Kindergarten für Zweijährige?

Natürlich ist es für ein Kind besser, wenn es die ersten drei Lebensjahre zu Hause verbringt. Aber das lässt sich mit der heutigen Lebensrealität der Eltern oft nicht vereinbaren. Deshalb nehmen immer mehr Kindergärten bereits Zweijährige auf.

Die Qualität muss stimmen

„In vielen Berufen ist eine mehrjährige Kinderpause nicht möglich oder auch von den Eltern nicht erwünscht“, sagt Peter Lang. Es ist ihm wichtig, Mütter und Väter, die arbeiten möchten, zu entlasten. „Wenn die Voraussetzungen für die Betreuung des zweijährigen Kindes gut sind, ist gegen eine Kinderkrippe oder Kleinkindgruppe im Kindergarten nichts einzuwenden“, meint er. Solche Gruppen schießen zur Zeit wie die Pilze aus dem Boden. „Vorsicht“, warnt Peter Lang, „denn eine Einrichtung sollte ohne Änderung der Abläufe und der Konzeption nicht einfach Zweijährige aufnehmen.“ Er rät Eltern, vor allem in Sachen Qualität genauer hinzuschauen. „Man kann Kleinkinder nicht einfach in eine altersgemischte Gruppe integrieren“, warnt er.

„Das würde sie überfordern. Denn die Kleinen sind noch nicht in der Lage, miteinander zu spielen. Sie spielen nebeneinander her.“ Die Kleinkindergruppe sollte zudem nicht zu groß sein. Die EU empfiehlt für Zweijährige einen Betreuer-Kind-Schlüssel von 1 zu 3,5. Doch davon sind wir leider in Deutschland noch weit entfernt. Mehr als fünf bis sechs Kinder sollten jedoch nicht zusammen betreut werden.

  Betreuung mit Feinfühligkeit

Wichtig ist auch, dass sich immer die gleiche Erzieherin – unterstützt von einer Helferin - um die Kleinkinder kümmert. Denn die Bindungsforschung hat ergeben: Je kleiner das Kind ist, desto weniger Bezugspersonen sollte es haben. „Entscheidend für die Qualität ist auch, ob die Erzieherinnen der Kleinkindgruppen eine besondere Ausbildung zum Thema ‚Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren’ absolviert haben“, sagt Peter Lang.

Worauf es bei der Betreuung der Kleinsten ankommt, erklärt er am Beispiel Skandinavien: „Dort werden Kinderkrippen Wiegestuben genannt. Hier spiegelt sich die innere Haltung wider, die dahinter steckt. Kleinkinder haben einen anderen Lebensrhythmus als Kindergartenkinder. Sie brauchen eine Pädagogik der Langsamkeit und Betreuungspersonen, die sich durch eine besondere Feinfühligkeit auszeichnen.“

Wichtig ist auch ein sanfter Übergang mit einer langen Eingewöhnungszeit von zwei bis sechs Wochen. Anfangs sollte ein Elternteil mitkommen, damit sich das Kind langsam und schrittweise lösen kann.

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