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Sankt Martin feiern

Holzspielfiguren Margarete Ostheimer GmbH

Das Vorbild des Heiligen Martin, der sich Not leidenden Menschen gegenüber mitfühlend und barmherzig zeigt, ist wichtig für Kinder, weil sie über dessen Geschichte Mitgefühl verstehen und entwickeln können.

Man kann Kindern den Sinn und Inhalt dieses Bildes vermitteln, indem man vor dem Martinstag die Geschichte des Heiligen Martin  möglichst lebendig erzählt oder mit ihnen das Martinslied singt, das die Geschichte in schöner und einprägsamer Weise wiedergibt. Es gibt schöne Holzfiguren, mit denen das Geschehen dargestellt und nachgespielt werden kann. Vielleicht kann man zusammen ein Martinsbild malen oder eine Laterne basteln und dabei auf die Legende zu sprechen kommen und miteinander überlegen, wo und wann man sich selbst einmal mitleidig gezeigt hat oder in Zukunft barmherzig sein könnte.

Kinder sind sehr empfindsam und haben sicher schon den ein oder anderen Bettler oder armen Menschen auf der Straße oder an der Haustüre erlebt. Für sie ist es einfacher, offen auf solche Menschen zuzugehen, wenn wir selbst auch nicht davor zurückschrecken. Oft haben Kinder schon Bilder aus Kriegsgebieten oder von Hungersnöten gesehen und kommen darauf zu sprechen, wie man helfen könnte. Vielleicht hat man ein Patenkind in einem ärmeren Land, von dem man erzählen kann.


Aber auch in nächster Nähe gibt es Not. In Kirchen und bei Schulbasaren wird oft für obdachlose oder in Not geratene Menschen gesammelt. Jedoch ist sicherlich in unserer Zeit des Wohlstandes nicht nur das materielle Teilen gemeint, sondern auch, Mitgefühl und Mitleid mit Menschen in der Nachbarschaft oder Bekanntschaft zu entwickeln, die alt und einsam sind, und mit denen man vielleicht einmal wertvolle Zeit teilen könnte. Solche Dinge können in den Tagen um das Martinsfest zur Sprache kommen.

 

Wer war Sankt Martin?

Der Heilige Martin wurde um 316 geboren und entstammte einer heidnischen Familie aus Pannonien, dem heutigen Ungarn. Seine Erziehung genoss er in Pavia, das damals zu Rom gehörte.

Er lief mit zwölf Jahren von zu Hause fort und musste auf Befehl des römischen Kaisers im Alter von 15 Jahren Ritter werden. Er schloss sich dem christlichen Glauben an und ließ sich mit 18 Jahren taufen. Nach seiner Entlassung aus dem Ritterstand, um die er gebeten hatte, lebte er nach christlichen Idealen und wurde durch seine barmherzigen Taten zum Vorbild vieler Menschen.

Im Jahr 371 wurde er zum Bischof von Tours gewählt, obwohl er selbst das Amt nicht angestrebt hatte.

Die Geschichte von Sankt Martin

An einem kalten, düsteren Novemberabend ritt ein kleiner Trupp junger Ritter auf Befehl des Kaisers von Rom durch Frankreich. Unter ihnen war auch Martin. Die Ritterburschen befanden sich auf einer einsamen Landstraße, ein eisiger Wind wehte und es begann zu regnen und zu schneien. Sie waren in Eile, denn sie wollten ihr nächstes Ziel noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Vor den Stadttoren von Amiens entdeckte Martin einen Bettler, der nur mit Lumpen bekleidet versuchte,  vor der Kälte Schutz zu finden. Die anderen Ritter kümmerten sich nicht weiter um ihn und ritten rasch weiter. Martin aber hielt sein Pferd an und teilte, da er sonst schon alles weggegeben hatte, seinen eigenen, warmen Mantel mit dem Schwert. Er reichte dem armen Mann die Hälfte des Mantels und ritt dann rasch davon.

Der Legende nach erschien ihm in der folgenden Nacht im Traum Christus in der Gestalt des Bettlers, angetan mit dem halben Mantel, und dankte Martin für seine Barmherzigkeit. Nach diesem Erlebnis ließ Martin sich taufen.

Das Lied vom Sankt Martin

In dem Lied vom Sankt Martin ist die ganze Geschichte enthalten. Gerade kleinere Kinder lieben das Lied und man kann es nicht nur beim Laternenumzug, sondern in der Zeit um Martin beispielsweise auch beim Basteln am Nachmittag oder als Einschlaflied singen.


Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,

sein Ross, das trug ihn fort geschwind.

Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,

sein Mantel deckt ihn warm und gut.

 

Im Schnee saß, im Schnee saß,

im Schnee da saß ein armer Mann

hat Kleider nicht, hat Lumpen an.

„Oh helft mir doch in meiner Not,

sonst ist der bittre Frost mein Tod!“

 

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin zieht die Zügel an,

sein Ross steht still beim armen Mann.

Sankt Marttin mit dem Schwerte teilt,

Den warmen Mantel unverweilt.

 

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin gibt den halben still,

der Bettler rasch ihm danken will.

Sankt Martin aber ritt in Eil,

hinweg mit seinem Mantelteil.

