Mutmacher für schüchterne Kinder

Es gibt Kinder, die sich sprichwörtlich die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie ziehen sich ängstlich zurück, wenn sich im Kindergarten Konflikte aufbauen. Beispiel Lukas: Der Dreijährige stolpert im Sandkasten über die Burg eines älteren Jungen. Der schreit den Kleinen wütend an und schubst ihn, dass er zu Boden fällt. Lukas läuft weinend zur Erzieherin. Bei der nächsten Begegnung mit einem älteren Jungen wird Lukas vielleicht Reißaus nehmen, bevor etwas passiert. Denn er ist nach seinem Sandkastenerlebnis fest davon überzeugt, dass alle älteren Jungen es auf ihn abgesehen haben.

Schüchternheit ist eine Form der Angst, der sozialen Unsicherheit. Sie zeigt sich im Umgang mit anderen Menschen. Schüchterne Kinder würden gern aus ihrer Haut heraus, aber sie trauen sich nicht. Wenn die Angst übergroß wird, hindert sie Ihr Kind Dinge zu tun, die ihm vermutlich viel Spaß machen könnten. Eine gewisse Veranlagung zur Schüchternheit wird Kindern allerdings schon in die Wiege gelegt.

Doch keine Sorge: Eltern können einiges für die Persönlichkeitsentwicklung ihres Kindes tun.

Zehn Mutmacher, die dabei helfen:

1.   Zeigen Sie Ihrem Kind, dass sie es so lieb haben, wie es ist. Die uneingeschränkte Liebe der Eltern lässt es über sich hinauswachsen.

2.   Unterstützen Sie Ihr Kind liebevoll in allem, was es tut. Ermutigen Sie es, eigene Erfahrungen zu machen und Neues auszuprobieren.

3.   Stellen Sie sich mit Ihrem Kind vor einen großen Spiegel. Stampfen Sie mit den Füßen, tanzen und springen Sie gemeinsam. Wenn es sich im Spiegel lebhaft und ausgelassen erlebt, wird es auch im Alltagssituationen daran immer mehr Gefallen finden.

4.   Ein Mutmach-Spiel für Wartezeiten: Sie sitzen neben Ihrem Kind. Sagen Sie ihm, was Sie an ihm besonders gut finden, etwa: „Ich kenne kein Kind, das so toll malen kann wie du!“ Dann ist Ihr Kind an der Reihe und dann wieder Sie.

5.   Sie können bestimmte Situationen mit Ihrem Kind nachspielen, etwa: „Ich wär ein großer Jungen und du ein kleiner. Du möchtest, dass ich dir beim Burgenbauen im Sandkasten helfe.“

6.   Ein gutes Körpergefühl macht Ihr Kind stark und selbstsicher. Spielen Sie mit ihm Fangen und Fußball, liefern Sie sich wilde Kissenschlachten, toben Sie ausgelassen herum. Das löst Spannungen und Ängste.

7.   Kinder lieben Erzählungen, in denen sie sich wiedererkennen. Erfinden Sie zum Beispiel die Geschichte eines Kindes, das sich immer seine Spielsachen wegnehmen lässt. Versuchen Sie gemeinsam eine Lösung zu finden, um den Kind zu helfen. Gut tun Ihrem Kind auch Geschichten, in denen es selber den Helden spielen darf.

8.   Schüchternen Kindern fällt es oft schwer laut zu werden. Liefern Sie sich mit Ihrem Kind doch einmal ein richtiges Schimpfduell: Sie beide sind Riesen, die um einen Leckerbissen streiten.

9.   Suchen Sie nach einem Ritual, das Ihrem Kind Mut macht. Es könnte ein Milchgetränk zum Frühstück sein – ein Krafttrunk, dessen Wirkung bis zum Abend anhält. Oder erfinden Sie einen Zauberspruch, der Ihr schüchternes Kind in einen kleinen Helden verwandelt.

10.   Lachen Sie so viel wie möglich mit Ihrem Kind. Denn Lachen ist Nahrung für die Seele. Es lässt die Welt bunter aussehen. Optimismus und Humor gehören zu den wichtigsten Bausteinen für ein Kinderleben ohne Angst.

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