Kinder lernen mit allen Sinnen

Ein Beitrag von Rita Steininger

Wahrnehmung mit allen Sinnen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich Kinder körperlich, geistig und emotional gesund entwickeln. In den ganz normalen Alltag mit Kindern lassen sich vielseitige Anregungen einfügen, die alle Sinne anregen und kleinen wie größeren Kindern Spaß machen.

Komm wir wollen spielen!

"Ri-ra-rutsch, wir fahren mit der Kutsch'…" Auf einer Decke am Boden liegt bäuchlings die kleine Veronika und lässt sich von ihrer Mama kreuz und quer durchs Wohnzimmer ziehen. Sie schlenkert ausgelassen mit den Beinen und jauchzt vor Vergnügen. Kein Mensch würde bei dieser freundlichen Szene auf die Idee kommen, dass hier gerade eine private „Förderstunde“ abläuft. Doch im Spiel macht das Kind Spür- und Raum-Erfahrungen, die seine Wahrnehmung anregen.

Wertvolle Sinnes-Erfahrungen

Wahrnehmung mit allen Sinnen bedeutet: Hören – sehen – riechen – schmecken – tasten – den eigenen Körper spüren – sich bewegen.

All diese Fähigkeiten sind schon beim Neugeborenen angelegt, müssen sich aber in den ersten Lebensjahren weiter ausbilden. Das Gehirn muss lernen, verschiedenste Sinneseindrücke immer besser zu einem „sinnvollen“ Ganzen zu verknüpfen, damit sich Körpergeschick und Denkvermögen beim Kind optimal entwickeln und es sich rundum wohl fühlt.

Was hat das Kind bloß?

Wie wichtig eine gesunde Wahrnehmung ist, sieht man an Kindern, deren Wahrnehmung gestört ist. Da fragen sich die betroffenen Eltern oft ratlos: Warum gebärdet sich mein Kind so launisch und widerspenstig? Warum stellt es sich in praktischen Dingen so tollpatschig an? Warum tritt es so unsicher und ängstlich auf? Wahrnehmungsstörungen können sich sehr unterschiedlich äußern, fast immer aber gehen sie mit Verhaltensauffälligkeiten einher.

Kleine Hände, große Hilfe

Eltern tun also gut daran, die gesunde Entwicklung ihres Kindes frühzeitig so gut es geht zu unterstützen. Der Alltag bietet genügend Möglichkeiten, zum Beispiel mit kleinen Tätigkeiten im Haushalt. Den Tisch decken, den Teig anrühren, Socken sortieren, das sind Aufgaben, bei denen schon die ganz Kleinen mithelfen können und die ihnen das schöne Gefühl vermitteln, etwas Wertvolles zu leisten. Und ganz nebenbei werden Wahrnehmung und Geschicklichkeit in vielfältiger Weise trainiert.

Fördern mit Spaßfaktor

Besonders viel Spaß macht Wahrnehmungsförderung mit kreativen Spielen, die viele Sinnesreize bieten. Bilderrätsel und Pantomime, Flüsterpost und Geräusche-Memory schärfen Augen und Ohren. Lustige Schnüffel- und Schmeckspiele trainieren Nase und Zunge. Auch Körperwahrnehmung und Motorik wollen geübt sein: Auf dem Balanceparcours testet das Kind seine Geschicklichkeit, auf dem Tastpfad erprobt es seinen Spürsinn, beim Schaukeln in der Hängematte werden seine Gleichgewichtssinne angeregt. Nicht zu vergessen, die bekannten alten Kinderspiele: Abzählverse und Klatschspiele regen die Sprache und das Rhythmusgefühl an. Kästchenhüpfen, Hürdenrennen und Schleuderball fördern die Koordination und das soziale Miteinander.

Rita Steiniger ist Sachbuch-Lektorin, Journalistin und Autorin. Ihr Buch „Kinder lernen mit allen Sinnen – Wahrnehmung im Alltag fördern“ ist im Klett-Cotta Verlag erschienen. Dieser Artikel erschien erstmals in der Zeitschrift "Hits für Kids", die man in Buchhandlungen kostenlos erhält.

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