Abendzeit: So wird der Abend zum Fest

Die Abendstunden sind häufig die einzige Zeit im Alltag, wo die Familie in Ruhe zusammentrifft. Hier finden Sie Ideen, wie Sie diese gemeinsamen Stunden besonders genießen können und Tipps wie Sie und ihre Kinder langsam entspannen können.

Die blaue Stunde

Ein schönes Ritual ist die blaue Stunde. So wurde früher die Zeit zwischen Nachmittagskaffee und Abendbrot genannt. Zur Ruhe kommen, gemeinsam eine Tasse Tee trinken, den Tag Revue passieren lassen: So können Sie, wenn alle zu Hause eingetrudelt sind, den Abend einläuten. Alle dürfen verschnaufen und sich einen kleinen Leckerbissen schmecken lassen. Im Frühling zum Beispiel ein paar Cracker mit Quark und frischen Kräutern, im Winter leckere Lebkuchen.

 

Bewegung

Bewegung an der frischen Luft tut gut und hilft, Abstand vom Alltag zu gewinnen. Suchen Sie ein Plätzchen im Freien, zu dem Sie Abend für Abend gemeinsam gehen: der Entenweiher im Park, ein kleiner Bach, ein Baum, der Ihrem Kind besonders gut gefällt. Bäume waren für Menschen immer schon etwas Besonderes. Im Glauben mancher Naturvölker werden sie von guten und bösen Geistern bewohnt. Auch im Märchen spielen sie oft eine Rolle. Elfen und Zwerge haben dort ihr Zuhause. Erzählen Sie Ihrem Kind von diesen Fantasiegestalten.

Bequeme Kleidung

Ziehen Sie etwas Bequemes an. Nichts sollte einengen. Dieses Ritual ist auch unter einem anderen Aspekt wichtig. Denn Kleidungsstücke erinnern uns an manches Missgeschick: Der Fleck auf dem Kleid lässt Sie an den verschütteten Kaffee denken, das Loch im Hosenbein an den Sturz Ihres Kindes mit dem Roller. Mit dem Hosenanzug oder Kostüm streifen Sie auch symbolisch den Büromenschen ab.

Sterngeschichten

Der Abendhimmel ist für Ihr Kind eine Traumwelt, in die es immer wieder gern eintaucht. Erzählen Sie ihm Märchen vom Mond. Und erzählen Sie ihm von den Sternen und den unendlichen Weiten des Himmels. 

Sorgenstein

Nicht jedes Familienmitglied ist an jedem Abend gleich gut aufgelegt. Manchmal lassen sich die Alltagssorgen nicht auf Kommando abstreifen. Da hilft ein kleines Ritual: Holen Sie einen großen Stein von draußen herein. Jeder schreibt oder malt seine Wut oder Sorge darauf. Dann gehen Sie gemeinsam hinaus und vergraben den Wut- oder Sorgenstein in der Erde. Hier kann er keinen Schaden mehr anrichten.

Ruhiges Abendessen

Planen Sie genug Zeit fürs Abendbrot ein. Denn es ist oft die einzige Mahlzeit am Tag, bei der alle Familienmitglieder zusammen sind. Gemeinsames Essen und miteinander Reden verbindet. Kinder und Eltern brauchen solche regelmäßigen Fixpunkte. Sie bilden das Fundament glücklicher Familienbeziehungen.

