Ganz hoch im Kurs: Fantasiespiele

Beobachten und Spielen

Spielszene1Eltern kommen in dieser Spielphase ihres Kindes oft nicht aus dem Staunen heraus. Tag für Tag bringt es neue Anregungen aus dem Kindergarten mit nach Hause. Kinder im vierten Lebensjahr möchten nun mehr über das Leben draußen erfahren. Interessiert  beobachten sie Menschen bei ihrer Arbeit. Und gerne spielen sie zu Hause nach, was sie gesehen und erlebt haben, Busfahrer, Kinderärztin, Verkäufer.

Jeder Spaziergang eine Entdeckungsreise

Luisa, drei Jahre, lädt Körner aus der Vorratskammer auf den Anhänger ihres Traktors. Die kleine Bäuerin schiebt ihn bis zur Küche. Ihre Mama, die Müllersfrau, kauft die Getreidekörner. Luisa schaut zu, wie sie in der Getreidemühle zu Mehl gemahlen werden. Daraus backen die große Müllerin und die kleine Bäuerin ein Brot. Luisa spielt nach, was sie gestern im Kindergarten erlebt hat. Tag für Tag nimmt sie neue Eindrücke auf. Und jeder Spaziergang mit Luisa wird auch für ihre Eltern zu einer Entdeckungsreise. Denn die Kleine bleibt überall stehen, beobachtet, stellt Fragen. Und anschließend verarbeitet sie die vielen Eindrücke im Spiel.

Ein besseres Zeitgefühl

WaschkorbautoAuch in ihrer motorischen Entwicklung hat Luisa Fortschritte gemacht. Sie läuft sicher und fällt kaum noch hin. Im Klettern, Hüpfen und Springen ist sie schon sehr geschickt. Und auf ihrem Roller saust sie los wie ein Wirbelwind. Luisa nimmt ihre Umgebung nun schon fast wie Erwachsene wahr – mit einem Unterschied: Für Kinder in ihrem Alter sind Dinge wichtig, an denen Große oft achtlos vorbeigehen. Sie machen Mama und Papa auf Details aufmerksam, die ihnen ansonsten nicht aufgefallen wären. Im vierten Lebensjahr entwickeln Kinder ein immer besseres Zeitgefühl. Sie können zwischen gestern, heute und morgen unterscheiden. Haben sie bisher in der Gegenwart gelebt, bekommen nun Vergangenheit und Zukunft Bedeutung. Ein dicker Abreißkalender hilft ihnen, sich einen Zeitraum besser vorstellen zu können, etwa wann die Oma zu Besuch kommt, oder - mit Hilfe des Adventskalenders - wann Weihnachten ist. Doch man sollte es hiermit nicht übertreiben, das Schöne am Kindsein ist doch, dass Kinder in der Gegenwart leben können und wenn sie spielen keinerlei Zeitgefühl haben. Zeitdruck und Zeitmangel, die zwei Krankheiten unserer Zeit schleichen sich noch schnell in das Leben unserer Kinder.

Höhlen, Sandkastenlandschaften und Kleine Welten

Luisas Wutanfälle, mit denen sie noch im dritten Lebensjahr zu kämpfen hatte, werden nun immer seltener. Die Kleine ist zu Kompromissen bereit und kann auf die Erfüllung eines Wunsches auch mal etwas länger warten. Sie möchte nun auch öfter mit Gleichaltrigen spielen und ist ständig auf der Suche nach Spielkameraden, etwa auf dem Spielplatz. Gern lädt sie auch mal eine Freundin oder einen Freund aus dem Kindergarten zu sich nach Hause ein. Die Kinder bauen sich dann ihre Fantasiewelt zusammen. Das Bett wird zur Höhle, der Garten oder Sandkasten wird zur Spiellandschaft, im Zimmer entstehen Kleine Welten aus Holzfiguren und Holzelementen sowie Tüchern und anderem schmückenden Beiwerk wie Tannenzapfen, Kastanien, Rindenstückchen etc. Gern fordert Luisa ihre Eltern als Mitspieler auf. Und die übernehmen dann auch die Holzfigur oder Rolle, die ihr Kind für sie ausgesucht hat. Kinder können von solchen Fantasiespielen mit Mama und Papa nicht genug bekommen.

Erstes Zählen und Ordnen

Auch zwischen viel und wenig können Kinder nun unterscheiden. Viele zählen in diesem Alter auch schon bis fünf. Wie bei allem möchte Luisa ihre neue Fähigkeit nun auch ausprobieren – immer und immer wieder. Gezählt wird alles Mögliche – die Löffel auf dem Tisch, die Blumentöpfe auf der Fensterbank, die Püppchen im Puppenhaus usw. Wichtig: Kinder spüren sofort, wenn Mama oder Papa vom Leistungsgedanken getrieben sind und verlieren dann schnell die Lust. Zählen sollte das Kind immer aus freien Stücken – und nicht, weil die Eltern es dazu aufgefordert haben. Auch das Ordnen von Formen und Farben oder von passenden Gegenständen gehört nun zu den Lieblingsbeschäftigungen der Drei- bis Vierjährigen. Auch dies kann spielerisch im Alltag eingesetzt werden, etwa beim Sortieren von Löffeln und Gabeln in der Besteckschublade, beim Aufräumen des Kinderzimmers: Bauklötze kommen in die Kiste, Holztiere in die andere.

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