Das hast Du gut gemacht!

Kinder brauchen Lob. Daran besteht kein Zweifel. Doch manchmal tun Eltern zuviel des Guten. Wie Sie das richtige Maß finden...

Die fünfjährige Lena läuft ihrer Mama beim Abholen vom Kindergarten freudestrahlend entgegen und ruft schon von weitem: „Ich kann eine Schleife!“ Lenas neue Fertigkeit ist nicht zu übersehen. Die Stiefel sind zwar noch etwas locker geschnürt. Aber die Schleife sitzt perfekt. Die Mutter fängt die Kleine auf, schwenkt sie einmal herum und lobt sie: „Gut gemacht, Lena! Darüber wird sich bestimmt auch die Oma freuen. Du darfst sie gleich anrufen und es ihr erzählen.“

 

Eine andere Szene: Philipp, vier Jahre, baut im Kinderzimmer einen Turm aus Bauklötzen. Seine Mama ruft begeistert: „Ein toller Turm! Den hast du super hinbekommen!“ Philipp versteht die Welt nicht mehr: Wie kann die Mama den Turm nur so loben? Der Junge selber findet ihn nämlich gar nicht so toll. Er kann viel schönere und höhere bauen. Aber heute hat er einen kleinen Turm als Wachhäuschen für seine Burg gebraucht. Kein Wunder, dass der Junge verwirrt ist und die Begeisterung seiner Mutter nicht teilt.

Rechtzeitig die Lob-Bremse ziehen

Manchmal versäumen Eltern, nach dem Babyalter sanft die Lob-Bremse zu ziehen. Anfangs braucht ein kleiner Mensch ständige Rückmeldung und Bestätigung. Das Kind spürt: „Meiner Mama und meinem Papa gefällt es, was ich mache. Ich bin ihnen wichtig.“ Das stärkt die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Ab dem zweiten Lebensjahr geht es mit der Entwicklung rasant weiter. Nach wie vor brauchen Kinder die Ermutigung und Bestätigung der Eltern, damit sie ihre Entdeckerfreude nicht verlieren und mutig weiter Schritt für Schritt in ihrer Entwicklung gehen. Eltern, die ihr Kind für jede Kleinigkeit loben, tun ihm keinen Gefallen. Es spürt nämlich, dass dieses Lob nicht ehrlich gemeint und zur Floskel geworden ist. Wenn Sie Ihr Kind für Fertigkeiten loben, die es längst beherrscht, könnte folgendes passieren: Es strengt sich dann nur noch an, weil es gelobt wird und nicht, weil es selber etwas erreichen möchte. Zuviel Lob kann darüber hinaus bewirken, dass Kinder sich überschätzen. Für sie bricht dann eine Welt zusammen, wenn andere ihre Fähigkeiten kritischer beurteilen.

Wie Sie Ihr Kind richtig bestärken

Vermeiden Sie zu viel Reden. Manchmal sagt eine kleine Geste mehr als Worte. In den Arm nehmen, über den Kopf streicheln, ein liebevoller Blick: Solche kleinen Liebesbeweise lassen Ihr Kind spüren, wie wichtig es für Sie ist.

Zeigen Sie Interesse an den Dingen, mit denen Ihr Kind sich gerade beschäftigt. Beispiel: „Die Türme deiner Ritterburg haben tolle Zinnen. Das sieht sehr gut aus. Auch der Wassergraben gefällt mir.“ Über eine solche Anerkennung, die ins Detail geht, freut Ihr Kind sich mehr als über ein bloßes „Toll“ oder „Super“.

Ein Lob sollte Anerkennung für die geleistete Arbeit ausdrücken. Besser als ein pauschales „Super gemacht!“ ist: „Es ist ganz toll, wie viel Mühe du dir beim Malen der Tiere gegeben hast. Die sehen wirklich aus wie echt.“ Ein solches Lob ermuntert Ihr Kind, sich auch beim nächsten Mal anzustrengen.

Beim Loben spielen immer auch Gefühle mit. Wenn Ihr Kind Ihnen ein Bild zeigt und Sie gerade keine Zeit haben, sollten Sie es nicht mit einem hastigen „Schön gemacht!° abspeisen. Erklären Sie ihm, dass Sie Ihre Arbeit beenden müssen und sich anschließend Zeit für sein Bild nehmen.

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