Ausdauer - Wie Kinder lernen, bei Schwierigkeiten nicht gleich aufzugeben

Die vierjährige Mareike sitzt am Küchentisch und schabt Möhren. Zuerst hantiert sie noch etwas unbeholfen mit dem Sparschäler herum. Doch dann klappt es immer besser. Die Mutter lässt der Kleinen Zeit, ihr Werk zu vollenden. Mareike darf anschließend noch die Möhren klein schneiden, in einen Topf mit Wasser geben und die Herdplatte einschalten. Bei Tisch erzählt sie ihrem Papa stolz: „Die Möhren habe ich gekocht.“ Der Vater lobt seine kleine Tochter: „Deshalb schmecken sie heute auch besonders gut.“ Ein anderes Beispiel: Lars, drei Jahre, müht sich mit dem Bau eines Turms ab. Immer wieder stürzt er ein. Irgendwann schiebt Lars die Bauklötze vom Teppich aufs Parkett. Nun klappt es mit dem Turm gleich beim ersten Versuch. Lars lernt dabei: Wenn er auf einer glatten Fläche baut, kippt so schnell nichts um. Zwischendurch hätte der Vater seinem Jungen am liebsten ein paar hilfreiche Tipps gegeben. Aber dann hat er sich zum Glück doch zurückgehalten. Kinder wie Mareike und Lars möchten nämlich selber Erfahrungen machen. Und sie sind bereit, sich dabei anzustrengen – auch wenn es nicht immer auf Anhieb klappt. Manchmal muss der Erfolg eben etwas härter erkämpft werden. Doch dann ist das Glücksgefühl unbeschreiblich. Gibt es ein besseres Erfolgsrezept für Ausdauer?

An Herausforderungen wachsen

Die Bemühungen um Ausdauer und Durchhaltevermögen werden im Alltagsleben leider oft im Keim erstickt. Eltern fahren ihre Mädchen und Jungen zum Kindergarten, zur Schule und am Nachmittag zu allen möglichen Kursen. Die Herausforderung, bei Wind und Wetter unterwegs zu sein und ein Ziel erschöpft, aber glücklich zu erreichen, wird Kindern leider allzu oft vorenthalten. Dabei lähmt Schonung die natürliche Neugier und die Begeisterungsfähigkeit des Kindes und damit auch seine Leistungsbereitschaft. Kinder sollten deshalb von klein auf möglichst vieles selbst tun dürfen. Sie lernen dabei, sich Herausforderungen zu stellen, an ihnen zu wachsen und sich selber einzuschätzen. Eltern sollten sich nur einmischen, wenn ihr Kind lustlos herumhängt. Vielleicht braucht es nur einen kleinen Impuls, zum Beispiel: „Ich habe auch lange gebraucht, bis ich einen Apfel schälen konnte. Bis mir meine Mama einen Trick verriet. Sie sagte: Du musst den Apfel zuerst in vier Teile schneiden. Dann lässt er sich viel besser schälen.“ Kleine Forscher sind bereit, sich in eine Sache hinein zu knien, wenn sie sich wirklich dafür interessieren. Eltern sollten jedoch vermeiden, ihren Kindern eigene Vorlieben und Wünsche schmackhaft zu machen. Diese durchschauen das nämlich sehr bald. Wichtig für Eltern ist allein das Suchen nach Antworten auf die folgende Frage: „Welche Bedingungen müssen wir schaffen, damit unser Kind Tätigkeiten findet, für die es sich wirklich interessiert und die es dann auch mit Freude aufgreift?“

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