Fröhlichkeit - Wie sie im Alltag mit Kindern gelebt werden kann

Gemeinsam von Herzen fröhlich sein können, sich über ein Missgeschick kringelig lachen, die kleinen unbedeutenden Dinge des Alltags nicht so ernst nehmen: Familien, die so leben, haben das große Los gezogen. Denn ihre fröhliche Grundstimmung kann so leicht nichts erschüttern.

Die kleine Eva sitzt missmutig am Frühstückstisch. Warum ist ihr Lieblingsmüsli alle? Als Mama dann auch noch statt der geliebten Butterhörnchen Vollkornsemmeln in den Brotkorb legt, ist es mit Evas Fassung vorbei. Sie nörgelt und nölt herum. Ihre Mama geht nicht darauf ein, sondern fragt nur: „Ach, du bist wohl heute mit dem Füßchen Tunichtgut aufgestanden.“ Die Vierjährige wird neugierig und betrachtet ihre Füße: Welcher heißt denn nun Tunichtgut? Ihre Mama tippt auf Evas linken Fuß und erklärt: „Das ist das Füßchen Tunichtgut. Es hat nämlich schon den unsichtbaren Schlechte-Laune-Strumpf angezogen. Der Gute-Laune-Strumpf heißt Übermut und liegt wahrscheinlich noch in deinem Bett. Komm, wir schauen nach!“ Als Eva ins Bett krabbelt und die Mama eine Kissenschlacht anfängt, lacht und jauchzt sie laut. Keine Spur mehr von Nörgeln und schlechter Laune. „Siehst du!“, lacht die Mama. „nun hast du Übermut, den Gute-Laune-Strumpf, an. Und nun können wir weiter frühstücken.“ Eva lässt sich die Vollkornsemmel schmecken. Und die Nörgelei übers Müsli ist vergessen.

Wutmännchen und Glücksengel

Nörgelnde Kinder wären eigentlich viel lieber fröhlich. Denn das ist lustiger. Aber manchmal behalten ganz einfach das Wutmännchen oder der Schlechte-Laune-Zwerg die Oberhand. Zum Glück gibt es einfallsreiche Eltern, denen es gelingt, kleine Miesepeter im Handumdrehen umzustimmen. Evas Mama hat es zum Beispiel darin zur wahren Meisterschaft gebracht. Sie hat noch weitere Tricks auf Lager, etwa das Wutmännchen, das Eva kneten darf, wenn sie mal richtig zornig ist. Es wird dann aufs Regal gestellt. Und wenn mehr als drei Wutmännchen dort stehen, holt die Gute-Laune-Fee sie ab und knetet über Nacht Glücksengel aus ihnen. Solche Tricks bringen Kinder erst mal zum Nachdenken. Und sie regen ihre Fantasie und Kreativität an. Die schlechte Laune verschwindet dann oft ganz von selbst.

Lachen hilft durch Krisen hindurch

Fest steht: In einer Familie, in der viel gelacht wird, werden kleine Krisen besser gemeistert. Ist die Atmosphäre von Freundlichkeit und Fröhlichkeit bestimmt, ist das wie Kraftnahrung für die Seele des Kindes. Ganz wichtig: Ein Kind sollte nie ausgelacht werden. Denn Auslachen stellt einen anderen Menschen bloß und verletzt ihn. Das Kind sollte vielmehr erfahren haben und wissen: „Wenn es mir wirklich mal schlecht geht oder ich furchtbar wütend bin, lachen Mama und Papa nicht. Sie zeigen mir vielmehr, dass sie besorgt sind und mir helfen wollen.“ Wenn Eltern eine fröhliche Grundstimmung haben und sich bemühen, fast alles positiv zu sehen, wenn sie viel lachen und Spaß mit ihrem Kind haben, lernt es dabei: „Auch wenn es mal Schwierigkeiten gibt, geht nicht gleich die Welt unter. Meine Eltern helfen mir, meine Probleme zu lösen. Ihre Fröhlichkeit ist so ansteckend, dass mein Kummer plötzlich nur noch halb so groß ist. Und wenn mir mal ein Missgeschick passiert, werde ich nicht ausgeschimpft. Meine Mama oder mein Papa sagen: „Alles halb so schlimm. Das hätte mir auch passieren können.“

FroehlickeitLachen ist liebevolles Miteinander

Lachen hat viel mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu tun. Es erfordert zuweilen Anstrengung, sich in ein Kind hineinzuversetzen und festzustellen, was es in welcher Situation fröhlich stimmen könnte. Dies setzt genaues Beobachten vonseiten der Eltern voraus. Es sind oft Kleinigkeiten, die den Alltag liebenswert machen, etwa die lustigen Faxen vor dem Badezimmerspiegel beim gemeinsamen Zähneputzen, das Kuscheln und Kitzeln unter der Bettdecke, die Stelle in der Gutenachtgeschichte, bei der Eltern und Kind immer losprusten, das lustige Brotgesicht auf dem Frühstücksteller. Wichtig: Eine fröhliche Grundstimmung hinterlässt ihre Spuren bei Kleinen und Großen – auch bei denen, die zu Besuch kommen. Sie wirkt wie ein Zaubernebel, der sich über alles breitet und der miese Stimmung in Luft auflöst. Ein letztes Plädoyer fürs Lachen: Es ist eine liebevolle Art des Miteinander-Umgehens, bei dem alle spüren: „Ich gehöre in diese Familie. Hier kann ich mich geborgen fühlen. Und ich weiß, dass mich alle lieb haben.“ Können wir Kindern ein besseres Rüstzeug mit auf den Weg ins Leben geben?

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