Auf Schatzsuche im Jahreslauf

In dieser Serie möchten wir Eltern und Kinder durchs Jahr begleiten und mit Ihnen jede Woche einen Schatz entdecken, den die Jahreszeit für Kinder bietet. Ein besonderer Begleiter ist dabei ein Jahreszeitenplatz in der Familie, der je nach Jahres- oder Festeszeit immer wieder erweitert oder verändert wird. Ein solcher Ort lässt sich auf einem kleinen Tisch oder einer Kommode einrichten. Der Untergrund besteht aus Tüchern – farblich passend zur Jahreszeit. Die Dekoration findet sich in der Natur – Blumen, Zweige, Moos, Steine, bunte Blätter, Früchte, Tannenzweige, Zapfen usw. Ergänzend dazu kleine Figuren – Zwerge, Elfen, Tiere usw. Ein solcher Platz hat für Kinder eine ganz besondere Bedeutung. Er stärkt das Miterleben der wechselnden Jahreszeiten-Stimmungen, regt ihre Fantasie an, lädt zum Gestalten und zum Erzählen von Geschichten ein – sozusagen ein immerwährender Kalender, den Sie mit allen Sinnen wahrnehmen können.

 

Auf Schatzsuche im Januar

Januar

alt1. Woche

Frau Holle und der Holunder

Seidentücher in Lila, Eisblau und Weiß verwandeln unseren Jahreszeitentisch in eine geheimnisvolle Winterwelt. Der Januar ist die Zeit des Erzählens. Früher saßen die Frauen in den Spinnstuben und erzählten sich Märchen: ein Volksgut, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die Kinder saßen dabei, hörten aufmerksam zu, fühlten sich eins mit der Welt der Zwerge und Elfen, der Riesen und Trolle und anderer Sagen umwobener Gestalten, etwa die weiße Frau Holle, die in der Zeit der Raunächte zwischen Weihnachten und Dreikönig von den Bergen herabstieg und durchs Land der Menschen wanderte. So wie für unsere Vorfahren die Göttin Freya als Erzeugerin des glänzenden Schnees war, erscheint auch Frau Holle überirdisch als Schneefee in de Volkssagen. Die letzte Raunacht ist die Dreikönigsnacht. Der Sage nach können Tiere in dieser Nacht sprechen, und das Wasser hat eine starke Heilkraft. Heilkräften wird auch dem Saft der Holunderbeeren zugeschrieben. Durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt beugt er Erkältungskrankheiten vor. Genießen Sie mit den Kindern am Abend des Dreikönigstages ein Glas heißen Holunderbeerensaft oder -tee (aus dem Reformhaus), und erzählen Sie beim Flackern der Kerzen auf dem Jahreszeitentisch das alte Märchen von Frau Holle und dem Holunder:

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Auf Schatzsuche im Februar

1. Woche

SchneeglöckchenLichtmess

Am 2. Februar feiern wir 40 Tage nach Christi Geburt Lichtmess. Der alte Name dieses Festes deutet auf den alten Brauch der Lichterprozessionen und Kerzenweihen in der Kirche hin. Die Menschen ließen die Kerzen segnen und nahmen sie dann mit nach Hause, um sie in wichtigen Lebens- und Notsituationen anzuzünden. Eine weiße Stumpenkerze findet jetzt ihren Platz auf dem Jahreszeitentisch. Sie symbolisiert neues Licht nach dem dunklen Winter. Eine kleine Hyazinthe, die gerade so aus der Erde spitzt und in den nächsten Tagen durchbrechen wird, schmückt den Jahreszeitentisch ebenso schlicht wie ein paar kahle Zweige aus dem Garten,  an die man Schneeflöckchen hängt, die man selbst aus Papier mit den Kindern bastelt.

