Duftkerzen
Es riecht so nach Zimt oder Vanille!
Aus den Kerzenresten der letzten Adventszeit können Sie mit den Kindern schöne Duftlichter herstellen.
Sie brauchen:
Auch in diesem Jahr finden Sie in unserem Adventskalender wieder 24 neue oder altbewährte stimmungsvolle Ideen, mit denen wir Sie und Ihre Kinder einladen möchten, die Adventszeit bewusst zu erleben und zu genießen. Der schöne Brauch des Adventskalenders ist über hundert Jahre alt. Wir möchten an diese Tradition anknüpfen und Ihnen und Ihren Kindern jeden Tag einen neuen Impuls geben.
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Denn wenn man sich täglich etwas Zeit mit den Kindern zum Spielen, Backen, Basteln oder Vorlesen nimmt, wird man dem Stimmungsvollen und Schönen der Adventszeit in der Familie Raum geben und sich vom Trubel und von der Hektik der Vorweihnachtszeit nicht so leicht anstecken lassen. Manche Ideen aus dem Vorjahr wurden noch einmal aufgegriffen, aber es sind viele neue Anregungen hinzugekommen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine wunderschöne Adventszeit!
Ihr Redaktionsteam von www.spielundzukunft.de
Duftkerzen
Es riecht so nach Zimt oder Vanille!
Aus den Kerzenresten der letzten Adventszeit können Sie mit den Kindern schöne Duftlichter herstellen.
Sie brauchen:
Jetzt in der Adventszeit gibt es Nüsse in Fülle. Das Würfelspiel macht Kleinen und Großen viel Freude. Am besten vereinbaren Sie vor dem Spiel, wie lange es dauern soll. Bei kleineren Kindern reicht eine Viertelstunde.
Sie brauchen:
So wird gespielt:
Auf dem Tisch steht der Korb mit den Nüssen. Jeder Spieler darf sich acht Nüsse nehmen. Eine Walnuss wird so geknackt, dass die zwei Schalenhälften gut erhalten bleiben.
Nun wird abwechselnd mit den beiden Schalenhälften gewürfelt. Bleiben beide Schalen mit der Wölbung nach oben liegen, bekommt der Spieler, der gewürfelt hat, fünf Nüsse.
Bleibt nur eine Schale mit der Wölbung nach oben liegen, bekommt der Spieler von jedem anderen eine Nuss.
Wenn beide Schalen mit der Wölbung nach unten liegen bleiben, muss der Spieler drei seiner Nüsse in den Korb legen.
Viel Spaß beim Sammeln und Tauschen...
Und wer gern ums Gewinnen spielt, kann ja mal nachzählen, wer am Ende die meisten Nüsse hat?
Advents-Schloss ... ein schönes Spiel für den Abend in der Familie
Sie brauchen:
Die Kinder bauen aus den Klötzen ein Haus ohne Dach.
Ins Häuschen wird der Schokoladentaler gelegt.
Bekleben Sie je zwei Seiten des Würfels mit einem, zwei und drei Sternchen.
Jeder Mitspieler nimmt so viele Bauklötze fort, wie er Sterne gewürfelt hat.
Der Spieler, der den letzten Klotz abräumt, bekommt den Schokoladentaler.
Wer nach mehreren Durchgängen die meisten Taler hat, ist König und darf sich eine Geschichte wünschen.
In manchen Gegenden ist es Brauch, am 4. Dezember Kirschzweige abzuschneiden und ins Wasser zu stellen. Oft blühen sie dann genau zu Weihnachten.
Die Menschen denken bei diesem Brauch an die Heilige Barbara. Sie lebte vor 1700 Jahren und wurde als Christin verfolgt. Der Legende nach teilte sie im Gefängnis ihr Wasser mit einem kahlen Kirschzweig. Bald begann er zu blühen – mitten im Winter!
Das war für Barbara in ihrem Kerker ein Zeichen für das Weiterleben nach dem Tod.
 Wir haben auch eine weihnachtliche Vorlesegeschichte für Kinder zu den Barbarazweigen geschrieben.Â
... bis Weihnachten Blüten sammeln
Eine weitere Idee: Schneiden Sie für jedes Familienmitglied Blüten aus weißem Tonpapier. Jeder schreibt dann auf seine Blüte, was er sich von den anderen wünscht. Die Erfüllung dieser Wünsche darf kein Geld kosten.
