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Werte ABC - wertvoller Familienalltag

In dieser Beitragsreihe werde ich entlang des Alphabets Werte benennen und beleuchten, wie sie konkret in den familiären Alltag hineinbuchstabiert werden können. Werte sind wie Leitsterne, nach denen wir unser Handeln ausrichten können. Wichtig ist, dass sie nicht nur Worthülsen bleiben, sondern aktiv randvoll mit Leben gefüllt werden. Wir dürfen uns so viele Werte aussuchen wie wir wollen und mal sind uns die einen nah und wichtig, mal die anderen.

 

 

Courage

Das Wort Courage stammt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Beherztheit“. Wer couragiert handelt, packt beherzt und mutig mit an. Inhaltlich geht es darum, für seine Überzeugungen und für das, was einem am Herzen liegt, einzustehen und entsprechend zu handeln.

Kinder beobachten ihre Eltern den ganzen Tag und lernen an ihnen als Modell, wie sich erwachsene Menschen verhalten. Courage erleben sie bei ihren Eltern, wenn sie beobachten wie ihre Eltern sich für etwas engagieren, das ihnen wichtig ist und dass sie auch bereit sind, dafür Herausforderungen und Risiken mutig in Kauf zu nehmen. In größerem Ausmaß füllen Eltern den Wert Courage mit gelebtem Leben, wenn sie z.B. beherzt an sozialen oder ökologischen Projekten mitarbeiten, ehrenamtlich tätig sind, sich im Verein engagieren oder politisch aktiv sind. In kleinen alltäglichen Situationen können Kinder ihre Eltern couragiert erleben, wenn diese für sich und andere sprechen, für sich selbst und andere einstehen, ihre Werte vertreten und dazu stehen, auch wenn andere vielleicht anderer Ansicht sind.

Dankbarkeit

Viele Eltern legen großen Wert darauf, dass sich ihre Kinder höflich bedanken, wenn ihnen jemand etwas gibt, schenkt oder etwas Gutes tut. Für einen achtsamen Umgang miteinander ist das sicher förderlich. Doch echte tiefgehende wahrhaft gefühlte Dankbarkeit ist viel mehr als eine antrainierte Floskel. Wenn es Eltern gelingt, ihren Kindern echte Dankbarkeit vorzuleben, tun sie ihren Kindern damit einen großen, nachhaltigen Gefallen. Echte Dankbarkeit lenkt unseren Blick auf das was bereits da ist. In dieser Welt voller Leistungsdruck und Konsum übersehen wir schnell, was alles Wertvolles in unserem Leben ist, weil wir häufig viel zu sehr damit beschäftigt sind was fehlt, unperfekt oder zu wenig ist.

 

Hier geht es nicht darum den echten Mangel, den es viel zu viel gibt in dieser Welt, wegzureden. Und es geht auch nicht darum, Kinder in für sie herausfordernden Situationen zu Dankbarkeit zu nötigen.

Vielmehr lade ich ein, im Alltag kleine leichte Gelegenheiten zu schaffen, um dankbar zu sein: Gemeinsam beim Abendessen inne zu halten und dankbar zu sein für die leckeren Köstlichkeiten oder sich beim Kuscheln im Bett gegenseitig erzählen, wofür die einzelnen Familienmitglieder heute dankbar sind. Das können die ganz großen Dinge im Leben sein „Ich bin aufgewacht, hatte Kleindung und Nahrung“. Oder die ganz kleinen „Ich habe einen Marienkäfer krabbeln sehen, die Sonne hat so warm auf meine Wange geschienen, und das Spiel mit meiner Freundin in der Pause war so witzig“.

 

Wenn wir regelmäßig bewusst hinsehen und dankbar sind für das was ist, nehmen wir mit der Zeit wie automatisch wahr, was alles Wunderbares in unserem Leben ist.

 

Hanna Articus
Räume für Menschen

 
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