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Auf Schatzsuche im März

1. Woche

narzissen- iStock 000010991653xlGelbe Frühlingsblumen

Nach dem langen Winter sehnen wir den Frühling herbei. Zartgrüne Tücher schmücken nun unseren Jahreszeitentisch. Dazu stellen wir  ein Töpfchen mit gelben Narzissen oder Krokussen, die noch nicht hoch gewachsen oder gar aufgeblüht sind, so können die Kinder beobachten, wie es in der Natur zugeht und wie lange es dauert bis sich die Blüten langsam öffnen.  Die meisten Frühlingsblumen sind gelb, zum Beispiel Schlüsselblumen, Butterblumen, Narzissen und Krokus. Und auch die Küken sind gelb. Gelb war die Farbe der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya und der Sonnengötter alter Kulturen.

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Auf Schatzsuche im April

April

1. Woche

Vogelnest

vogeleier-158734xl

Nun bauen die Vögel wieder ihre Nester – auch der kleinste unserer Gartenvögel, der Zaunkönig. Wir stecken einen grünen Zweig in die Vase und hängen das Vogelnest daran auf. Es besteht aus einem ausgeblasenen braunen Ei. In eine Breitseite stechen wir ein kleines Loch und vergrößern es vorsichtig. Das Loch ist der Eingang zum Nest.

Wir kleben nun etwas Moos hinein und ziehen einen Faden durch ein kleines Loch oben im Ei. Das untere Ende wird verknotet, damit der Faden nicht durchrutscht und wir das Vogelnest an unseren Zweig hängen können. Fehlt nur noch ein kleiner Vogel. Wir kleben eine kleine und eine etwas größere Holzperle aufeinander. Aus rotem Filz schneiden wir einen kleinen Schnabel, zwei Flügel und eine Schwanzfeder und kleben sie auf. Dem Vögelchen werden zwei winzige schwarze Augen aufgemalt. Und dann fixieren wir den Vogel mit etwas Klebstoff im Moos.

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Auf Schatzsuche im Mai

1. Woche

Maigloeckchen-iStock 000008812555SmallSei gegrüßt, lieber Mai!

Im Mai zeigt sich der Frühling von seiner schönsten Seite. Das frische Grün und die zarten Blütenfarben tun der Seele gut. In vielen Orten werden Maibäume aufgestellt. Kleine und Große tanzen und feiern gemeinsam.

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Auf Schatzsuche im Juni

1. Woche

wiese juni iStock 000002985612XSmallBienen und köstlicher Honig

Längst haben Bienen und Hummeln in unseren Gärten Einzug gehalten. Sie fliegen von Blüte zu Blüte und bringen Nektar zum Bienenstock. In den Waben wird er zu Honig, den der Imker einsammelt. Wir besorgen ein kleines Körbchen ohne Henkel oder stellen selber eines aus Bast her. Der Rohling besteht aus einem vorher gebogenen Drahtgeflecht, das wir mit dem Bast umweben: Fertig ist ein schöner Bienenstock für den Jahreszeitentisch. Bienen machen wir aus kleinen länglichen Kieselsteinen, die wir mit den Kindern am Waldbach sammeln. Die Steine werden gewaschen und getrocknet und anschließend abwechselnd mit schwarzen und gelben Streifen bemalt. Das Köpfchen der Biene malen wir schwarz, Augen sind zwei kleine weiße Punkte. Fehlen noch die Flügel. Die schneiden wir aus durchsichtiger Folie und kleben sie seitlich am Bienenkörper auf.

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Auf Schatzsuche im Juli

Blumenwiese2985612XSmall1. Woche

Blumenelfen

Elfen mögen Menschen und nehmen gern Kontakt zu ihnen auf. Aber den meisten bleibt das leider verborgen. Immer, wenn wir uns an den blühenden Blumen draußen begeistern, freuen sich die Elfen. Und sie begleiten uns, wenn wir einen Strauß frischer Wiesenblumen pflücken und auf den Jahreszeitentisch stellen. Kinder mögen Naturwesen wie Elfen und Zwerge. Und sie können sie noch erkennen – im Luftzug des Windspiels an der Tür, im Schwirren der unzähligen Insekten über einer Sommerwiese, im Vorbeiziehen einer Sternschnuppe am Nachthimmel.