Beispiele:
Der kleine Bruder wünscht sich von seiner großen Schwester, dass sie sein Fahrrad repariert.
Die Mutter wünscht sich vom Vater, dass er den Großeinkauf übernimmt.
Heften Sie die Blüten an den Adventskranz. Wenn ein Wunsch erfüllt wurde, wird die Rückseite der Blüten bunt ausgemalt.
Schön ist es, wenn an Weihnachten nur noch bunte Blüten am Adventskranz zu sehen sind. Denn dann sind alle Wünsche in Erfüllung gegangen.
Eine Geschichte zum Nikolaustag
 Nikolaus war ein Bischof und lebte vor mehr als 1600 Jahren in Myra, einer Stadt in der heutigen Türkei. Obwohl wir kaum etwas über sein Leben wissen, gibt es über ihn viele Legenden, in denen er als Wohltäter der Armen, vor allem aber auch der Kinder, beschrieben wird. Deshalb stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages, der am 6. Dezember gefeiert wird, ihre blank geputzten Stiefel oder einen Teller auf. Und wenn sie morgens aufstehen und nachschauen, sind Stiefel oder Teller mit Apfelsinen, Äpfeln, Nüssen, Plätzchen und anderen Leckereien gefüllt.
Eine der Nikolaus-Legenden möchten wir heute erzählen. Wenn Sie die Geschichte ausdrucken und sie Ihren Kindern in einer gemütlichen Viertelstunde vorlesen, können Sie sie auf den morgigen Nikolaustag einstimmen. Vielleicht regt die Geschichte ja auch zum Malen eines Nikolausbildes an...
Bratäpfel-Brutzeln am Nikolaustag
Laden Sie doch am Nikolaustag liebe Verwandte oder Freunde mit Kindern zum Bratäpfel-Brutzeln ein!
Für 8 Portionen brauchen Sie:
Bild von Marie-Laure Viriot aus "Nikolaus und Ruprecht"
Die Äpfel werden halbiert und die Kerngehäuse entfernt. Verkneten Sie die Müslimischung mit der Butter und dem Zitronensaft und füllen Sie die Masse in die Apfelhälften. Fetten Sie eine Auflaufform mit etwas Butter ein und setzen Sie die Äpfel hinein. Sie werden im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 30 bis 40 Minuten gebraten. Servieren Sie die Bratäpfel mit Vanilleeis und geschlagener Sahne.
Wir wünschen Ihnen und vor allem Ihren Kindern ein frohes Bratapfelbacken und einen schönen Nikolaustag!
Ihr Team von www.spielundzukunft.de
Was ist unter dem Becher versteckt?
... ein weihnachtliches Merkspiel für Kleine und Große. Es fördert vor allem die Konzentration und bringt zappelige Kinder zur Ruhe.
Sie brauchen:
Viele leere Joghurtbecher
Je zwei gleiche Gegenstände, etwa:
Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Apfelkerne, Apfelsinenschale, Kerzenstummel, Fichtenzapfen, Moos, Zweiglein, Glöckchen, Kekse, Schokoladenkugeln.
Die Gegenstände werden vermischt auf dem Tisch ausgebreitet.
Stellen Sie über jedes Teil einen Joghurtbecher.
Der erste Spieler hebt zwei Becher hoch. Findet er zwei gleiche Gegenstände, darf er sie behalten und das Spiel fortsetzen. Findet er zwei verschiedene Gegenstände, deckt er sie wieder mit den Bechern zu.
Dann ist der nächste Spieler an der Reihe.
Wer genau aufpasst, wird sich im Verlauf des Spiels immer besser merken, welche Gegenstände sich unter welchen Bechern verbergen.
Der Spieler, der am Schluss die meisten Paare hat, ist Sieger.
Ein Überraschungsspaziergang
... etwas ganz Besonderes an einem kalten Winterabend
Ein Erwachsener sucht eine Strecke für einen kurzen Abendspaziergang aus. Das Ziel kann beispielsweise ein besonders schöner Baum im Wald oder in einem Park sein.
Hier wartet er mit einer Warmhaltekanne voll duftendem Weihnachtstee und stellt rings um den Baum herum Teelichter auf. Inzwischen haben sich die anderen Familienmitglieder auf den Weg gemacht. Sie folgen der Spur der Leuchtsterne bis zum Baum mit den Lichtern.
Wie gut der heiße Tee in der Kälte schmeckt!
