Geschwister: Freunde statt Rivalen

Auch wenn Geschwister noch so klein sind, können sie schon früh eine Menge miteinander anfangen. Beim Lachen, Toben und Unsinnmachen geben sie nämlich ein tolles Gespann ab. Wie Eltern das Miteinander fördern können...

Der vierjährige Florian belädt seinen Lastwagen mit Bausteinen. Emily, seine zweijährige Schwester, spielt mit den Handpuppen. "Kasper Auto fahren!", sagt sie und setzt ihn auf Florians Auto. "Der Kasper wär der Arbeiter", schlägt Florian vor. Er fährt mit dem Lastwagen zur Baustelle, nimmt den Kasper und lässt ihn die Bauklötze von der Ladefläche fegen. Das gefällt Emily nicht. "Kasper haben!", schreit sie und zerrt an der Puppe. Schon ist ein Streit im Gange. Die Mutter hört das Geschrei und kommt ins Kinderzimmer. Ihre beiden Kampfhähne beschweren sich. "Kasper haben!", weint Emily. "Nein, der Kasper muss arbeiten!", bestimmt Florian. "Ein Arbeiter ist zu wenig", meint die Mutter. "Nehmt doch noch den Seppel dazu", schlägt sie vor. Sie gibt Emily den Seppel und nimmt selber die Gretel. Denn auch die soll mithelfen.

 

Nach einer Weile geht die Mutter in die Küche. Florian und Emily spielen nun wieder friedlich zusammen.

Krieg und Frieden liegen im Kinderzimmer oft eng beieinander. Wenn es zu Konflikten kommt, liegt das oft am Altersunterschied der Kinder. Das große Kind setzt beim kleinen zu viel voraus. Und die kleine Schwester versteht nicht, warum der große Bruder sich so aufregt, wenn sie sein Zimmer verwüstet hat. Doch mit der Zeit schaffen es beide, mit den Eigenheiten des anderen klar zu kommen. Denn im Prinzip wollen Kinder gut miteinander auskommen – auch wenn es oft nicht so aussieht.

Eltern können einiges dazu beitragen, dass aus ihren Kindern gute Spielpartner werden:

Im Toben sind schon die Kleinsten ganz groß. Am meisten Spaß macht es natürlich, wenn auch Mama und Papa dabei sind.

So wie Geschwister Spaß miteinander haben, sollten sie auch leidvolle Erfahrungen teilen. Wenn der große Bruder den kleinen tröstet, wirkt das wie Medizin gegen Kummer. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen: Da ist neben Mama und Papa noch jemand, der zu mir hält.

So helfen Sie Ihrem Kind, den Bruder oder die Schwester positiv zu sehen: "Schau mal, das hat der Jonas für dich im Kindergarten gemalt!" oder "Clara freut sich so sehr, dass du wieder zu Hause bist!" Solche kleinen Aufmerksamkeiten lassen die Geschwisterliebe wachsen.

Allerdings lässt sich Streit nicht immer vermeiden. Er gehört zum Zusammenleben dazu. Doch Kinder müssen erst lernen, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Und wo könnten sie das besser als unter ihresgleichen? So gesehen sind Geschwister-Konflikte für die soziale Entwicklung eines Kindes sogar sinnvoll und notwendig.

Streit hat bei Geschwistern auch einen ganz anderen Stellenwert als bei Erwachsenen. Für Kinder ist er eine Art Kräftemessen. Sie probieren aus, wie weit sie gehen können: Wann reagiert der Bruder oder die Schwester sauer? Wie lange dauert es, bis Mutter oder Vater auf der Bildfläche erscheinen? Trennen Sie deshalb Ihre Streithähne nur, wenn es zwischen ihnen zu Handgreiflichkeiten kommt.

Was Eltern sonst noch tun können:

Gehen Sie möglichst viel mit den Kindern nach draußen. Denn sie brauchen ausreichend Gelegenheit sich auszutoben. Erfahrungsgemäß sind Kinder nämlich besonders reizbar, wenn sie bei Regenwetter den ganzen Tag in der Wohnung hocken. Da sind Konflikte unter Geschwistern vorprogrammiert.

Appellieren Sie nie an die Vernunft Ihres älteren Kindes. Bei Kindern, die nämlich immer zu Gunsten des Kleinen zurückstecken sollen, wächst ein Groll, der sich später bei jeder Gelegenheit entlädt.

Jedes Kind braucht seinen eigenen Bereich und auch Spielzeug, das ihm allein gehört. Vor allem kleine Kinder wären überfordert, wenn sie immer alles miteinander teilen müssten. Es ist deshalb in Ordnung, wenn das größere Kind einige seiner Spielsachen vor dem Zugriff des kleineren versteckt hält.

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