Sommerliche Bastelideen

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Auch der Sommer kann dazu einladen, sich an kleine Bastelarbeiten zu machen, auch wenn es uns in dieser Jahreszeit hinauszieht ins Freie. Ob im eigenen Garten, im Urlaub oder auf Ausflügen, es finden sich in der Natur viele Dinge, die zum Spielen und Basteln anregen. Wir haben für Sie hier einige solcher Ideen zusammengetragen und wünschen viel Freude beim Lesen und Basteln.

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Wasserspielzeug selbst gemacht

 Das Spiel mit fließendem Wasser gehört zu den schönsten Erlebnissen, die Kinder in der Natur haben können. Heute ist es, gerade für Familien in der Stadt, gar nicht mehr so leicht, einen Bach zu finden, in dem Kinder spielen können. Vielleicht kann man etwas hinausfahren, ein Picknick mitnehmen und sich an einem kleinen Flusslauf niederlassen.
Es gibt schöne Wasserspielsachen, die man kaufen und selbst zusammenbauen kann.
Einiges kann man aber auch vor Ort basteln...

 

Kleine Boote bauen
Ein kleines Boot kann man leicht aus einem leicht gewölbten Rindenstückchen bauen.
Als Bootsmast dient ein Ästchen, das man senkrecht in die Rinde hineinbohrt. Dafür vorsichtig mit dem Taschenmesser ein kleines Loch in die Rinde ritzen.
Ein schönes, grünes Blatt wird zum Segel, indem man zwei Löcher hineinbohrt und es auf den Ast fädelt. Los geht die große Fahrt!
Vorsicht: Kleinere Kinder trauern um den Verlust ihres Rindenschiffchens und weinen, wenn es davonschwimmt. Das Schiffchen vielleicht lieber an einer seichten Stelle ins Wasser lassen, wo man es zur Not wieder herausholen kann, oder an einen langen Faden binden.
Dieses Schiffchen ist nicht selbst gebaut, aber selbst zusammengesetzt. Das Schiff gibt es als Bauset bei der Firma Kraul.

 

Die Bilder und Anleitungen zum Bau der drei Wasserradtypen, die wir Ihnen im Folgenden zeigen,
haben wir, mit der freundlichen Genehmigung des Autors,
KinderamBachxdem Werkbuch Spielen mit Wasser und Luft von Walter Kraul entnommen, das im Verlag Freies Geistesleben erschienen ist.
In diesem Buch finden sich unzählige Anregungen und Anleitungen für den Bau von Wind- und Wasserspielzeugen,
mit denen Kinder wichtige Naturgesetze erfahren können.

 

Ein Wasserrad aus Kistenholz
Man benötigt das Holz einer Kiste, wie es sie in Lebensmittelgeschäften als Abfall gibt, und ein quadratisches Stück Vierkantholz als Achse.
Vier gleiche Brettchen werden an die Seiten des Kantholzes genagelt und an dessen Enden werden zwei größere Nägel eingeschlagen.
Als Radlager verwendet man entsprechende Astgabeln, die in den Bachgrund gerammt werden.Dieses einfache Rädchen sollte so tief im Bach stehen,
dass das Wasser im Strömen die Brettchen unterschlächtig mitnimmt, d.h. von unten antreibt. Man kann zum Antrieb auch einen Strahl oberschlächtig,
d.h. von oben, auf die Brettchen leiten; dann sollten sie jedoch unten nicht ins Wasser reichen. Im ersten Fall läuft das Rad langsam, im zweiten schnell.
Ein gewisser Schwung ist auf jeden Fall nötig, sonst bleibt das Rad in einer Zwischenstellung stehen, in der das Wasser kein Brettchen erreicht.
Ein Rad aus Kisten kann sehr verschieden in der Größe gebaut werden. Wie ein größeres und stärkeres Wasserrad aus Kistenholz gebaut werden kann
und viele Anregungen zum Spielen mit Wasser und Luft, können Sie dem gleichnamigen Buch von Walter Kraul entnehmen.