Marmorkekse
... einfach und schnell zubereitet
Für etwa 120 Stück brauchen Sie:
So werden die Kekse gebacken:
Das Marzipan und die Butter werden mit dem Handrührgerät cremig gerührt. Geben Sie dann die anderen Zutaten – außer Kakao – dazu und verkneten alles zu einem glatten Teig.
Der Teig wird geteilt. Geben Sie unter eine Hälfte ein wenig Milch – höchstens einen Teelöffel – und kneten Sie den Kakao unter.
Nun verkneten Sie die beiden Teighälften leicht miteinander, so dass ein Marmormuster entsteht.
Aus dem Teig werden etwa 3 cm dicke Rollen geformt.
Decken Sie die Rollen ab und stellen Sie diese für eine Stunde in den Gefrierschrank. So lassen sich die Rollen später besser in Scheiben schneiden.
Nach dem Herausholen der Rollen den Backofen auf 180 Grad vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier auslegen.
Schneiden Sie die Teigrollen in Scheiben von etwa 1/2 cm Dicke und belegen Sie die Bleche damit. Die Backzeit beträgt eine Viertelstunde.
Ein Sack voll Zeit
... eine Geschichte zum Nachdenken – auch für Erwachsene
Vor einer Woche hatte Malte Geburtstag. Auf dem Frühstückstisch lag ein großes Paket mit einem echten Lederfußball. Den hatte Malte sich schon lange gewünscht. Doch richtig freuen konnte er sich darüber nicht. Denn der Papa war schon fort. „Er hat ganz früh einen wichtigen Termin“, hatte die Mama erklärt. Am Abend konnte Malte es kaum erwarten, bis der Papa heim kam. „Papa, Papa, danke für den tollen Fußball! Sollen wir zusammen auf die Wiese gehen und ihn einweihen? Ich habe extra auf dich gewartet“, bettelte der Junge. Doch der Vater vertröstete ihn: „Am Wochenende. Ganz bestimmt! Ich muss leider noch mal in die Firma.“ Doch am Wochenende klappte es mit dem Fußballspielen auch nicht.
Heute kommt der Vater wieder sehr spät aus seiner Firma heim. Da sieht er vor der Kinderzimmertür den Fußball und einen Zettel. „Wunschzettel“, liest der Vater und lächelt. Doch dann wird sein Gesichtsausdruck immer trauriger. „Liebes Christkind“, steht da. „Hier ist der Fußball, den mein Papa mir zum Geburtstag geschenkt hat. Nimm ihn mit und schenke ihn einem Kind, dessen Papa mit ihm Fußball spielt. Denn ohne meinen Papa macht mir der Ball keinen Spaß. Bitte, liebes Christkind, schenke meinem Papa einen Sack voll Zeit. Dann geht er mit mir zur Wiese. Und dann spielen wir mit meinem alten Ball. Denn Zeit ist besser als alle Fußbälle der Welt. Dein Malte.“
Der Vater denkt lange nach. Dann beschließt er, nicht bis Weihnachten zu warten, sondern gleich morgen einen großen Sack Zeit für sich und Malte zu besorgen.
Apfelsinenlichter
Apfelsinen enthalten viel Vitamin C. Wer täglich ein Glas frisch gepressten Saft trinkt, stärkt die Abwehrkräfte seines Körpers gegen Erkältungen. Aus den Apfelsinenschalen entstehen stimmungsvolle Lichter, die einen wunderbaren Duft verströmen.
Sie brauchen:
Schneiden Sie die Apfelsinen quer durch. Sie werden ausgepresst. Kratzen Sie die Schalenhälften sauber aus. Mit der Ausstechform stanzen Sie Sterne aus der Schale heraus. Nun setzen Sie in die Mitte jeder Schalenhälfte ein Teelicht. Wenn Sie es anzünd
Psst! Ganz leise!
Das Spiel der Triangel sorgt für himmlische Ruhe
Die Familie macht es sich auf dem Wohnzimmerboden gemütlich. Alle sitzen dicht beisammen auf Kissen im Kreis, schließen die Augen und sind mucksmäuschenstill. Einer schlägt eine Triangel an, und alle lauschen auf den langsam verklingenden Ton. Erst wenn nichts mehr zu hören ist, wird die Triangel an den linken Nachbarn weitergegeben. Das Spiel ist zu Ende, wenn jeder mal die Triangel angeschlagen hat.