 

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin liegt in tiefem Traum,

da tritt der Bettler in den Raum.

Sankt Martin sieht ein helles Licht,

der Bettler zu Sankt Martin spricht:

 

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin hört des Bettlers Wort,

Ich komm von einem anderen Ort.

Ich komm vom hohen Himmelszelt,

ich bin der Herr von dieser Welt.

 

Laternelaufen

An einem dunklen Novemberabend das Licht der eigenen Laterne in die Dunkelheit zu tragen, ist ein einprägsames Erlebnis für Kinder und von hohem Wert für ihre Herzensbildung. „...da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir“ singen die Kinder, und man meint zu spüren, wie wir durch das Licht in den Laternen mit den leuchtenden Sternen im Himmel verbunden sind. Ein feierlicher Moment, der sich auch in den Kinderaugen widerspiegelt.

Daher sollte man fürs Laterne laufen einen stillen, ruhigeren Ort wählen. In der Stadt geht man vielleicht in einen Park, statt auf beleuchteten Straßen zwischen Verkehr und Passanten, wo die Laternen gar nicht so zur Geltung kommen und sich die Kinder nicht so recht auf ihr Lichtlein konzentrieren können. Wichtig und schön ist es, wenn die Eltern beim Laternelaufen den feierlichen Moment mitragen. Gespräche über das Tagesgeschehen kann man vielleicht auf hinterher verschieben und stattdessen mit den Kindern mitsingen.

 

Laternelaufen sollte man daher nicht an mehreren Abenden, sondern nur einmal im Jahr, um die Besonderheit des Tages zu bewahren. Möchte man mit Kindern ein Abenteuer in der Dunkelheit erleben, sollte man vielleicht eher eine Nachtwanderung mit Taschenlampe für einen anderen Tag planen. Am Martinstag steht das innere Erlebnis im Vordergrund.

Am Ende des Laternelaufens kann man mitgebrachten Tee und Martinsgänschen teilen. Am besten stellt ein Erwachsener einen Picknick-Korb an eine verabredete Stelle und entzündet dort ein paar Teelichter, bevor er sich versteckt. Stellt man die Teelichter in Brottüten, sieht das schön feierlich und geheimnisvoll aus.

St. Martin - Zum Erzählen und "Selber Lesen"

Die Geschichte vom heiligen Martin, in schönen Bildern dargestellt und durch Bild-Symbole "lesbar" gemacht: In dem kleinen Lese-Heft aus dem Karin Deuster Verlag können Kinder die Begegnung mit dem Bettler eindrucksvoll nacherleben und zugleich "erste Geheimnisse des Lesens" entdecken, ohne dass Buchstabenkenntnisse vorweggenommen werden. Ganze Sätze sind durch einfache Bildsymbole dargestellt und mit Bildsymbolen geschrieben - ein spielerisches Annähern an das Phänomen der Schriftsprache.

 

Fasziniert und gebannt hören Kinder zu, wenn ihnen erzählt oder vorgelesen wird. Mit den Kleinsten kann man auch ein Bilderbuch anschauen und den Inhalt dabei von einem Bild zum anderen hin erzählen. Im Vorschulalter wollen Kinder auch schon gerne das können, was die Erwachsenen machen: aus einem Buch mit den vielen seltsamen schwarzen Zeichen, die man "Schrift" nennt, lange, eindrucksvolle  Geschichten heraus lesen. Die Schriftsprache lässt sich nicht nur in kleinen Zeichen, sondern auch in Bild-Symbolen darstellen.



Die Autorin und Lehrerin Karin Deuster hat dies in etlichen kleinen Geschichtenheften bereits getan. Unter anderem das Weihnachtsgeschehen und auch vom römischen Soldaten Martinus. In einfachen Kernaussagen wird hier die Geschichte um Sankt Martin, wie er dem Not leidenden Mitmenschen hilft, mit Bild-Symbolen erzählt. So können schon die Kleinen selber "lesen" und anderen die Geschichte erzählen. Stimmungsvolle Szenen der bekannten Ostheimer Holzfiguren begleiten das Geschehen und regen die Kinder zum Nachspielen der Sankt Martinsgeschichte an. Die kleinen Büchlein sind geeignet für Kinder ab 4 Jahren im gemeinsamen Anschauen und Zuhören, für Vorschulkinder und Kinder der ersten beiden Klassen.

Das Leseheft 'Sankt Martin' und das Leseheft
'Die Weihnachtsgeschichte' können wie unsere Themenhefte-Ratgeber hier bestellt werden.

Die Geschichte um St. Martin, wie er dem Not leidenden Mitmenschen hilft, wird von Kinderherzen tief empfunden
und lässt die Kräfte des Mitfühlens und der Großherzigkeit in ihnen zur Entfaltung kommen.
In den letzten Jahren ist der St. Martins-Tag wieder deutlich mehr ins Bewusstsein gekommen.


St. Martin mit Pferd und Mantel sowie den Bettler gibt es als liebevoll gestaltete Holzfiguren von Ostheimer. Mit ihnen lässt sich ein stimmungsvolles Jahreszeitenbild gestalten, und Kinder können spielerisch in das Geschehen eintauchen.

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