Guck-guck wo bin ich? Vom Glück des Wiederfindens

Wo ist die kleine Maus? Ei, da ist sie ja! Kleinkinder zwischen zwölf und 18 Monaten können von Versteckspielen nicht genug bekommen. Sie sind nun in der Lage zu erkennen: Die Mama ist ganz in meiner Nähe – auch wenn ich sie gerade nicht sehen kann.

Bindung und Loslassen

iStock_000009915867xsBabyBaumstammZuerst schaut Luis, 14 Monate, das große Tuch staunend an. Doch dann beginnt es zu sprechen. Und über das Gesicht des Kleinen zieht ein strahlendes Lächeln. Das ist doch Mamas Stimme! Und als die Mama endlich lachend unter dem Tuch auftaucht, prustet Luis vor Vergnügen. Seine Mimik und Gestik sprechen eine deutliche Sprache: Bitte, Mama, mach’s noch einmal! Und dann werden die Rollen getauscht. Für Luis ist es Spaß pur, wenn er sich hinter dem Tuch oder dem Sofa versteckt und die Mama ihn sucht: „Wo ist denn mein kleiner Schatz? Ja, wo ist er denn?“ Mit jedem neuen Rufen steigert sich die Spannung, bis Luis sich vor Lachen nicht mehr in seinem Versteck halten kann und laut los kräht oder auf die Mama zukrabbelt. Bindung und Loslassen: ein großes Thema in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres. Denn das Kind wird nun immer mobiler. Manche laufen jetzt schon, andere krabbeln in einem rasenden Tempo durch die ganze Wohnung. Doch das Kind vergewissert sich dabei immer, wie weit es sich vorwärts wagen kann. Und es kommt immer wieder zur Mama oder zum Papa zurück – wie einen sicheren Hafen der Geborgenheit.

Einfüllen und ausleeren

Immer besser lernt Luis nun die Funktionen alltäglicher Gegenstände kennen. Er führt den Löffel oder den Becher zum Mund, rollt den Ball und füllt mit Vorliebe alle möglichen Dinge in Dosen, Becher, Schüsseln und Kartons. Einfüllen und Ausleeren gehört nun zu seinem Lieblingsspielen. Wäschekommoden oder Küchenschubladen sind vor ihm nicht mehr sicher. Seine Mama hat vorgesorgt und alle Schubladen und Schränke in seiner Reichweite mit ungefährlichen und unzerbrechlichen Dingen gefüllt. Porzellan, Gläser und Küchenwerkzeuge werden ab sofort in den oberen Schrankstockwerken gelagert.

Bitte-Danke-Spiel

kindhand1703Luis beginnt nun auch, den Gebrauch von Gegenständen nachzuahmen. Wenn die Mama ihn füttert, möchte er einen anderen Löffel haben, den er dann auch zum Mund führt. Ein wenig später versucht er, die Mama, den Papa oder ein Stofftier mit dem Löffel zu füttern. Kinder in dieser Spielphase ahmen ihre erwachsenen Vorbilder in vielem anderen nach. Sie imitieren zum Beispiel die schreibende Mutter, indem sie mit einem Wachskreidestift auf Papier kritzeln. Typisch für das Spielverhalten in diesem Alter ist auch das Bitte-Danke-Spiel. Luis gibt seiner Mama einen Bauklotz und erwartet, dass sie ihm diesen zurückgibt. Das wiederholt er immer und immer wieder. Es ist eine Form des sozialen Spiels wie das Hin- und Herrollen eines Balls – von der Mama zum Kind und umgekehrt. Kinder in diesem Alter haben eine bestimmte Erwartungshaltung bei diesen Spielen, nämlich: Bitte, mach es mir nach! Wenn sein Gegenüber auf das Spiel eingeht, spürt das Kind: Ich kann Mama oder Papa mit meinem Spiel beeinflussen und entscheiden, was wir machen.

 

Schnuffeltuch und Teddybär

Schnuffeltuch, Erstlingspuppe oder ein kleiner Teddybär werden nun wichtig. Das Kind schleppt sein geliebtes Stoffding überallhin mit und kann nicht ohne sein. Eine solche Liebe hat über Jahre Bestand. Was zum Lieblingsbegleiter wird, ist nicht voraussehbar. Oft bleibt das schönste Plüschtier links liegen, während das Kind am liebsten Mamas Halstuch oder eine alte Stoffwindel mit sich herumschleppt. Die Dinge geben Kindern ein wohliges Gefühl der Sicherheit und helfen beim Einschlafen. Ein wichtiger Schritt, der den Kleinen beim Großwerden hilft. Denn sie sind nun nicht ausschließlich auf Mamas oder Papas Nähe angewiesen, etwa wenn sie nachts einmal wach werden. Ein Griff zum Schnuffeltuch oder zum Stofftier, und die Welt ist in Ordnung. Mama und Papa dürfen ruhig im Zimmer nebenan weiterschlummern.

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