Geschichte zum 10. Dezember

altListerle der Weihnachtswichtel

Es beginnt schon zu Dämmern, als Anni und Jakob ins Haus kommen. Sie haben draußen mit den Kindern aus ihrer Straße gespielt. Beim Ausziehen sagt Jakob zu Anni: „Du bist ja pitschenass, aber meine Kleider sind auch nicht mehr ganz trocken.“ Im Flur hat sich eine große Wasserpfütze um den Kleiderberg gebildet. „ Da dürft ihr gleich in die Badewanne steigen“, sagt Mutter, als sie die Beiden betrachtet. „Au, ja“, meint Anni, es gibt für sie kaum etwas Schöneres als mit ihrem Bruder zu baden.“

Als sie ins warme Badezimmer kommen, hat ihre Mutter schon alles gerichtet und es duftet herrlich nach Kräutern. Anni sitzt zuerst im warmen Wasser. Ah, das tut gut. Überall kribbelt es so schön, besonders in ihren kalten Füßen, die langsam warm werden. Endlich kommt Jakob. In seinen Händen hält er alle nötigen Bade-Gerätschaften: leere Wassersprühflaschen, Trichter, Dosen verschiedener Größe, das Badepüppchen und mindestens zwei Waschlappen für jeden.

Kaum sitzt Jakob Anni gegenüber im Wasser, schaukelt das Püppchen in seinem Badebötchen auch schon heftig auf den Wellen. Es sitzt jedoch ganz vergnügt darin, sogar ein heftiger Regenschauer aus der Sprühflasche kann dem kleinen Matrosen nichts anhaben. Immer wieder kreist das Boot in der Badewanne. Viel zu früh hält die Mutter für Anni das angewärmte Badetuch bereit. Doch Anni lässt sich willig in das kuschelige Tuch einpacken und schmiegt sich in die Arme der Mutter. Nachdem sie mit wunderbar duftendem Lavendelöl umhüllt ist, zieht sie ihren Schlafanzug an. Dabei entdeckt sie Listerle, der an der Badewanne bei Jakob steht. Mit beiden Händen spielt Listerle in dem warmen Badewasser und bespritzt Jakob der vor Vergnügen jauchzt. Dann wird auch Jakob liebevoll von Mutter versorgt.

Die beiden Geschwister hat das warme Bad wohlig müde gemacht. Nach dem Abendessen und der Gute-Nacht-Geschichte sind die beiden bereit um Schlafen zu gehen.

„Wo ist denn Listerle geblieben?“, fragt Anni auf einmal und schaut im Badezimmer nach, aber dort ist er nicht zu finden und so geht sie ins Kinderzimmer. Hier drin ist der Adventsengel auf dem Schränkchen schon hell von einer Kerze beleuchtet und scheint Anni mit offenen Armen zu begrüßen. Als Jakob in sein Bett steigen möchte bemerkt er mit großem Erstaunen, dass da schon jemand unter seiner Decke auf dem weichen, warmen Fell liegt und schläft. Auch Listerle ist heute Abend wohl sehr müde. „Pssst“, macht Jakob zu Anni und legt sich ganz leise zu Listerle ins Bett. Dieser macht noch einmal ein klein wenig seine Äuglein auf und sagt schläfrig: „Ich bin ja sooooo müde.“ Wer weiß, was Listerle heute alles gesehen und erlebt hat?

alt *

*Listerle- und Sternbild-Illustration von Andreas Hanke.

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