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Bauklötze

Ali (21/2) ist hochkonzentriert. Er sitzt im Kindergarten auf dem Boden und legt vorsichtig einen kleinen Bauklotz auf den anderen. Hat der Turm eine bestimmte Höhe erreicht, holt er mit der Hand in hohem Bogen aus und bringt den Turm mit einem lauten Knall zu Fall. Die Bauklötze purzeln in alle Richtungen, Ali bestaunt, was er ausgelöst hat. Begeistert stellt er fest, dass er die Ursache dieser großen Wirkung ist und beginnt gleich noch einmal von vorn.

Was Kinder an Bauklötzen so faszinierend finden...

 

Hoch hinaus

Fini (4) baut zugleich in einer anderen Ecke des Raumes einen Turm aus Bauklötzen, der fast so hoch ist wie sie selbst, und wird dabei von Stein zu Stein mutiger. Immer wackeliger wird die waghalsige Konstruktion, bis sie schließlich mit großem Getöse einstürzt. Fini macht so lange weiter, bis sie ausgelotet hat, ab welcher Höhe ihrer Baukunst Grenzen gesetzt sind.

 

Schöne Muster

Sara (6) legt aus verschieden geformten Bauklötzen einen großen bunten Schmetterling, um den sie, ebenfalls mit Bausteinen, ein fantasievolles Muster legt. Höher, weiter, lauter - das interessiert sie als angehendes Schulkind nicht mehr so sehr, sie schwelgt viel lieber in ihren Farben und Formen.


Bausteine - vielseitig und wirkungsvoll

Bauklötze begleiten Kinder über viele Jahre hinweg. Sie unterstützen sie dabei, allerlei Sinnesfähigkeiten auszubilden: Fantasie, Farb- und Formsinn werden angesprochen, Tastsinn und Raumgefühl beim Bauen benötigt, und ein Gefühl für Gewicht, Reihenfolge, Naturgesetze und die Eigenwirkung entwickelt.

Wiederholen gibt Sicherheit

Über die Freude am Aufeinanderstapeln und zum Einsturz bringen lernen Kinder mühelos viel über ihre eigenen Wirkungsmöglichkeiten. Stolz stellen sie fest: „Das kann ich, und das kann ich immer wieder!“ Vor allem in der Wiederholung liegt ein Teil der Faszination. Jeden Tag aufs Neue probieren Kinder aus, ob heute noch gilt, was gestern war. Immer wieder wird aufeinander gesetzt und eingeworfen, bis sie die Sicherheit erlangt haben, dass – egal, was sie tun - eine Gesetzmäßigkeit bestehen bleibt.

 

Bügeleisen, Auto, Handy

Jana spricht in einen flachen, grünen Bauklotz, es ist ihr „neues Handy“, Leni bügelt mit einem großen, dreieckigen Holzstück das Puppenkleid, Leonard rührt in einem großen Topf „Nudeln“ aus Holzperlen, während Jonas und Lisa viele kleine Bausteine auf einen Lastwagen laden, „alles Süßigkeiten für das große Fest“, erklären sie. Was ein Bauklotz in der Fantasie von Kindern nicht alles sein kann! In der Vorstellungskraft von Jana, Leni und den Jungs werden aus den schlichten Formen nützliche Utensilien. Deshalb sind Spielklötze (wie alle Spielzeuge im Allgemeinen), die ohne Zweck zu sein scheinen oder diesen lediglich andeuten, viel sinnvoller als vorgefertigte Formen mit nur einer Deutungsmöglichkeit. Je unausgefeilter die Form, umso mehr werden die Fantasiekräfte der Kinder angeregt. Und abstraktes Vorstellungsvermögen ist spätestens in der Schule gefragt, wenn Kindern rechnen lernen oder sich auf andere abstrakte Gedankengänge einlassen sollen.

 

„Mein Turm geht bis zum Himmel und noch viiiiieel höher“

Ältere Kinder bauen mit Bauklötzchen Türme, so hoch wie sie selbst sind, je nach Entwicklungsstand. So wie sie selbst in die Höhe wachsen und die Welt samt Himmel erobern möchten, so ungeduldig wollen sie in die Höhe bauen.

 

Raumgreifende Baupläne

Später spielen und bauen ältere Kinder auch gerne raumgreifend. Zunächst bauen sie mit Bauklötzen, Häuser, Schlösser und Burgen, später füllen sie dann mit Parketthölzchen aus dem Baumarkt das ganze Zimmer. Sie haben Baupläne im Kopf und beziehen alles, was im Weg steht, in ihre Konstruktionen ein. Sie umbauen Heizungen, Hocker und andere Möbelstücke zu fantasievollen Gebilden. So entstehen architektonische Meisterwerke.
Umso weniger vorgefertigtes Spielzeug mit vorgegebenen Bauplänen im Kinderzimmer herumliegt, umso besser kann sich die Fantasie der Kinder entwickeln.

Daher empfiehlt es sich, Plastikbausteinchen nicht als fertigen Bausatz für ein Raumschiff, einen Flugzeugträger, einen Piratenschiff oder Ähnliches zu kaufen, denn das bindet die Kinder an die Vorstellung eines anderen. Die wenigsten Kinder bringen den Mut auf, sich von vorgegebenen Bauplänen zu lösen und etwas Eigenes zu schaffen.

Welche Bauklötze eignen sich?
Neben den üblichen bunt lackierten, glatten Bauklötzchen gibt es mittlerweile ein breites Angebot an handgefertigten und von Hand geschliffenen Bauklötzchen in allen Regenbogenfarben. Sie haben keine scharfen Kanten und Ecken, und da sie nicht lackiert sind, rutschen sie beim Bauen nicht so leicht auseinander. Mit feinen Ölen eingerieben sind die farbenfrohen Holzklötzchen nicht nur eine Augenweide, sondern riechen auch noch gut.

 

Die so genannten Waldorfklötzchen, Robinien- oder Astholz-Bauklötze sind durch ihre naturbelassene Beschaffenheit ein schönes Tasterlebnis für kleinere Kinder. Zudem eignen sie sich später sehr gut zum Bauen kleiner Welten.
Außerdem gibt es schöne Baukästen, die zwar eine Idee vorgeben, aber dennoch vielfältige Kompositionen möglich machen.

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