Strohsterne
... einfach und schnell gebastelt
Das Basteln von Strohsternen ist ein alter weihnachtlicher Brauch. Die Natursterne sind eine schöne Dekoration für den Weihnachtsbaum, aber auch fürs Fenster.
Sie brauchen:
So werden die Strohsterne gebastelt:
Schneiden Sie die Strohhalme der Länge nach durch und bügeln Sie die Halme auf der niedrigsten Stufe des Bügeleisens.
Die Länge eines Strohhalms ist gleichzeitig die Breite des Sterns. Schneiden Sie die Halme in entsprechend lange Streifen.
Betupfen Sie jeden Strohstreifen in der Mitte mit Klebstoff und legen Sie die Streifen kreuzförmig übereinander.
Die zusammengeklebten Sterne werden eine Weile unter schwere Bücher gelegt, damit sie besser haften.
Einen roten Wollfaden mehrere Male um die Mitte des Stern wickeln, verknoten und den Stern am langen Ende des Fadens aufhängen.
Geschenkpapier drucken
Origineller als gekauftes Geschenkpapier ist Packpapier, das in der Weihnachtswerkstatt zu Hause mit Sternen bedruckt wird.
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Sie brauchen:
Zeichnen Sie auf Pappe einen Stern. Er wird als Schablone auf einen Schwamm gelegt.
Umfahren Sie die Umrisse des Sterns mit Filzstift und schneiden Sie den Schwammstern aus. Fertig ist eine Druckschablone.
Stellen Sie pro Farbe eine Druckschablone her.
Schneiden Sie Packpapier in gewünschten Größen zu.
Nun können die Kinder das Packpapier mit Sternen bedrucken.
Lebkuchen ... woher er kommt
Zucker war früher sehr kostbar und wurde erst im 18. Jahrhundert in größeren Mengen hergestellt. Und doch gab es schon vor vielen tausend Jahren mit Honig gesüßte Fladen – etwa bei den Ägyptern. In den Palästen der Pharaonen waren sie sehr beliebt. Später kamen die Fladen über Griechenland und das römische Reich in nördlichere Gegenden. Im Mittelalter wurden Honigkuchen in Klöstern hergestellt und verkauft. Vor mehr als über 600 Jahren gab es in Nürnberg die ersten Honigbrot-Bäcker. Sie nannten sich Lebküchner – daher der Name Lebkuchen. Mittlerweile wird Lebkuchen mit Zucker statt mit Honig hergestellt. Den Honig mischt man allenfalls als Geschmacksverbesserer bei.
... und wie er gebacken wird
Sie brauchen:
So werden die Lebkuchen gebacken:
Das Geheimnis der Mistelzweige
Besorgen Sie mit den Kindern ein paar Mistelzweige und hängen Sie sie über der Haustür auf. Und erzählen Sie ihnen vom Geheimnis der Mistel...Â
Die Mistel ist ein kleiner kugelförmiger Strauch. Sie bleibt das ganze Jahr hindurch grün, wächst aber nicht wie andere Pflanzen aus dem Boden heraus, sondern auf Bäumen. Im Winter werden ihre weißen Beeren reif: ein Leckerbissen für Vögel, die bei uns überwintern. Das Fruchtfleisch der Beeren ist sehr klebrig. Deshalb wetzen die Vögel nach dem Fressen ihren Schnabel an Ästen.
Die kleinen klebrigen Samen der Beeren bleiben so an neuen Bäumen hängen und werden verbreitet. Der Samen keimt dann im Frühling und bildet eine kleine Wurzel. Sie wächst in den Baumstamm hinein, bis sie die Wasserleitungen des Baumes erreicht hat. Erst ein Jahr später wachsen die ersten Blätter der neuen Mistel.
300 Jahre, bevor Jesus zur Welt kam, lebten in Mittel- und Nordeuropa die Kelten. Sie sahen in der Mistel etwas sehr Geheimnisvolles und glaubten, dass diese Pflanze Zauberkraft hat. Die Menschen damals hatten besonders im Winter Angst vor bösen Geistern. Zum Schutz vor ihnen hängten sie deshalb zur Zeit der Wintersonnenwende Misteln an die Türen ihrer Häuser. Sie betrachteten die Mistelzweige aber auch als Zeichen des Friedens und der Freundschaft und verschenkten sie an Nachbarn. Wenn zwei Feinde sich unter einem Mistelzweig trafen, umarmten und versöhnten sie sich.
