Brücken: Was Kinder an ihnen entdecken können

Sich mit Brückenbau auseinanderzusetzen und selbst Brücken zu konstruieren, ob als Modell oder beim tatsächlichen Bau an Bächen oder im Wald, ist für Kinder ein wichtiges und wertvolles Erlebnis, denn sie können mit verschiedenen Materialien ausprobieren, ob das, was sie sich in ihrer Fantasie vorstellen, auch wirklich umgesetzt werden kann und trägt. Auf das Leben übertragen ist dies eine wichtige Erfahrung, die Stärke und Selbstbewusstsein gibt, wenn es klappt, und Realismus und Nachdenken erfordert, wenn sie einstürzt und beim zweiten Mal klappen soll.

 

Brücken erkunden und bauen

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Brücken bauen –  eine Herausforderung für den Menschen

altWasser zu überqueren ist seit jeher eine große Herausforderung für den Menschen und wurde in jeder Kultur anders gelöst: Während die Römer vor 2000 Jahren Bogenbrücken nutzten, erfanden die Ureinwohner Südamerika die über tiefen Schluchten hängenden Inkabrücken über deren Kunstfertigkeit die ersten Europäer nur staunen konnten.

Die frühesten Ansiedlungen von Menschen sind am Bächen und Flüssen gelegen, denn die Dörfer und Städte mit ihren Menschen, brauchten das Wasser zum Leben. Doch wer am Wasser lebt, braucht auch die Möglichkeit ans andere Ufer zu gelangen.

Brückenbau war und ist seit jeher sehr mühsam. Viele Brückenbauten waren wackelig oder konnten Wasser und Wind nicht trotzen. Sie stürzten ein, mussten neu aufgebaut werden, wurden wieder zerstört und wieder aufgebaut. Mit jedem Brückenbau wuchs die Erfahrung im Umgang mit den ungeheuren Kräften, die ein Brückenbauer beachten muss. Wenn Kinder Brücken bauen, können sie all diese Erfahrungen erleben.

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Bogenbrücke

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Die Geschichte der Bogenbrücke

Schon seit mehr als 2000 Jahren benutzt man Bogenbrücken. Anfangs hatten sie die Form eines Halbkreises, später waren es auch Katenoid-Brücken mit der Form einer durchhängenden Kette, die man sich umgekehrt vorstellen muss und die den optimalen Bogen einer Brücke darstellt ...

13Brücke Bogen2 kleinBau einer Bogenbrücke aus Ton

Material:

lufttrocknende Modelliermasse oder Ton, altes Küchenmesser mit glatter Klinge, altes Brett, Zeitungen als Unterlage, leeres, gut schließendes Marmeladenglas, eventuell Wasser zum Befeuchten

Der lufttrocknende Ton ist Grundstoff für die Bogenbrücke. Pro Brücke braucht man etwa 120 Gramm. Den übrig gebliebenen Ton verpackt man sofort luftdicht, am besten in ein gut schließendes, leeres Marmeladenglas.

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Fachwerkbrücke

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Die Geschichte der Fachwerkbrücke

altIm Mittelalter nutzten Brückenbauer die Fachwerk- Erfahrungen der Zimmerer, um stabile Brückenkonstruktionen, oft sogar mit Überdachung, zu bauen. Seit etwa 230 Jahren wird Gusseisen für den Brückenbau verwendet. 1779 wurde die „Ironbridge“, die erste Gusseisen-Fachwerkbrücke in England eröffnet. Für die Menschen der damaligen Zeit entstanden nun Schwindel erregende Brücken, die stabil genug waren, um auch Eisenbahnen passieren zu lassen. Man kombinierte das Fachwerk mit Bögen, Fischbauch oder Hängekonstruktionen. Vor etwa 140 Jahren wurden in Europa und Amerika in recht kurzer Zeit tausende Kilometer Eisenbahngleise gebaut. Die schweren Dampflokomotiven schafften nur wenig Steigung, so dass die Gleise in Gebirgen über viele Brücken führten. Vor allem in Amerika wurden die Brücken Zeit und Geld sparend aus Holz gebaut und fielen oft zusammen, obwohl die Lokomotive über manche Brücken einzeln fuhr und die Waggons von Hand hinterher geschoben wurden. Mit einem neuen Werkstoff, dem Gusseisen, konnte man extrem stabile Fachwerk-Brücken bauen, die auch Eisenbahnen aushielten.

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Dreibalkenbrücke

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altLeonardo da Vinci hatte vom vom italienischen König den Auftrag, eine truppentaugliche und bewegliche Brücke zu bauen. Seine ersteIdee dazu hatte erwomöglichbeim Abendesse, denn auch mitMessern und Gläsernkann mandie Dreibrettbrücke ausprobieren.

Material:

drei Holzbrettchen oder lange Bleistifte, Lineale oder ähnliches, dicke Bücher oder Gläser als Fundamente

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Leonardobrücke

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altDie Geschichte der Leonardo-Brücke

Leonardo da Vinci soll diese Form der Brücke entwickelt haben , er galt schon vor 500 Jahren als genialer Erfinder. Fürs Militär hat er eine Brücke entwickelt, die aus lauter gleichen Brettern besteht. Sie ist schnell aufgebaut und sollte vor allem Soldaten beim raschen Überqueren von Flüssen helfen, ohne dass Proviant oder Kanonen nass wurden. Es gibt viele verschiedene Formen der Leonardo-Brücke, allen gemeinsam ist, dass die Bretter so geschickt ineinander verkeilt sind, dass die Brücke erstaunlicherweise ohne Schrauben oder Seile hält.

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