Geschichte zum 6. Dezember

altListerle der Weihnachtswichtel

Heute fallen die ersten Schneeflocken vom Himmel. „Es schneit, es schneit“, ruft Anni Jakob zu. Beide laufen zum Fenster und schauen mit frohen Augen den wirbelnden Flocken zu. Noch ganz vereinzelt, wohl als Vorboten einer viel größeren Schar von Flocken, tanzen und wirbeln die zarten Schneesternchen in der Luft umher. „Schau mal, Anni“, sagt Jakob auf einmal erstaunt, „da wollen sogar einige Schneeflocken wieder aufwärts zum Himmel fliegen.“ „Aber auf unseren Sandkasten haben sich auch schon einige Flocken gesetzt. Da haben sie sich einen guten Platz ausgesucht“, erwidert Anni. Und dann fügt sie noch nachdenklich hinzu: „Ob der Nikolaus heute wohl durch tiefen Schnee zu uns stapfen muss?“

Draußen fängt es schon leicht an zu dämmern. Die Mutter hat hier im Haus alles besonders schön gerichtet. Anni und Jakob sind aufgeregt. Ob der Nikolaus wohl auch in diesem Jahr zu ihnen kommen kann, da er doch von so vielen Kindern erwartet wird? Mutter hat die feinen Bienenwachskerzen angezündet, und gleich ist der Raum erfüllt von dem warmen Licht und dem herrlichen Duft der Kerzen. Da pocht es an der Tür. Vater geht hin und öffnet. Herein tritt der Nikolaus in seinem langen wundervollen roten Gewand und der Bischofsmütze auf dem Haupt. Seine gütigen Augen blicken im Raum umher und ruhen dann auf Anni und Jakob. Er erzählt ihnen von seiner Reise auf die Erde. Um sich ein wenig auszuruhen setzt sich der Nikolaus auf den bereit gestellten Stuhl, dessen Kissen Listerle im letzten Moment noch einmal zurechtgezupft hat. Dankbar schaut der Nikolaus in Listerles Richtung.

altDann nimmt er sein mitgebrachtes goldenes Buch in seine Hände, schlägt es behutsam auf und liest daraus vor: „Anni, du hast so eine große Liebe zu den Tieren, dass du immer daran denkst eure Katze zu versorgen und du Jakob bist ein großer Helfer und immer gerne bereit, wenn andere Menschen deine Hilfe brauchen.“ Mit diesen Worten übergibt Nikolaus jedem der beiden Geschwister ein prall gefülltes kleines Nikolaussäckchen. Mit rot glühenden Bäckchen und leuchtenden Augen halten die beiden ihre Nikolausgabe in den Händen und danken dem Himmelsboten frohen Herzens. Zum Abschied singen Anni und Jakob dem Nikolaus mit ihren klaren Stimmen noch ein Lied, bei dem sie ihr Vater mit der Flöte begleitet. Währenddessen sehen sie, wie der Nikolaus sehr liebevoll und zart Listerle über den Rücken streicht, während dieser so aufgeregt ist, dass er kaum seine Füßchen stillhalten kann. In Listerles Augen jedoch funkeln tausend Freuden-Sternchen.

Nachdem sich der Nikolaus von allen verabschiedet hat, kann sich Listerle nicht mehr zurückhalten: „Oh, sooooo liebevoll und sooooo gütig ist der Nikolaus!“ Und er springt und tanzt Hände klatschend um Anni und Jakob herum. Diese haben auf dem weichen Teppich ihre Säckchen ausgeleert und rufen: „Komm Listerle schau was in dem Säckchen ist: „Rote Äpfel, Nüsse und leckere Lebkuchen. Mmmhhh.“

* Aus dem Buch "Nikolaus und Knecht Ruprecht", erzählt von E. Waldow, illustriert von Marie-Laure Viriot (siehe Bücher für Kinder im Advent)

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