Geschichte zum 4. Dezember

altListerle der Weihnachtswichtel

Gestern Abend konnten Anni und Jakob lange nicht einschlafen und liegen heute Morgen mit offenen Augen noch eine Weile in ihren Betten. „Du Jakob“, sagt Anni, „ich habe Listerle gleich wieder erkannt. Er hat genauso ausgesehen wie in meinem Traum. Hast du auch schon von ihm geträumt?“ „Ja, ich hab auch von ihm geträumt und er hat mir im Traum seinen Namen verraten. Hoffentlich kommt er heute wieder. Wo er jetzt wohl ist?“ Und schon ist Jakob auf den Beinen und schaut im Zimmer in jedem Winkel, aber Listerle ist nicht zu entdecken.

Etwas später sind Anni und Jakob ganz warm eingemummelt mit ihrer Mutter draußen unterwegs. Alles ist wie verzaubert, es glitzert und blinkert rundum. Die Bäume mit ihren vielen Ästen und feinen Zweigen, die Sträucher, das Gras haben rundum einen Mantel aus Tausenden von weißen, feinen, spitzen Eiskristallen an. Die Welt hat sich über Nacht in ein Kristallland verzaubert. Immer wieder müssen sich die drei mit großen Augen diese Zauberwelt ganz genau anschauen und drehen sich dabei um und um. Da knackt es auf einmal unter Jakobs  Füßen. Sogar die Wasserpfützen sind bei dieser Verzauberung dabei und haben eine dünne glatte Eisdecke bekommen. In vielen kleinen Stücken liegt nun diese Eisdecke in der flachen Pfütze. „Gut dass ich weiß, wo unser großer Kirschbaum steht“, sagt Mutter, „sonst hätte ich ihn vielleicht in dieser Kristallwelt nur schwer erkannt. Ich möchte Kirschzweige schneiden. Die stellen wir in eine Vase und wenn wir Glück haben blühen sie zu Weihnachten. Heute ist nämlich Barbaratag.“

 altDie Mutter hat fünf Zweige geschnitten und Anni trägt die Zweige ins Haus. Mit kalten roten Nasen und roten Wangen wärmen sie sich alle am Ofen wieder auf. Auf der Kommode daneben steht die weiße runde Vase mit den Zweigen die noch immer den Eiskristallmantel haben. Unversehens steht da auf einmal Listerle vor den Zweigen und schaut sie ebenfalls mit großen Augen an: „Oh, sooooo herrlich ist das.“ Und da fällt auch schon der erste Tropfen von den Zweigen, das Eis beginnt zu schmelzen. „Seid nicht traurig, ihr Barbarazweige“, sagt Listerle sanft. „Nun verliert ihr zwar diesen weißen Eismantel, doch dafür dürft ihr an Weihnachten einen weißen Blütenschleier haben.“ Und bei diesen Worten streicht Listerle zart mit seinen Händen über die Zweige.

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