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Auf Schatzsuche im August

iStock 000004131399Mxs1. Woche

Sonnenblumen

Überall in unseren Gärten leuchten uns die Sonnenblumen entgegen. Manche werden bis zu zwei Meter groß. Die Blüten richten sich immer nach der Sonne aus. Am Ende des Sommers vertrocknet der gelbe Blütenkranz, und ein Korb voller Kerne bleibt zurück – Nahrung für die Vögel, die nun scharenweise kommen und die Sonnenblumenkerne aufpicken. Unseren Jahreszeitentisch schmückt nun eine Sonnenblume. Und auch ein Sonnenblumenkind hält dort Einzug.

Ein Märchen aus Armenien erzählt, warum sich die Sonnenblume zur Sonne dreht:

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Auf Schatzsuche im September

1. Woche

rubin-Fotolia 158155300-xl

Mutter aller Edelsteine

Allmählich verliert der Sommer an Kraft. Die Sonne scheint nicht mehr so warm, und die Nächte werden schon empfindlich kühl. Warme Töne - rot, orange, grün und braun – umgeben unseren Jahreszeitentisch mit einer frühherbstlichen Aura. Dazu gehört ein Rubin, der Stein des Tierkreiszeichens Jungfrau. Man nennt ihn Mutter aller Edelsteine.

Die Menschen früher glaubten nämlich, dass der rote Rubin ein inneres Feuer hat, das seinem Träger ein langes Leben schenkt. Für die große Theologin und Naturheilkundlerin Hildegard von Bingen hatte der Stein wieder belebende Kräfte. Im Mittelalter verbreitete sich zudem die Kunde, dass ein Unglück heraufzieht, sobald sich das Rot des Rubins verdunkelt. Der Heilstein, so sagen auch moderne Heilkundler, fördert die Blutbildung und stärkt so das Immunsystem. Er soll die Leistungsfähigkeit steigern, Erschöpften neuen Schwung bringen und andererseits ausgleichend auf hyperaktive Menschen wirken.

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Auf Schatzsuche im Oktober

1. Woche

Zwergenmuetzen DanielaDreschermittelZeit, Danke zu sagen

Anfang Oktober feiern wir das Erntedankfest. Noch zeigt sich die Natur in einem ihrer schönsten Kleider. Die Blätter beginnen sich zu verfärben. Wir haben Früchte geerntet und Vorräte angelegt. Alles ist im Überfluss vorhanden. Bald wird die Erde alles, was im Winter Schutz sucht, mit ihrem warmen Mantel zudecken. Die Tage werden allmählich kürzer, die Abende länger. Wir halten uns nun wieder mehr drinnen auf, kommen zur Ruhe und sagen Dank für all das Gute, von dem die Natur uns verschwenderisch gegeben hat.

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Auf Schatzsuche im November

1. Woche

igel-1696327 640xlWärme und Licht finden

Die Sonnenstunden werden seltener. Es kommen trübe, nass-kalte Tage – oft eingehüllt in Nebelschwaden, die über Felder und Wälder ziehen. Der Herbst zieht sein buntes Blätterkleid aus und hüllt sich in grau-braune Gewänder. Die abgefallenen Blätter modern – vom Tau durchnässt - vor sich hin. Ein Geruch von Vergänglichkeit liegt in der Luft. Nicht umsonst gedenken wir in diesem Monat unserer Toten. Nun brauchen wir viel Wärme und inneres Licht!

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Auf Schatzsuche im Dezember

1. Woche

Licht für Licht auf Weihnachten zu

Rote Seidentücher wechseln Anfang Dezember die braunen und orangefarbenen auf unserem Jahreszeitentisch ab. Die Farben des Advents sind rot und grün: rot für die Kerzen am Adventskranz, dunkelgrün für die Tannenzweige. Jede angezündete Kerze bringt ein wenig mehr Helligkeit und macht deutlich: Jesus ist als Licht in unsere dunkle Welt gekommen.

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