Ein Stern für dich
... andere mit Lob beschenken
Überlegen Sie einmal mit den Kindern, welche Nachbarn besonders nett zu ihnen sind. Bestimmt würde sich die Nachbarsfamilie über ein kleines Dankeschön freuen.
Basteln Sie einen schönen Strohstern oder schneiden Sie einen Stern aus goldenem Tonkarton. Ihre Kinder schreiben dann eine kleine Botschaft darauf, etwa:
Liebe Familie ...
Ihr seid immer so lieb zu uns. Wenn wir mal früher aus der Schule kommen und die Mama noch nicht zu Hause ist, dürfen wir immer zu euch kommen. Dann spielt ihr mit uns oder erzählt uns eine Geschichte. Dafür möchten wir uns bedanken.
Viele liebe Grüße – eure...
Die Kinder stecken den Stern dann in den Briefkasten. Die Freude bei den Empfängern wird garantiert riesengroß sein. Solche kleinen Gesten tun einem harmonischen Zusammenleben gut. Das sollten Kinder von klein auf lernen.
Wie es früher war
... Weihnachtserinnerungen der Eltern und Großeltern ziehen Kinder in den Bann
Gehen Sie den Weihnachtsspuren Ihrer Kindheit nach und erzählen Sie den Kindern von früher. Etwa wie der Nikolaus Äpfel und Nüsse durchs Fenster geworfen oder der Weihnachtsengel beim Abholen des Wunschzettels ein silbernes Glöckchen im Hausflur verloren hat. Kinder können von solchen Geschichten nicht genug bekommen. Sie spüren dabei hautnah, mit wie viel Liebe Oma und Opa ihre Mama oder den Papa umgeben haben. Dies stärkt das Familiengefühl. Laden Sie zu einem solchen Erzählabend auch die Großeltern oder – falls diese weit entfernt wohnen – das nette ältere Paar aus dem Nachbarshaus ein. Sie sind Experten in Sachen Weihnachtserinnerungen und wissen noch viel mehr Geheimnisvolles zu berichten.
Der Weihnachtsapfel
Eine Vorlesegeschichte
Es war einmal ein kleiner roter Apfel. Der hing an einem großen Baum mit vielen anderen Äpfeln. Im Sommer tollten die Kinder auf der Wiese herum. Die Äpfel freuten sich immer, wenn die Kinder kamen. Denn sie erzählten lustige Sachen. Manchmal musste sich der kleine Apfel vor Lachen schütteln. Da ermahnten ihn die anderen Äpfel: „Schaukle nicht so wild herum. Wenn du herunter fällst, ist es aus mit dir. Denn du bist noch nicht reif genug. Du wirst faulen, und dann werden dich Vögel, Würmer, Ameisen oder Mäuse fressen.“ Da bekam es der kleine Apfel mit der Angst zu tun. Denn er träumte davon, ein Weihnachtsapfel zu werden. Frau Amsel hatte ihm wunderschöne Dinge erzählt: von einem Tannenbaum, an dem kleine rote Äpfel hängen; von Kerzen, die so hell und warm sind wie Sonnenstrahlen; von Kindern, die lachen und um den Baum herum tanzen. Ja, so ein Weihnachtsapfel wollte er auch werden!
Die anderen Äpfel lachten ihn aus und sagten: „Die wenigsten Menschen hängen uns noch an den Weihnachtsbaum. Sie essen uns auf und machen aus uns Apfelkuchen, Apfelgelee oder Apfelsaft.“ All das gefiel dem kleinen Apfel nicht. Er wollte unbedingt ein Weihnachtsapfel werden. Als die Erntezeit kam, wurden die Äpfel gepflückt. „Wir wollen sie pressen und Saft aus ihnen machen“, sagte ein Mann. „Aber nicht alle! Ich möchte nämlich einige Apfel für den Winter einlagern“, meinte eine Frau. Der kleine Apfel freute sich. Denn er kam in den Korb zu den Winteräpfeln. „Vielleicht wird aus mir doch noch ein Weihnachtsapfel!“, hoffte er.
Er hatte Glück. Eines Tages nahm die Frau ihn aus dem Korb heraus. Sie putzte den kleinen Apfel mit einem Tuch blank, befestigte an seinem Stiel einen Goldfaden und hängte ihn an einen Zweig des Weihnachtsbaumes. Die Amsel hatte nicht übertrieben. Es war wunderschön. Die Kerzen leuchteten hell und waren warm wie Sonnenstrahlen. Und die lustigen Kinder, über die sich der kleine Apfel im Sommer so gefreut hatte, tanzten nun um den Baum herum. „Ich bin der glücklichste Apfel der Welt!“, rief der kleine Apfel. Denn sein Traum war in Erfüllung gegangen.