Gegenseitig zuhören und verstehen

Bei Gesprächen am Abendbrottisch ist es für Kinder wichtig, auch etwas von Mamas und Papas Arbeitswelt zu erfahren. Geben Sie ruhig zu, dass auch bei Ihnen tagsüber nicht immer alles glatt lief. Ihrem Kind fällt es dann leichter, über seine eigenen Gefühle zu sprechen. Vielleicht ist es traurig, weil sein Freund heute nicht mit ihm an der Ritterburg weitergebaut hat. Gegen großen und kleinen Kummer helfen Zuhören und Trösten am besten. Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über lustige Erlebnisse und Momente, in denen es besonders glücklich war. Und stimmen Sie es bereits am Abend positiv auf den nächsten Tag ein: „Bestimmt baut dein Freund morgen mit dir an deiner Ritterburg weiter.“

Spiegellichter

Ein besonderes Abendritual: Legen Sie im Garten oder im Wohnzimmer einen großen Spiegel auf den Boden. Stellen Sie viele Teelichter wie eine Spirale auf den Spiegel. Die Zwischenräume schmücken Sie mit Steinen aus, die Sie vorher in Glitzerpapier oder Silberfolie verpackt haben. Wenn Sie die Teelichter im Dunkeln anzünden, spiegeln sich die vielen Lichter. Das sieht wunderschön aus.

Massage

Eine sanfte Massage ist ein wahres Wundermittel, wenn eines Ihrer Kinder besonderes zappelig ist. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände angewärmt sind, und reiben Sie sie z.B. mit Lavendel-Körperöl ein. Ihr Kind liegt auf dem Bauch und schließt die Augen. Erzählen Sie ihm beim Massieren eine kleine Geschichte, etwa vom Teppich, der dringend sauber gemacht werden musste:

In einem Königsschloss lag einmal ein Teppich. Die Kammerzofe sollte ihn sauber machen. Zuerst bürstete sie ihn ab (mit beiden Händen gleichzeitig Arme, Rücken und Beine des Kindes von oben nach unten ausstreichen).

Nun half noch eine zweite Kammerzofe mit. Denn der Teppich war sehr schmutzig (mit den Händen im Wechsel von unten nach oben streichen).

Schließlich wurde der Teppich mit Seifenschaum bearbeitet (mit beiden Händen kreisende Bewegungen von unten nach oben machen).

Und dann klopften die beiden Kammerzofen den Teppich aus (mit beiden Händen abwechselnd leicht auf Arme, Rücken und Beine klopfen).

Gutenachtgeschichten

Besonders wichtig ist für Kinder das Zubettgehritual. Es gibt Sicherheit und nimmt Ängste. Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren befinden sich nämlich in der Phase des magischen Denkens. Da werden die Schatten an den Wänden zu unheimlichen Gestalten und die Gardine am Fenster zum Gespenst. Doch zum Glück kann niemand so erfolgreich Geister in die Flucht schlagen wie Mama und Papa. Erfinden Sie etwas, das unter Garantie alle Gespenster oder Monster vertreibt. Wie wäre es mit einem Topfdeckel, gegen den Sie einen Schneebesen schlagen? Oder: Ein bunter Staubwedel ist der Zauberbesen, der die Gespenster aus allen Ecken fegt.

Eine Geschichte zum Miterleben "Die Sternenkinder gehen schlafen"

Schneiden Sie aus Goldpapier sechs Sterne aus. Auf jeden wird ein Teelicht geklebt. Zünden Sie abends die Teelichter an und erzählen Sie Ihren Kindern die Geschichte von den sechs Sternenkindern. Jedes Mal, wenn die Sternenmutter ein Laternenlicht gelöscht hat, darf jedes Kind abwechselnd ein Teelicht auspusten.

Es waren einmal sechs kleine Sterne. Die sollten schlafen gehen. „Schaut nur zur Erde hinunter! Die Kinder liegen schon alle in ihren Betten und schlafen", sagte die Sternenmutter. Sie pustete die Sternenlaterne ihres ersten Kindes aus. „Schlaf gut, mein kleiner Stern!", sagte die Sternenmutter. Dann pustete sie die Laterne ihres zweiten Sternenkindes aus. „Schlaf, gut, mein kleiner Stern!", sagte die Sternenmutter. ......

Als alle Laternen ausgepustet waren, sagte die Sternenmutter: „Schlaft alle gut und träumt etwas Schönes!" Aber da waren die sechs Sternenkinder schon eingeschlafen.

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