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Ordnen, räumen, selber tun..

Gegen Ende des zweiten Lebensjahres möchten Kinder mit all dem auch hantieren, was sie tagtäglich bei der Mutter entdecken: Geschirr in einer Schüssel mit Wasser "abwaschen" , mit den interessanten Wäscheklammern irgendetwas aufhängen, Tisch abwischen, so wie sie es bei der Mutter gesehen haben und so fort und fort. Dabei ist das Kind mit Freude ganz in der nachahmenden Tätigkeit drin und wischt, weil es ganz im Mitempfinden dessen lebt, was es gerade bei der Mutter wahrgenommen hat. Da bleibt es noch ganz unbewußt für den Zweck der Tätigkeit, das "Putzen".

Eine weitere Leidenschaft: aus allen möglichen Materialien Türme bauen.


Hoch hinaus 

Zum Türmchenbauen brauchen Kinder Bauklötze aus Holz – am besten Astholz in verschiedenen Formen. Und sie brauchen eine Umgebung, die es ihnen ermöglicht, ihre neuen Fertigkeiten an verschiedenen Materialien zu erproben. Ein Turm auf dem Teppich droht eher umzukippen als ein Turm, der zum Beispiel auf feuchter Erde oder Sand gebaut wurde. Was lässt sich nicht alles stapeln! Kissen, Kartons, Bücher, Plastikschüsseln usw. Die kleinen Forscher versuchen es mit allem Möglichen. Und sie lernen dabei eine ganze Menge. Zum Beispiel, dass sich Bälle nicht stapeln lassen, weil sie wegrollen, dass sich Kissen leichter stapeln lassen als schwere Bücher, dass ein Turm aus drei Bauklötzen nur dann stabil wird, wenn der größte Klotz unten steht.
 

Auf und zu

Astholzklötzchen zum Bauen: War vor einem halben Jahr noch eine Neu-Entdeckung das Füllen und Entleeren von Behältern, interessieren sich Kinder in dieser Spielphase fürs Öffnen und Schließen. Alle möglichen Türen und Schubladen werden nun erprobt. Eine Geduldsprobe für Eltern. Aber Durchhalten lohnt sich. Denn Kinder können Zusammenhänge nur dann begreifen, wenn sie die dazu erforderlichen Handlungen vollziehen dürfen. Die Feinmotorik wird dabei spielerisch ganz von alleine immer besser. . Die Kleinen möchten ausprobieren, welcher Deckel auf welchen Topf passt und welche Form in welche Öffnung des Formenwagens. Auch mit Holztieren spielen die Kleinen nun sehr gern – vor allem, wenn sie ihre großen Vorbilder auf dem Bauernhof, auf der Wiese und in Nachbars Garten kennen lernen. Es sollten deshalb noch keine exotischen Tiere sein, die das Kind nur von Bildern kennt.

 



Kinder zwischen 18 und 24 Monaten beginnen, Dinge, die gleich aussehen, zu kategorisieren. Gut ist es, wenn sie dafür möglichst verschiedene Materialien in einem Korb finden, zum Beispiel kleine Holzautos, Tiere, Bälle, Bücher, die dann geordnet und in Reihen nebeneinander gelegt werden.


Bagger, Laster und Co 

Egal ob Junge oder Mädchen: Kleinkinder hantieren gern mit Werkzeugen und Fahrzeugen. Geben Sie Ihrem Kind eine Gebäckzange oder Spaghettizange und verteilen Sie im Zimmer verschiedene Gegenstände: Wollknäuel, Bauklötze, leere Pappschachteln, Küchenrollen, Plastiklöffel usw. Ihr Kind wird mit Eifer alles in den Zangengriff nehmen, in einen Karton befördern oder einladen und  mit dem Fahrzeug herumfahren.

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