Sternengucker
... ein schönes Abend-Ritual, das aufs Weihnachtsfest einstimmt
Betrachten Sie mit Ihren Kindern den nächtlichen Sternenhimmel. Erzählen Sie ihnen vom Stern von Betlehem, der den Hirten und den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe gezeigt hat.
Zum Sternengucken passt auch die folgende Indianer-Legende:
Eines Abends fragte ein kleiner Indianerjunge seinen Großvater: „Woher kommen die Sterne?“ Der Großvater überlegte eine Weile und antwortete: „Gott hat mit einer Nadel Löcher in das Himmelszelt gestochen.“ „Warum hat er das gemacht?“, wollte der kleine Indianerjunge wissen. „Damit die Menschen ein wenig vom goldenen Glanz des Himmels sehen können“, gab ihm sein Großvater zur Antwort.
Geschenke fürs Jesuskind
Überlegen Sie mit den Kindern, was man dem Jesuskind in der Krippe wohl schenken könnte. Es sollte etwas Symbolisches sein. Hier einige Beispiele:
Eine kleine Weihnachtsstern-Pflanze, denn mit ihren schönen roten Blüten ist sie Zeichen für die Natur, für das Leben und Wachsen.
Ein Strohstern, denn der Stern hat Hirten und Könige zur Krippe geführt und dabei keinen Unterschied zwischen arm und reich, einfach und berühmt gemacht.
Eine Kerze, denn sie leuchtet und macht warm. Sie ist ein Licht in der Dunkelheit und ein Zeichen für das Gute in unserer Welt.
Ein Glöckchen, denn es läutet zum Weihnachts-Gottesdienst. Dort sprechen wir über die Geburt des Messias. Wir danken Gott, singen und beten. Und wir erinnern uns daran, wie gut er es mit uns Menschen meint.
Stellen Sie die Geschenke am 24. Dezember zur Krippe.
Weihnachtsschmaus für Vögel
... ein Leckerbissen für Vögel im Garten oder auf dem Balkon

Sie brauchen:
 Sammeln Sie mit den Kindern bei einem Waldspaziergang Tannenzapfen.
Zu Hause werden sie mit Margarine bestrichen und in Vogelfutter gewälzt.
Binden Sie die Futterzapfen in die Äste eines Strauchs.
Schon bald werden die ersten gefiederten Besucher zum Festschmaus kommen. Die Kinder können die Vögel vom Fenster aus beobachten.
Engelsprüche

Sie brauchen eine kleine weiße Schachtel mit Deckel. Ihre Kinder dürfen einen Engel auf den Deckel malen. Schreiben Sie auf 14 Kärtchen je einen der folgenden Engelsprüche und legen Sie die Kärtchen in die Schachtel. Vom 24. Dezember bis zum 6. Januar wird an jedem Morgen „blind“ ein Kärtchen herausgeholt. Der Engelspruch soll die Familie durch den Tag begleiten.
Die Engel sind uns ganz nah und schützen uns und Gottes Kreaturen in seinem Auftrag (Martin Luther)
Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. (Psalm 91,11)
Die Weihnachtsgeschichte
Vor 2009 Jahren lebte in Betlehem, einer Stadt in Judäa, ein kleiner Junge. Er hieß Aaron. Eines Tages wimmelte es in Betlehem von Menschen. Viele Fremde waren in die Stadt gekommen. Alle Bewohner des Landes mussten sich nämlich zählen und in Listen eintragen lassen, jeder in seiner Stadt. Das hatte der Kaiser Augustus befohlen.
Aaron stand vor der Herberge seines Vaters und staunte über die vielen Menschen auf der Straße. Da kam ein Mann auf die Herberge zu. Er führe einen Esel, auf dem eine junge Frau saß. Der Mann sprach Aaron an: „Ich bin Josef von Nazaret, und das ist Maria. Wir brauchen dringend einen Platz für die Nacht, denn Maria erwartet ein Kind. Es wird bald zur Welt kommen. Aber in keiner Herberge ist ein Zimmer frei. Weißt du vielleicht, ob wir in dieser Herberge einen Platz finden können?“ Aaron antwortete: „Diese Herberge gehört meinem Vater. Ich werde in fragen.“
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