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Auf Schatzsuche im März

März


1. Woche

Fasching

Luftschlangen auf dem Eßtisch

Kleine und Große verkleiden sich, ziehen bunt angemalt und kostümiert durch die Straßen und sind fröhlich. Wir feiern Fastnacht und genießen das lustige Fest auch drinnen. Luftschalgen und Konfetti zieren den Eßtisch! Wie gut schmecken nach dem Fastnachtsumzug die heiße Schokolade und frisch gebackene Krapfen oder Waffeln.

Wir schauen gemeinsam Fotos vergangener Fastnachtsfeste an und tauschen Erinnerungen aus. Wir erzählen uns gegenseitig Witze und Lachgeschichten


Aschermittwoch - Beginn der Fastenzeit

Das Leben vereinfachen: Heute beginnt in den christlichen Kirchen die Fastenzeit. Fastenzeit bedeutet nicht unbedingt Verzicht auf lieb gewordene Gewohnheiten – der Riegel Schokolade bei den Hausaufgaben, das Schmökern im neuen Buch – auch wenn eigentlich schon längst Schlafenszeit ist, die zweite Tasse Kaffee mit ausgiebigem Zeitungslesen, wenn alle anderen frühmorgens das Haus verlassen haben. All dies bedeutet nicht zuletzt auch Freude und Lebensgenuss.

Fastenzeit lädt vielmehr ein, in unser Inneres zu schauen, zu entdecken, was uns wirklich gut tut und was uns schadet. Es sind viele Dinge, die auf uns lasten: die Hetze, die nur entsteht, weil immer alles auf dem letzten Drücker erledigt wird, der daraus resultierende Ärger und die Ungeduld mit anderen. Oder: das schlechte Gewissen, weil ich vieles verspreche, obwohl ich weiß, dass ich es eigentlich gar nicht einhalten kann. Vielleicht mute ich mir einfach zu viel zu? Da tut es gut, mir eine Termin-Diät zu verordnen.

Vielleicht nehmen Sie diesen Tag einmal zum Anlass, über eine Vereinfachung des Familienalltags nachzudenken. Vieles hat sich darin eingeschlichen, was Eltern und Kindern nicht unbedingt gut tut. Der Aschermittwoch ist eine gute Gelegenheit zum Sammeln von Ideen: Was können wir uns als Familie für die Fastenzeit vornehmen, ohne uns damit zu überfordern?

2. Woche

Frisches Wasser vom Bach

Nach der Schneeschmelze sprudeln nun wieder die Bäche im Wald. Wasser ist der Urquell des Lebens. In die Tiefe des Urwassers fiel Licht, und die Schöpfung begann. In der Osternacht wird das Osterwasser geweiht. Das Taufwasser ist ein Symbol für die Liebe Jesu Christi, die uns durchs Leben begleiten soll. In alten Mythen ist Wasser das Bild für die Suche des Menschen nach der Quelle des ewigen Jungseins. Wir gehen mit den Kindern in den Wald und nehmen leere verschließbare Flaschen mit. Darin sammeln wir frisches Quellwasser und tragen es nach Hause. Wir füllen es in eine Schale, stellen diese auf ein zart hellblaues Tuch und lassen hellblaue Schwimmkerzen darin zu Wasser.


Weizen säen 

Auch wenn die Bäume noch kahl sind und die Wiesenblumen noch nicht blühen,  können wir zu Hause das Wachsen und Grünen beobachten. Wir brauchen eine Tonschale mit einem etwa 2 cm hohen Rand, Blumenerde und Weizensamen. In die Schale geben wir eine etwa 1 cm dicke Schicht Blumenerde und feuchten sie gut an. Die Kinder streuen nun den Samen dicht an dicht auf die Blumenerde und sorgen dafür, dass sie immer schön feucht gehalten wird. Aber bitte nicht zuviel wässern, damit der Samen nicht verfault. Es ist wie ein Wunder: Bereits nach einigen Tagen sprießt das erste Grün aus der Erde und wächst bis Ostern zu einer richtigen Frühlingswiese heran. Am Ostermorgen können wir dann als überraschung Ostereier hineinlegen.

