Vortrag der Spiel und Zukunft-Redakteurin Sibylle Engstrom im Branchenforum der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg am 9. Februar 2008
Sehr geehrte Anwesende,
ich möchte mich heute als Redakteurin des Eltern-Online-Portals www.spielundzukunft.de zu dem Thema „Spielend lernen“ zu Wort melden.
Zunächst zwei Stimmen aus der Wirtschaft zum Thema Spielen und Lernen:
Es ist interessant, dass ausgerechnet aus der Wirtschaft und Forschung immer deutlicher Stimmen laut werden zu unserem Thema „Spielen und Lernen“ - Stimmen, die benennen, an was es unserem Bildungssystem und infolgedessen unserem Nachwuchs, fehlt:
Prof. Heinz Trasch, der Vorstandsvorsitzende der renommierten Steinbeis-Stiftung hat beispielsweise in einem Festvortrag vor wenigen Wochen angemahnt, dass die deutsche Wirtschaft zwar in den Bereichen Wissen und Umsetzung in Produktionsabläufe die Nase nach wie vor ganz vorne hat, dass es jedoch in den beiden Bereichen dazwischen, wo es um neue Visionen und um kreative Ideen geht, die zu Innovationen führen, ganz schlecht steht. Er sagte: „Wir brauchen Menschen, die ihre Neugier nicht verloren haben, die wirklich kreativ sind, die eigenständig/die quer denken können, die spielen können“, wenn wir künftig auf dem globalen Markt Wettbewerbsfähig bleiben wollen. Er regte an, dass das freie, nicht Zielorientierte Gedanken-Spinnen-Dürfen, das Spielen eigentlich in jedem Betrieb, der innovativ sein möchte, Platz eingeräumt werden müsse. Und beginnen müsse es damit, dass Kinder wieder spielten, dass Eltern mit ihnen basteln, dass sie mit ihnen in den Wald gehen und ihre Neugier wecken, statt sie langsam abzustumpfen.