Mädchen - Was sie heute brauchen und was sie stark macht

Stark und selbstbewusst wie Pippi Langstrumpf sollen Mädchen heute sein. Dies wünschen sich jedenfalls die meisten Mädchen-Eltern. Aber sie gleich zu erziehen wie Jungs wäre fatal. Denn auch im 21. Jahrhundert gibt es immer noch einige wesentliche Unterschiede zwischen kleinen Mädchen und Jungen...

Der Mann kämpft, die Frau kocht

Luis, sieben Jahre, und seine Schwester Lena, fünf Jahre, spielen Ritter. Der Junge sucht im Garten nach einem Stock. Das ist sein Schwert. Lena holt einen Holzlöffel aus der Küche. Die Mutter beobachtet die beiden und folgert mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Rollenverteilung aus dem Mittelalter ist wohl auch heute noch aktuell. Der Mann zieht in den Kampf, die Frau schwingt den Kochlöffel. Doch es kommt ganz anders. Ihre beiden Ritter liefern sich mit Stock und Holzlöffel einen fairen Kampf. Die Mutter ist zufrieden und hofft, dass Lena sich auch später nicht von Männern den Schneid abkaufen lässt.

Mädchen lernen früher lesen

Doch auch wenn Mädchen und Jungen gleich erzogen werden, verhalten sie sich unterschiedlich. Forscher haben herausgefunden, dass Jungen im Gegensatz zu Mädchen  verstärkt die linke Hirnhälfte benutzen, die für mathematische Fähigkeiten und räumliches Denken zuständig ist. Kein Wunder, dass kleine Männer hier oft eindeutig die Nase vorn haben. Mädchen hingegen sind ihnen meistens in ihren sprachlichen Fähigkeiten voraus, und sie lernen früher lesen. Fest steht auch, dass die meisten Jungen aktiver sind, mehr toben und raufen als Mädchen. Sie setzen stärker ihren Körper ein, während Mädchen geschickter im Reden und Verhandeln sind.

Ein wenig Steinzeit in unseren Genen

Zwei Wissenschaftlerinnen der A&M-Universität Texas/USA und der Universität London haben mit einem Experiment an Grünen Meerkatzen, einer Affenart, für Aufsehen gesorgt. Sie legten den Äffchen Spielzeug hin. Die männlichen Tiere beschäftigten sich am liebsten mit Autos und Bällen, die weiblichen mit Puppen und Kochtöpfen. Die Forscherinnen vermuten, dass es an den Genen liegt und mit den seit Jahrtausenden verankerten traditionellen Aufgaben von Mann und Frau zusammenhängt. Wenn Jungen – im Experiment die männlichen Affen – mit Dingen spielen, die sich bewegen lassen, fördert dies ihre räumliche Wahrnehmung. Und die brauchen sie bei der Jagd. Das Affenweibchen hingegen hegt und pflegt den Nachwuchs und sucht sich nach diesen Interessen das Spielzeug aus. Ein wenig Steinzeit tragen wir deshalb wohl alle noch in unseren Genen mit uns herum.

Auf die Rollenverteilung zu Hause achten

Dies darf natürlich kein Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die am liebsten an der alten Rollenverteilung festhalten würden. Mädchen und Jungen sollten ihre Individualität selbstbewusst leben und sich gleichberechtigt fühlen dürfen. Ob sie dies schaffen, liegt vor allem an der Rollenverteilung zu Hause, aber auch am Verhalten der Eltern. Wissenschaftler haben nämlich auch festgestellt: Mit kleinen Mädchen wird mehr gesprochen und gekuschelt. Jungen hingegen werden mehr Freiräume zum Herumtoben und Entdecken ihrer Umgebung zugestanden. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen.

Vorbilder erfolgreicher Frauen

Ideal ist es, wenn Kinder zu Hause ein vielseitiges Rollenvorbild erleben, also die Mama, die auch mal das Fahrrad repariert oder ein Loch in die Wand bohrt. Und den Papa, der kocht, die Waschmaschine bedient und auch mal Kinderwäsche bügelt. Mädchen und Jungen brauchen Väter, die mit ihnen herumtoben, aber auch vorlesen, mit Puppen spielen und mit ihnen Plätzchen backen. Was Mädchen und Jungen gleichermaßen gut tut: wenn sie weinen dürfen und getröstet werden; wenn Eltern ihnen etwas zutrauen und sie zu selbständigem Handeln motivieren; wenn sie erleben, wie man Konflikte löst ohne laut zu werden. Wichtig vor allem für Mädchen sind auch Vorbilder erfolgreicher Frauen außerhalb der Familie. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Kleinen vieles selber ausprobieren und so ihre eigenen Vorlieben und Stärken entdecken können.

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