Geschichte zum 8. Dezember

altListerle der Weihnachtswichtel

Heute ist Backtag. Mit aufgekrempelten Ärmeln und umgebundener Schürze sind Anni und Jakob in der Küche beim Schaffen. Jakob legt sein großes Wellholz beiseite und fragt: „Ist der Teig schon dünn genug ausgewellt?“ „Ja“, sagt die Mutter, „du hast den Teig sehr schön gleichmäßig ausgerollt.“ „Dann fange ich jetzt mit dem Ausstechen an“, sagt Jakob freudig. „Ich nehme zuerst das Stern-Ausstecherle. Sterne esse ich am liebsten.“ Ganz vorsichtig setzt Jakob sein Ausstecherle an den Rand des Teiges. Mit der flachen Hand drückt er das Förmchen nach unten. Als er es wieder hochhebt klebt das Teig-Sternchen noch darin. Juchhu, so hat er es am liebsten. Das sind Glücks-Sternchen, die er nur noch ganz sacht mit einem Finger über dem Backblech aus dem Ausstecherle drücken muss. So nah wie möglich setzt Jakob sein Stern-Ausstecherle immer wieder an das zuvor ausgestochene Sternen-Muster auf den Teig und belegt das Backblech mit den ausgestochenen Plätzchen. „Anni schau doch“, ruft Jakob als sein Blech voll ist. „Ich habe einen richtigen Sternenhimmel gemacht.“

Anni ist jedoch so vertieft in ihre Arbeit, dass sie Jakob gar nicht wahrnimmt. Man sieht ihr die zünftige Bäckerin richtig an. Überall ist das Mehl verteilt, auf den Haaren, der Stirn, der Nasenspitze und den Kleidern. Ihre Bäckchen allerdings leuchten rot vor lauter Schaffensfreude. Auf einem kleinen Hocker steht Anni an ihrem Arbeitplatz und verwandelt ihren Teig in ein wunderbares Ausstech-Muster. Da sie ihre Ausstecherle immer wieder in Mehl eintunkt, bleiben die ausgestochenen Formen auf dem Arbeitsplatz liegen. Da reihen sich Tannenbäumchen an Herzen, Sterne an Blumen, Pilze an Glocken. Als kein freies Plätzchen mehr übrig ist, ruft Anni aus: „Fertig,“ und klatscht befriedigt in die Hände, so dass das Mehl aufstaubt.

Mutter hilft ihr, ein Backblech mit ihren ausgestochenen Kostbarkeiten zu belegen. In kleinen Schälchen stehen verschiedene Leckereien bereit, um die Plätzchen vor dem Backen zu verzieren. Jakob nimmt sich die Schockostreuselchen, Anni die bunten Kügelchen, doch da greift auch eine Hand zu dem Hagelzucker. „Listerle“, ruft Anni, „du kommst gerade recht zum Keksle-Schmücken.“ Listerle strahlt und beginnt mit blitzenden Augen das Bestreuen. Er spricht bewundernd: „Kristallzuckerchen klein, nur du allein, wirst hübsch und fein wie ein Sternlein sein.“

altUnd als die fertig gebackenen Weihnachtsplätzchen wieder aus dem Backofen kommen, könnte man meinen, dass aus den Kristallzuckerchen kleine Kristallsternchen geworden sind. „Oh, sooooo himmlisch adventlich ist es hier bei euch“, sagt Listerle ganz begeistert und dann bekommt jeder ein Versucherle. Mmmhhh.

* Illustration "Ausstecherle" von Andreas Hanke.

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