Chaos macht glücklich. Wieviel Ordnung muss sein?

Maria zieht eine Rolle Toilettenpapier hinter sich her. Die Papierspur führt vom Bad durch den Flur ins Kinderzimmer. Dann beginnt die Vierjährige, den Rest der Papierrolle in kleine Fetzen zu reißen. Sie  schleppt die Schnipsel durch die ganze Wohnung und verstreut sie überall.

Als ihre Mama aus der Küche kommt, sieht sie die Bescherung und folgt der Papierspur bis ins Kinderzimmer. Hier hat Maria gerade ihre Kisten mit den Autos und Spielfiguren ausgekippt. „Wie sieht es denn hier wieder aus!“, ruft die Mutter entgeistert. Doch viel Zeit zum Aufräumen bleibt nicht mehr, denn sie muss sich nun auf den Weg ins Büro machen und Maria unterwegs im Kindergarten abliefern. Schnell nimmt die Mutter das Papier auf. Doch Maria protestiert: „Du hast meine Straße kaputt gemacht!“. Und dann erzählt sie ihrer Mama, dass auf der Papierstraße Autos fahren sollten und dass sie mit den Schnipseln Müllabfuhr spielen wollte. Die Spielkisten hat Maria ausgekippt, weil sie ein Müllauto und einen Müllmann suchte.

Kinder entwickeln im größten Chaos oft die besten Spielideen. Deshalb passen ihre Vorstellungen von Ordnung mit denen der Eltern in den seltensten Fällen zusammen. Mütter und Väter müssen sich – ob sie wollen oder nicht – mit einem gewissen Maß an Unordnung abfinden und eine Weile damit leben. Allerdings hemmt zuviel Chaos die Kreativität, weil der kleine Schlamper dann gar nichts mehr findet. Ganz ohne Aufräumen geht es also nicht. So kappt es:

1.   Ihr Kind braucht genug Platz in Schränken und auf Regalen, damit es seine Spielsachen gut verstauen kann. Besser als eine Riesenkiste sind mehrere kleine Schachteln und Kästen. Gut eignen sich Kisten zum Stapeln.

2.   Im Kindergartenalter ist der Sammeltrieb besonders ausgeprägt. Vor allem Fundstücke aus der Natur sind beliebt. Ihr Kind legt aus Steinen und Muscheln Wege. Aus kleinen Zweigen und Baumblättern entsteht ein Wald für die Spielfiguren usw.

3.   Bei zu viel Spielzeug verliert Ihr Kind den Überblick. Räumen Sie also in und wieder Spielsachen, die gerade nicht so hoch im Kurs stehen, für eine Weile fort. Sie erhalten einen ganz neuen Reiz, wenn sie nach einigen Wochen wieder herausgekramt werden.

4.   Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind einen Tag pro Woche, an dem gründlich aufgeräumt und gemeinsam sauber gemacht wird.

5.   Einmal am Tag – am besten abends vor dem Schlafengehen – sollte Ihr Kind grob Ordnung schaffen, damit ihm das Chaos nicht über den Kopf wächst.

6.   Wenn Ihr Kind in seinem Zimmer schalten und walten darf, wird das Chaos nicht so schnell auf andere Räume übergreifen. Erklären Sie ihm, dass außerhalb seines Zimmers andere Regeln gelten. Aber verbannen Sie es nicht ganz aus Ihrem Bereich. Kinder spielen nun mal am liebsten in der Nähe der Eltern.

7.   Bringen Sie Regalbretter und Schrankböden so an, dass Ihr Kind sie gut erreicht. Besorgen Sie standfeste Buchstützen, damit nicht immer alle Bilderbücher umkippen, wenn Ihr Kind eines aus dem Regal zieht.

8.   Bauten oder Eisenbahnen können länger stehen bleiben, wenn sie auf einer großen Holzplatte Platz finden.

9.   Wichtig ist Ihr Vorbild. Wenn Ihr Kind sieht, dass Sie Dinge nach dem Benutzen sofort wegräumen, wird es irgendwann auch bei ihm „Klick“ machen.

10.   Ein regelmäßiger Tagesablauf und das Einhalten bestimmter Rituale fördern den Ordnungssinn. Für Kinder ist es wichtig, dass alles in gewohnten Bahnen verläuft. Das gibt ihnen Halt.

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