst gar nicht auf die Idee, für ihre Puppen ein Haus aus Kartons zu bauen und sich Gedanken über die Innenausstattung zu machen. Dabei hätte sie mehr Freude und Ausdauer am Spiel, wenn sie mit alten Kartons basteln könnte.

Was Eltern sonst noch tun können:

Vereinbaren Sie mit befreundeten Familien einen regelmäßigen Spielzeugaustausch. Das macht Kindern großen Spaß. So ganz nebenbei lernen sie auch, sorgfältig mit Dingen umzugehen. Denn die Spielsachen müssen ja wieder unversehrt und vollständig zurückgegeben werden.

Achten Sie auf Qualität beim Spielzeug- und Kleiderkauf. Besser ist es, nur ein Teil zu kaufen als drei, deren Herkunft Sie nicht kennen. Es müssen nicht immer neue Sachen sein. Eine Alternative bieten Second-Hand-Läden und Familien-Tauschbörsen.

Zeigen Sie Ihren Kindern, wie schön es ist, etwas selber zu machen. Knetmasse oder Seifenblasen etwa lassen sich gut selbst herstellen. Das Gleiche gilt für Nahrungsmittel. Naturjoghurt, unter den Sie Früchte aus eigener Ernte rühren, schmeckt viel besser als fertiger Fruchtjoghurt, der darüber hinaus viel Zucker enthält.

In der Natur kommen Kinder auf super Spielideen. Denn hier finden sie die schönsten Spielmaterialien. Legen Sie mit Ihren Kindern möglichst viele Wege zu Fuß zurück, damit sie all die schönen Dinge am Wegesrand entdecken können.

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