 

WASSERRADEin Wasserrad aus Astgabeln
Man muss sich mindestens acht Astgabeln mit langen, geraden Stielen suchen. Sechs davon werden mit einer Nabe in der Mitte zusammengefasst, die letzten beiden dienen wieder als Radlager und werden in den Bachgrund gerammt.
„Weidenruten, wie sie am Bachrand wachsen, auch Erlen, sind gut geeignet. Beide Bäume wachsen schnell nach, so dass wir keinen Schaden anrichten. In Naturschutzgebieten dürfen wir uns natürlich nicht so bedienen“, schreibt Walter Kraul in seinem Buch.
Die mögliche Größe des Rades reicht von wenigen Zentimetern bis zu einem Meter Durchmesser, also ca. 50 cm langen Astgabeln. Wichtig ist, dass die Astgabeln in etwa die gleiche Länge haben. Überhaupt muss man beim Bau stets darauf, dass das Rad möglichst ausgewogen sein muss.Als Nabe dient ein dickes Aststück, in das man, gleichmäßig rund um das Aststück verteilt, Schlitze zur Befestigung der zugespitzten Gabeln schneidet. Bei größeren Rädern muss man allerdings Löcher bohren.Außen an den Astgabeln werden nun noch Angriffsflächen für das Wasser befestigt: Brettchen oder Blechstücke, bei kleinen Rädern sind auch Blätter oder Papierstückchen denkbar. Wieder werden als Laufstücke der Achsen große Nägel in die Nabe eingeschlagen, oder die Enden des Aststückes, das als Nabe dient, werden angespitzt.

Das Tütenrädchen

Sogar mit etwas festerem Papier lässt sich ein Wasserrad bauen. Als Grundstock bzw. Grundrad braucht man jedoch ein Holzrad (vielleicht von einem ausrangierten Spielzeug). An diesem Grundrad befestigt man außen mit Reißnägeln vorgefertigte Tüten aus festem Papier.Dieses Rad darf natürlich keinem allzu starken Wasserstrahl ausgesetzt werden, und es wird keinem Dauerbetrieb standhalten. Aber es wird doch eine Zeit lang lustig laufen.

 

Weitere sommerliche Bastelideen

Blumenpresse bauen

Man braucht: 2 Sperrholzplatten, 20/20/0,8 cm ; 6 Wellpappeplatten 20/20 cm; 10 Blätter saugfähiges Papier 20/20 cm; 4 Schloss-Schrauben 6/40mm; 4 Flügelmuttern. Die Eckpunkte der Sperrholzplatten mit dünnen Bleistiftstrichen diagonal verbinden. Auf diesen Linien mit 3 cm Abstand von den Ecken Löcher (Durchmesser 6 mm) bohren. Schloss-Schrauben durch eine Platte stecken und festklopfen. Wellpappe und Papiere an den Ecken schräg abschneiden, abwechselnd eine Lage Pappe und zwei Lagen Papier zwischen die beiden Sperrholzplatten legen. Die Blumenpresse wird mit den Flügelschrauben festgeschraubt. Blumen, die gepresst werden sollen, müssen ganz trocken sein. Zwischen jeweils zwei Papierblätter werden sie so gelegt, dass ihre Kennzeichen gut hervortreten können. Gegebenenfalls verdünnt man die Wurzeln, Zweige, Stiele oder Fruchtknoten, indem man mit einem scharfen Messer oder mit einer Rasierklinge die hintere Hälfte der zu dicken Teile entfernt. Die Blumen müssen mindestens zwei Wochen in der Presse bleiben. Mit gepressten Blumen, Blättern oder Gräsern lassen sich Glückwunschkarten, Lesezeichen oder Kalender schmücken und Blumenbilder kleben.

Zum Anlegen von Naturbüchern genügt es, wenn die getrockneten Pflanzen unter Klarsichtfolie selbsthaftender Fotoblätter gelegt werden. Zum Aufkleben gepresster Blumen, Blätter oder Gräser eignet sich zähflüssig angerührter Tapetenkleister. Dieser preiswerte Klebestoff, der aus einem Pulver selbst angerührt werden kann, lässt sich auch für andere Bastelarbeiten verwenden. Die Bastelanleitung der Blumenpresse haben wir mit freundlicher Genehmigung des Verlages Freies Geistesleben dem schönen Band "Jahreszeitenbuch" von Christiane Kutik entnommen, den Sie auch unter unseren Buchtipps für Erwachsene finden.

Natur-Mühlespiel

Möchte man keinMühlespiel basteln, kann man eins in den Sand zeichnen und dunkle und helle Steine als Mühlesteine benutzen. Hat man keine Steine zur Hand geht es auch mit dunklen Ästchen und hellem Strandgras, das man in den Sand steckt.