3. Woche


Warum sich das Veilchen versteckt

Zum Aquamarin passt ein blaues Duftveilchen. Falls Sie keinen Garten haben, in dem Veilchen stehen, kaufen Sie beim Gärtner einen kleinen Topf mit diesen Frühlingsboten. Auch über das Veilchen gibt es eine alte Geschichte: Die schönste Tochter des Gottes Atlas, der in der griechischen Mythologie den Himmel trug, wurde vom Sonnengott mit seinen Strahlen verfolgt. Das schöne Mädchen floh und suchte Beistand beim Göttervater Zeus. Er hatte Mitleid und verwandelte das Mädchen in ein Veilchen. Seitdem wächst es im Wald oder auf der Wiese versteckt unter Büschen. Denn dort findet es der  Sonnengott nicht – so sehr er auch danach sucht. Im Mittelalter wurde übrigens in Süddeutschland das erste Veilchen des Frühlings mit einem großen Fest gefeiert.

Blüten pressen

Veilchenblüten eignen sich gut zum Pressen. Wir legen die Blüten glatt zwischen zwei Löschblätter in ein dickes Buch und lassen sie dort einen Monat trocknen. Später bewahren wir die Blüten zwischen Seidenpapier auf, denn sie sind sehr empfindlich. Mit diesen Blüten können wir Briefpapier verzieren und lieben Menschen – vielleicht den Großeltern – einen Frühlingsgruß schicken.


Die Küken schlüpfen

Wir gehen zum Bauern, fragen ob es geschlüpfte Küken zum Betrachten gibt und bitten ihn um etwas Heu. Das legen wir in eine Ecke unseres Jahreszeitentisches. Denn hier schlüpfen bald süße Hühnerküken. Am Abend gibt es Rührei. Die Eierschalenhälften geben wir aber nicht auf den Kompost, sondern spülen sie gut aus und lassen sie trocknen.

 Wir können nun gelbe „Märchenwolle“ kaufen und Küken formen oder aus gelber Wolle dicke Knäuel wickeln und sie setzen in unsere Eierschalenhälften. Aus gelbem Filz schneiden wir Flügel und Schnabel und kleben sie am Wollküken fest. Und zum Schluss nehmen wir etwas schwarze Märchenwolle formen ein Kügelchen oder wir nehmen schwarzen Filz und schneiden ein kleines Rund aus und setzen dies  als Augen in unsere Wollknäuel.

4. Woche


Schlüsselblumen

Ende März finden wir die ersten Schlüsselblumen. Mit den Gänseblümchen und dem Wiesenschaumkraut sind sie die ersten blühenden Blumen auf unseren Wiesen. Da die Schlüsselblume unter Naturschutz steht, sollten wir sie nur an ihrem Standort bewundern. Dafür dürfen die Kinder die ersten Gänseblümchen pflücken und in einer kleinen Vase auf den Jahreszeitentisch stellen.


Blumenmärchen

Von den Schlüsselblumen wird in einem alten deutschen Märchen erzählt:

Als es auf der Welt noch Feen gab, besaß die Schlüsselblume Zauberkraft. Wer sie im richtigen Augenblick pflückte, dem brachte sie Glück. Einmal trieb ein Schäfer zum Frühlingsbeginn seine Schafe auf die Weide. Und als sie zu grasen begannen, erblickte er nahe bei einem Felsen ein Büschel blühender Schlüsselblumen. Der Schäfer pflückte die größte und schönste und steckte sie an seinen Hut. Doch nach einer Weile wurde der Hut immer schwerer. Der Schäfer setzte ihn ab und staunte. Denn statt der Schlüsselblume hatte er einen Schlüssel aus purem Gold am Hut.

Als er ihn in die Hand nahm, erschien plötzlich eine wunderschöne Fee. Sie sagte: „Fürchte dich nicht! Dieser Schlüssel wird dir Glück bringen. Lege ihn hier auf den Felsen. Er wird sich auftun, und du wirst alle Schätze der Welt erblicken. Nimm davon soviel, wie du tragen kannst. Aber vergiss darüber das Beste nicht. Der Schäfer rieb sich die Augen. Denn er glaubte zu träumen. Dann aber nahm er den Schlüssel und berührte damit den Felsen. Da tat sich vor ihm eine unterirdische Grotte auf – strahlend und glänzend vor lauter Gold, Silber und Edelsteinen. Der Schäfer nahm, so viel er tragen konnte, und verließ die Grotte. Aber das Beste, den goldenen Schlüssel, vergaß er. Seitdem hat die Schlüsselblume nie wieder die Grotte zu den Schätzen der Erde aufgeschlossen. Und auch die wunderschöne Fee wurde nie mehr gesehen.


Die Hasen hoppeln

Beim Spaziergang über Wiesen und durch Felder können wir gut Hasen beobachten. Denn die freien Flächen bieten den Langohren kaum Möglichkeiten zum Verstecken. Zuhause stellen wir die kleinen Holzhasen vom Bauernhof auf den Jahreszeitentisch.



 

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