Geschichte zum 9. Dezember

altListerle der Weihnachtswichtel

Anni und Jakob sind auf der zugeschneiten Terrasse. Anni hält das Vogelhäuschen auf dem Holzpflock fest, während Jakob es mit einem stabilen Draht festbindet. „So, jetzt hat das Häuschen einen guten Halt“, meint Jakob befriedigt. Das Vogelhäuschen ist aus Birkenästen gebaut und hat ein dickes, beschützendes Strohdach. Aus einem Beutel füllt Anni Sonnenblumenkerne in das Häuschen. Sie hat dazu extra die Handschuhe ausgezogen und macht es sehr behutsam, damit keines dieser kostbaren Kernchen im Schnee versinkt. Liebevoll und halb singend ruft sie in die Welt hinaus: „Ihr lieben Vöglein kommt nun alle, hier gibt’s etwas Feines zu Essen für euch.“

Jakob ist schon weiter durch den Garten gestapft. „Komm, wir gehen noch zum Haselbusch und hängen dort die Meisenknödel auf“, sagt er zu Anni. „Dann können wir die Vögel durch das Esszimmerfenster beobachten.“ Drei Futterbällchen hängen sie zusammen in den Busch, so hoch ihre Arme reichen. Jakob nimmt Anni sogar Huckepack, um besonders weit nach oben zu gelangen.

Als die beiden wieder im warmen Haus sind schauen sie gleich durch das Esszimmerfenster, aber es ist noch keines der scheuen Vögel zu sehen. „Aber hier am Vogelhäuschen sitzt der erste Vogel“, ruft Anni aus dem Wohnzimmer. Durch die geschlossene Terrassentür kann man gut beobachten. Jakob meint: „Ich glaube, es ist ein frecher Spatz.“ Und nun haben auch noch andere Vögel den Mut zum Futterhäuschen zu kommen. Die Mutter kommt zu den Beiden und sagt erfreut: „Dieses Jahr scheint es den Vögeln ganz besonders gut zu gefallen, da sind ja Blaumeisen dabei und sogar Rotkehlchen.“

Ganz leise und vorsichtig hat sich Listerle dazugesellt und sitzt nun auf dem Teppich vor der Terrassentür. Anni und Jakob setzen sich gleich rechts und links neben ihn. Liebevoll schaut Listerle der Vogelschar beim Picken zu. „Sie sind sehr hungrig, die vielen kleinen Vöglein. Emsig picken sie die Sonnenblumenkerne auf. Aber ihr seid auch sooooo fürsorglich zu ihnen.“

alt*

Den beiden Geschwistern wird es ganz warm im Herzchen. Sie rücken von beiden Seiten dicht an Listerle heran und nehmen ihn so liebevoll in ihre Mitte. Da fällt Jakob ein Spruch von den drei Spatzen ein und er beginnt leise zu sprechen: „In einem leeren Haselstrauch, da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch. Der Erich rechts und links der Franz und mittendrin der freche Hans. Sie haben die Augen zu, ganz zu und oben drüber da schneit es, hu! Sie rücken zusammen dicht an dicht, so warm wie der Hans hat’s niemand nicht. Sie hör’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.“

* Bild-Postkarte "Spatzen" bei www.waldowverlag.de. Wir danken dem Waldow-Verlag für die Erlaubnis, das Bild abzudrucken.

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