Staudamm bauen

Einen Staudamm baut man mit Steinen, Stöcken und Ästen. Interessant und lehrreich ist es für Kinder, den sich ändernden Verlauf des Wassers zu verfolgen.

Sonnenhüte basteln
Bemalen Sie gemeinsam mit den Kindern weiße Tortendeckel mit Blumen. Die Deckel werden bis zur Mitte eingeschnitten und die beiden Enden übereinander gelegt. Vor dem Zusammenkleben passen Sie die Größe der Hüte der jeweiligen Kopfform an. Rechts und links ein Loch in den Sonnenhut stechen und ein Band durchziehen.

 

Kräuterladen aus Pappkarton

Eine tolle Idee für alle Glücklichen, die einen Garten haben, in dem einige Küchenkräuter wachsen. Aus einem Pappkarton, hier ist es beispielsweise der schlanke Karton eines Flachbildfernsehgerätes, kann man einen schönen Kräuterladen basteln: Einfach die eine der größeren Pappseiten mit dem Teppischmesser wegschneiden, die entstehenden Seitenteile aufschneiden und als Stützen ausklappen. Malen Sie drei Vierecke auf die Vorderseite auf und schneiden Sie die oberen drei Linien der Vierecke mit einem Teppichmesser ein. Diie untere Linie bitte  nicht einschneiden, sondern biegen Sie die entstandene Klappe an dieser Stelle nach innen. So ergeben sich kleine Klappen, auf die man kleine Schüsseln wie in ein Schaufenster stellen kann.

Kraeuterladendetailansicht

Nun kann der kleine Kaufmann nach Herzenslust Kräuter pflücken, klein schneiden, hacken oder mörsern und zum "Verkauf" anbieten oder mit seinen Freunden
zusammen essen.
 

 

 

 

 

Kirschkernsäckchen

Sie sind eine gute Alternative zur Wärmflasche und lassen sich angewärmt bei Bauchweh oder gekühlt bei Schwellungen verwenden.Waschen Sie die Kirschkerne und kochen Sie sie in Wasser aus. Sie werden durch ein Sieb gegossen und auf einem mit Küchenkrepp ausgelegten Backblech getrocknet. Im Backofen bei niedriger Temperatur geht das am schnellsten. Reiben Sie die Kirschkerne nach dem Trocknen zwischen den Händen, damit sich auch die letzten Fruchtreste lösen. Die Kerne werden in ein Leinen- oder Baumwollsäckchen gefüllt.

 

Grasteppich

Sie brauchen:
Ein Bambusstöckchen, sieben gleich lange Wollfäden, sieben Kieselsteine, Halme von verschiedenen Gräsern und Rispen

So wird der Grasteppich gemacht:

  1. Hängen Sie die sieben Wollfäden im gleichmäßigen Abstand am Bambusstöckchen auf.
  2. An jedem Fadenende binden Sie einen Kieselstein zum Beschweren fest.
  3. Hängen Sie diesen Webrahmen im Garten oder auf dem Balkon auf.
  4. Ihr Kind webt nun die Halme und Rispen nacheinander durch die Fäden.
  5. Die Enden der Halme werden jeweils mit den Fäden an den Außenseiten des Webrahmens verknotet.

 

Muschelmobile

Möchte man am Strand die Kinder in der Mittagszeit einmal aus der sengenden Sonne halten und länger im Schatten beschäftigen, bietet  es sich an, ein schönes Mobile zu basteln.
Man bohrt in Muscheln ein Loch und fädelt sie auf eine einfache Haushaltsschnur. Zwischen den Muscheln Abstand lassen und direkt nach jeder Muschel einen Doppelknoten machen, sonst fallen die Schalen aufeinander. Dazu kann man Steine, in die das Meer Löcher gewaschen hat oder kleine, ans Meer gespülte Stöckchen, die oft wundersame schöne Formen angenommen haben, auffädeln. Vielleicht findet man zuguterletzt noch eine Vogelfeder am Strand, die man als krönenden Abschluß unten anknotet.
Eine Mobile-Variante für Könner
Aus vier Stöckchen  knotet man einen Rahmen, der möglichst fest sein sollte. Nun befestigt man eine längere Schnur an einem der Stöckchen und wickelt sie immer abwechselnd über die gegenüberliegende Seite, bis eine Art Webrahmen entsteht. In diesen Webrahmen lassen sich Dünen-Gräser fädeln sowie an dünnen Schnürchen befestigte Muscheln und Vogelfedern anknoten.

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