Durchsetzungsfähigkeit - Wie Kinder lernen, ihre eigenen Interessen zu vertreten

Wie Kinder lernen, ihre eigenen Interessen zu vertreten

Felix, Emily und Lars spielen im Sandkasten Baustelle. Eifrig schieben Sie Lastkipper und Bagger hin und her, schleppen Steine heran, schichten den Sand zu einer Burg auf. Da ruft die Erzieherin zum Frühstück. „Wir bauen gleich weiter!“, sagt Felix. Die anderen sind einverstanden. Als Felix fertig ist, läuft er wieder zum Sandkasten. Doch Emily und Lars haben den Sandberg schon klein getrampelt. „Wir wollten doch Baustelle spielen“, sagt Felix. „Nö, wir backen jetzt Kuchen!“ meinen Emily und Lars. Felix zieht beleidigt ab. Solche Szenen sind im Kinderalltag typisch. Es gibt Mädchen und Jungen, die ihre eigenen Interessen selten durchsetzen.

Mit Ratschlägen wie „Du musst ihnen zeigen, wer der Stärkere ist!“ oder gar Vorwürfen wie „Du lernst auch nie dich durchzusetzen!“ ist ihnen nicht gedient. Im Gegenteil: Sie sind dann noch mal mehr davon überzeugt, dass sie sowieso wieder alles falsch gemacht haben. Durchsetzungsfähigkeit hat nichts mit Rücksichtslosigkeit oder Ellenbogen zu tun, sondern mit Selbstvertrauen und innerer Stärke. Eltern können ihren Kindern helfen, die eigenen Interessen anderen gegenüber besser zu vertreten. Wie dies gelingen kann:

Ich-Botschaften

Ihr Kind sollte lernen, Ich-Botschaften zu formulieren: „Ich möchte lieber Käse als Wurst essen.“ Oder: „Ich möchte heute kein Bild malen.“ Felix könnte Emily und Lars mitteilen: „Ich möchte weiter Baustelle spielen. Das haben wir vor dem Frühstück vereinbart. “

Kompromisse schließen

Natürlich muss ein Kind auch damit rechnen, dass es auf Widerstände stoßen kann und andere nicht auf seinen Wunsch eingehen möchten. Da können Kompromisse helfen, etwa: „Das Bild male ich morgen. Heute möchte ich mein Haus fertig bauen.“ Oder: „Wir bauen zuerst unsere Burg. Und dann backen wir zusammen Kuchen für die Ritter.“

MaedchenlugthervorWünsche klar äußern

Regen Sie Ihr Kind an, möglichst oft eigene Wünsche in der Ich-Form mitzuteilen. Fragen Sie zum Beispiel: „Was möchtest du zum Abendbrot?“ Oder: „Welches T-Shirt möchtest du anziehen?“ Achten Sie darauf, dass Ihr Kind mit einem vollständigen Satz antwortet: „Ich möchte einen Pfannkuchen zum Abendbrot.“ Oder: „Ich ziehe heute mein grünes T-Shirt an.“

Das Einmaleins der Kommunikation

Der Ton macht die Musik. Das sollten schon Kinder lernen. Bringen Sie Ihrem Kind deshalb die wichtigsten Höflichkeitsregeln bei:

  • Wenn ich herumzetere und schimpfe, nimmt mich der andere nicht ernst.
  • Es ist kein Zeichen von Stärke, wenn ich beleidigt bin und mich schmollend zurückziehe.
  • Ich bin bereit, mir die Argumente des anderen anzuhören und ihn ausreden zu lassen.
  • Wenn es für mich in Ordnung ist, schlage ich einen Kompromiss vor.
  • Wenn ich allerdings meine Interessen durchsetzen möchte, wiederhole ich meinen Wunsch – höflich, aber bestimmt. Und ich erkläre dem anderen, warum dies für mich so wichtig ist.

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