Geschichte zum 24. Dezember

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Listerle der Weihnachtswichtel

„Oh, die Barbarazweige blühen“, ruft Jakob überrascht aus, als er die ersten zarten, weißen Kirschblüten entdeckt. Anni ist sofort zur Stelle, um das kleine Wunder zu bestaunen. Da fällt ihr Blick auf die verschlossene Wohnzimmertür gleich neben dem Strauß. Alles ist so geheimnisvoll heute an Heiligabend. An der Tür hängt ein großer, goldener Stern. Er ist das Zeichen für die Kinder, dass sich dahinter in dem Weihnachtszimmer allerlei wundervolle Dinge ereignen, die für die Beiden allerdings noch im Verborgenen bleiben. Sie dürfen heute Morgen kleine Geschenke zu den Nachbarn und der lieben Honigfamilie bringen. Alle freuen sich sehr über diese liebevoll verpackten Weihnachtgaben.

Am späten Nachmittag macht die ganze Familie einen Spaziergang zu dem nahen Bergrücken. Anni und Jakob zeigen den Großeltern ihren „Sternegucken-Platz“ und erzählen ihnen überschwänglich von der Nachtwanderung unter dem funkelnden Sternenhimmel. Als sie nach Hause kommen, ist die Weihnachtszimmertür noch immer verschlossen. Vorsichtig lauschen Anni und Jakob daran, es ist jedoch kein Laut zu vernehmen. Die Mutter geht mit ihnen ins Kinderzimmer, wo sie sich ihre Festtagskleider anziehen. Anni ist sehr aufgeregt. Mit rot glühenden Bäckchen und großen Augen entdeckt sie auf einmal Listerle und ruft überrascht, aber nicht zu laut: „Oh Listerle, du hast ein Weihnachtsmäntelchen an.“ Auf Listerles rotem Umhang strahlen anstatt der silbernen nun goldene Sternchen. Liebevoll strahlt er Anni und Jakob an. Er weiß, dass die Kinder hier in ihrem Zimmer so lange warten, bis sie das Glöckchen vom Christkind vernehmen.

Jakob schaut und horcht immer wieder zur Tür. War da ein leises Klingeln zu vernehmen? Nein, wohl doch nicht. Da beginnt Mutter mit sanfter Stimme ein Weihnachtslied zu summen. Die Drei lauschen mit wachen Sinnen.

Und dann hören sie auf einmal das silberhelle Glöckchen! Gemeinsam und mit klopfendem Herzen gehen die Kinder zum Weihnachtszimmer. Die Tür mit dem goldenen Stern ist weit geöffnet. Im hellen Glanz erstrahlt der wunderschön geschmückte große Weihnachtsbaum. Ehrfürchtig staunend treten die Kinder davor. Jakob ist es, als hätte er eben noch ein Zipfelchen von Christkinds silberweißem Kleid erblickt. Im Schein der Kerzen sehen Anni und Jakob die farbenprächtigen Geschenke unter dem Baum verteilt. Große und kleine Päckchen, mit dicken roten Schleifen geschmückt. Welches sie wohl auspacken dürfen? Unter dem Baum, von den untersten Zweigen des Tannenbaums beschützt, steht die geliebte Krippe mit dem Jesuskindlein. In froher Runde singt die ganze Familie wie jedes Jahr zuerst ein Weihnachtslied. Listerle lauscht hingebungsvoll. „Sooooo froh und dankbar bin ich, dass ich diese Adventszeit bei Euch sein durfte. Ich wünsche euch allen lichterfüllte, sternenfunkelnde Weihnachten.“

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Und nun wünschen wir all unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

* Illustration von Marie-Laure Viriot (Ausschnitt) aus "Nikolaus und Ruprecht"

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