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Plätzchen backen mit Kindern

Plätzchen gehören für die meisten Menschen zur Advents- und Weihnachtszeit dazu...mit Schokolade oder ohne, mit Kokos oder Streuseln, mit Marmelade oder feinen Gewürzen...für jeden Geschmack ist bestimmt was Feines dabei. In manchen Familien sollen es jedes Jahr dieselben Sorten sein und Uromas Rezepte werden in Ehren gehalten und wie ein Schatz gehütet, in anderen Familien werden kreativ und neugierig neue ungewöhnliche Rezepte ausprobiert. In der einen Familie darf nicht vor dem ersten Advent genascht werden, da sind die leckeren Kostbarkeiten in Gebäckdosen ganz oben auf dem Regal versteckt und alle können den ersten Plätzchenteller am ersten Advent kaum erwarten. In einer anderen Familie werden die frischgebackenen Lebkuchen direkt vom Blech weg genascht und die Weihnachtsbäckerei kommt kaum zur Ruhe. Wie ist das bei euch?

 

Zu den besonderen Kindheitserinnerungen zählt in vielen Kinderherzen vor allem auch das gemeinsame Backen der kleinen Köstlichkeiten. Es ist eine besonders schöne, gemeinsam verbrachte Zeit, die wiedererkennbar alle Jahre wieder kommt. Diese Tätigkeit spricht mit Leichtigkeit und Genuss alle Sinne an: die schönen Formen sehen, den Teig fühlen und die gebackenen Plätzchen duften und schmecken sooo gut. Der besondere Wert für die Kinder liegt jedoch in dem was sie alles erfahren, lernen und selbst tun können – wenn sie dürfen.

Wenn wir Zutrauen in sie haben, können Kinder beim Plätzchen Backen selbst abwiegen, kneten, ausrollen, ausstechen, bestreichen und verzieren. Sie entdecken, wie unterschiedlich leicht oder schwer beispielsweise Margarine und Mehl sind und bekommen ein Gefühl für Mengen. Sie finden heraus, wie viel Kraft sie zum Kneten brauchen, wie schwierig es ist, gleichmäßig auszurollen und wie sie platzsparend ausstechen. Natürlich lernen sie auch etwas, wenn sie uns dabei nur zusehen, Kinder lernen den ganzen Tag von uns als Modell. Doch viel wirksamer ist es, wenn sie es selbst tun dürfen:

 

„Erkläre mir und ich vergesse.

Zeige mir und ich erinnere.

Lass es mich tun und ich begreife.“

                                       Konfuzius

 

Vermutlich ist es manchmal nötig, ihnen unterstützend zur Seite stehen oder mit anzupacken, wenn zum Beispiel die Kraft nicht ausreicht. Aber viele Eltern sind überrascht, was ihre Kinder so können, wenn sie sie ausprobieren und machen lassen. Dazu ist es notwendig, den Gedanken „das kann mein Kind noch nicht“ loszulassen. Denn wie Gehen und Sprechen auch, lernen Kinder so viele Dinge indem sie sie tun. Ja, die Plätzchen sehen vielleicht nicht von Anfang an aus wie aus der Konditorei (schmecken trotzdem wunderbar) und ja, es macht vielleicht mehr Unordnung, mehr Arbeit und alles dauert ein bisschen länger. Doch all das lohnt sich in Kauf zu nehmen, denn Kinder verinnerlichen in diesen Momenten:

•      „Ich kann was“,

•      „Meine Eltern vertrauen mir“,

•      „Ich hab das selbst gemacht“,

•      „Wenn ich mir Mühe gebe, kommt etwas Wunderbares dabei heraus“

•      „Ich bin stolz auf mich“

•      „Es macht Freude, etwas zu erschaffen“

•      …

Sie sind stolz, erleben sich selbst als wirksam, entwickeln Selbstvertrauen und lernen außerdem praktische Fertigkeiten. Klingt toll, oder? Ich mache hier bewusst keine Altersangaben, denn jedes Kind lernt in seinem Tempo und entlang den Möglichkeiten, die es hat und bekommt. Die Gefahrenquellen Herd & heißes Blech sollten auf jeden Fall von den Eltern bearbeitet werden.

 

Viel Freude in der Weihnachtsbäckerei

Hanna Articus

Räume für Menschen

 
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