Reizüberflutung - Wie Eltern sie vermeiden können

Wie Eltern sie vermeiden können

 

Zuviel Lärm im Kindergarten und in der Schule, übertriebener Medienkonsum und zu viele Freizeitaktivitäten bereiten Kindern Stress. Eine solche Reizüberflutung wirkt sich negativ auf ihre Entwicklung aus. Wie Eltern gegensteuern können.

Kein guter Start für Mona

Immer mehr Mädchen und Jungen sind heutzutage zappelig und unkonzentriert, aufgedreht und übermüdet. Kinderärzte warnen vor den Folgen dauernder Stressbelastung. Meistens handelt es sich um akustische und optische Reize, von denen Kindern regelrecht überflutet werden. Ein Beispiel: Morgens beim Frühstück läuft das Radio. Denn Mama und Papa möchten auf die neuesten Nachrichten nicht verzichten. Die Stimme des Nachrichtensprechers vermischt sich mit dem Telefongespräch der Mutter, dem Rasierapparat des Vaters und der Quengelei des kleinen Bruders, der sich partout nicht anziehen lassen möchte. Als die siebenjährige Mona endlich angeschnallt im Auto sitzt, dreht ihre Mama wieder das Radio auf. Dazu quietschende Bremsen, Hupen und das Geräusch vieler aufheulender Motoren an der Ampelkreuzung. Auf dem Schulhof ein Lärmpegel, der dem eines Düsenjägers gleichkommt. Kein Wunder, dass Mona und viele andere Kinder in der Klasse sich nicht auf ihre Rechenaufgabe konzentrieren können.

Stress macht Kinder krank

Auf dem Nachhauseweg gehen Mona und ihre Mama zwar zu Fuß, machen aber einen Schlenker zum nahe gelegenen Supermarkt. Zur akustischen Reizüberflutung durch Dauerberieselung von Musik und Werbespots kommen viele optische Reize hinzu: grelles Licht, knallig bunte Werbeplakate und dazu noch der Zeichentrickfilm via Bildschirm, der ungeduldigen Kindern an der Kasse das Warten versüßen soll. All dies verursacht schon bei kleinen Kindern Stress. Und dieser ist, wie man längst weiß, für viele Krankheitsbilder verantwortlich, unter denen Kinder heute zunehmend leiden: Bauchschmerzen, Kopfweh, Infektanfälligkeit, Unruhe, Schlafstörungen.

Reizueberflutung iStockPeterBooth 000007034805XSmallkleinStress-Abnahme durch Medien-Diät

Was können Eltern tun, um mehr Ruhe in den Alltag zu bringen? Wichtig ist vor allem ein stabiler Tagesrhythmus mit möglichst verlässlichen Strukturen. Dazu gehören feste Zeiten fürs Essen, Spielen und Schlafen. Kinder brauchen vor allem auch viel Bewegung im Freien. Legen Sie regelmäßige Wege – etwa zum Kindergarten oder zum Einkaufen – mit Ihrem Kind zu Fuß zurück. Setzen Sie Ihre Familie auf Medien-Diät. Denn Fernseher und Computer tragen maßgeblich zur Reizüberflutung bei. Viel mehr Spaß macht es, gemeinsam mit Kindern zu erzählen, zu lesen, zu spielen und die Natur zu entdecken. Gehen Sie kritisch um mit neuen, angeblich pädagogisch wertvollen Spielmaterialien. Hersteller von Spiele-Konsolen werben mit einer Software, die Kindergartenkinder fit für die Schule machen soll.

Spielen mit allen Sinnen

Kinder brauchen aber keine digitalen Welten, sondern Materialien, die ihre Sinne anregen, die sie hören und sehen, anfassen, riechen und schmecken können. Aber Vorsicht. Auch hier ist weniger mehr. Eltern sollten ihren Kindern deshalb kein ausgeklügeltes Spiel- und Entdeckungsprogramm anbieten, sondern sie in Ruhe und mit viel Geduld eigene Erfahrungen machen lassen. Beim Sammeln von Zapfen und Steinen etwa kommt das Kind auf eigene Ideen: Es legt damit Muster und Wege, malt den Steinen Gesichter auf und spielt Familie. Mit Zapfen, Zweigen und Gräsern baut es Häuschen für seine Steinleute. Schön, wenn Mama und Papa dabei sind, ihr Kind für seine super Ideen losen und es weiter ermutigen und anregen.

Hier finden Sie Interviews zu den Thema Kinder und Medien:

Uwe Buermann - Kinder und Computer

Herbert Himmelstoß - Medien uind Sucht

Rainer Patzlaff - Wie werden Kinder medienkompetent

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