Mit Kindern kochen und backen

Kinder werden von den Geräuschen und Düften aus der Küche magisch angezogen. Denn überall wo gewerkelt wird, wo gebraten, eingekocht oder gebacken wird und es herrlich duftet, herrscht eine gemütliche und vertraute Atmosphäre, in der sich Kinder wohl fühlen, Vertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln und nebenher viel Nützliches für ihr Leben lernen können.

Statt zwischen Kinderzimmer und Küche hin und her zu pendeln, um den alltäglichen Pflichten und den Kindern gerecht zu werden, kann man sich das Leben erleichtern, indem man die Kinder von Anfang an spielerisch in den Haushalt und ins Kochen einbezieht. Umso selbstverständlicher und selbstständiger werden sie als große Kinder im Haushalt und in der Küche helfen können.Bereits ganz kleinen Kindern kann man Kochlöffel, Deckel, Töpfe, Siebe und Schüsseln auf den Boden legen und sie damit hantieren lassen. Sind die Kinder etwas größer und die Gefahr des Verschluckens nicht mehr so groß, kann man ihnen ein paar ungekochte, bunte Nudeln überlassen, die sie kräftig umrühren und hin und her schütten können. Kinder lernen durch Beobachten und Nachahmen, sie begutachten interessiert, was Mutter oder Vater am Herd und in der Küche tun.

 

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Foto: GlückskäfernicNEU

Bindet man sich selbst eine Küchenschürze um, kann man dem Kind auch ein Geschirrtuch umbinden. Vielleicht findet sich in der Küche sogar ein Eckchen, wo man einen hübschen Spielherd mit Kindergeschirr aufstellen kann? Man macht den Kindern damit ein großes Geschenk und entlastet sich, denn die Kinder beschäftigen sich prima selbst, indem sie das nachmachen, was man selbst gerade tut. Der Hinweis „ich gebe jetzt die Nudeln in den Topf und rühre sie kräftig um, das kannst du jetzt an deinem Herd auch tun“ wird sicherlich begeistert befolgt. Kommen kleine Freunde ins Haus, wird das Gelernte wahrscheinlich sofort vorgeführt und das kindliche Spiel kann sich entwickeln, ohne dass man als Erwachsener eingreifen muss.

Der kleine vierjährige Felix sitzt ausgestattet mit einem echten kleinen Küchenmesser stolz am Küchentisch und schnippelt eifrig Äpfel in kleine Scheiben, während seine ältere Schwester Helen mit glühenden Wangen das ratternde Rührgerät festhält und den Teig für den Apfelkuchen knetet.

Kindergartenkinder geben sich manchmal nicht mehr nur mit „Kochen spielen“ zufrieden. Sie möchten richtig arbeiten und dabei erfahren, dass ihr Tun sinnvoll ist und ein echtes Ergebnis hat. Sie lieben es, wenn Sie in die Küchenarbeit einbezogen werden und einfache Arbeiten ausführen dürfen, die sie alleine bewältigen können.

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Foto: GlückskäfernicNEU

Wenn man Kindergartenkindern zeigt, wie sie das Messer halten sollen, kann man sie beispielsweise Obst für einen Salat oder Gemüse für eine Suppe schneiden lassen. Man sollte ihnen erklären, dass sie ganz vorsichtig damit umgehen müssen, weil es scharf ist und dies an einem Beispiel vorführen, bevor es losgeht. Genauso gut können schon kleine Kinder Mehl, Zucker oder Milch in Messbecher füllen, und dann in die große Kuchenschüssel geben. „Bis zu dem Strich kannst du hineinschütten, weiter bitte nicht, sonst läuft es über“. Dabei lernen Kinder Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit und Augenmaß. Schulkinder können Lebensmittel wiegen und messen und beispielsweise zu Pfannkuchen verarbeiten.

Wenn man Eiweiß und Eigelb gründlich austropfen lässt und Apfelschalen- und kerne kompostiert oder für Meerschweinchen und Vögel zurücklegt, hart gewordene Brötchen für Nachbars Hasen aufhebt oder zum Verfüttern zum Ententeich mitnimmt, mit Butter und Milch sorgsam umgeht, lernen Kinder zusätzlich und ohne große Erklärungen den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln. Nach einer ersten Einführung sollte man sich vor allem bei größeren Kindern nicht mehr einmischen. Es ist wichtig, dass die Kinder auch mal einen Fehler machen oder etwas verschütten dürfen, das gehört zum Leben und zum Lernen dazu.

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Foto: Glückskäfer nicNEU

Gerade mit älteren Kindern ergeben sich durch das vertraute Nebeneinander beim Kochen und Abspülen manchmal gute „Küchengespräche“, in denen man erfährt, was die Kinder beschäftigt oder bedrückt. Bei kleineren Kindern sollte man natürlich daneben bleiben und vielleicht etwas assistieren. Versuchen Sie, gelassen zu bleiben, wenn etwas schief geht und vermeiden Sie es, Kindern eine Aufgabe aus der Hand zu nehmen, wenn es nicht gleich klappt oder nicht perfekt wird. Denn sonst bleibt das Gefühl, etwas nicht geschafft zu haben und das verletzt das Selbstwertgefühl.

Wie alle Menschen merken auch Kinder, ob ihre Arbeit in einem sinnvollen Zusammenhang steht. Sie möchten etwas bewirken und sich an der Wirkung ihres Tuns freuen.

Daher ist es nur logisch, dass die gemeinsame Arbeit in Haushalt und Küche das Selbstbewusstsein von Kindern fördert. Was für ein Erfolgserlebnis ist es, wenn der gerade selbst gerührte, fertig gebackene Apfelkuchen - vielleicht mit krummen und schiefen Apfelscheiben und unebenem Kuchenrändern, aber herrlich duftend - auf dem Tisch steht und von den eingeladenen Nachbarn gelobt wird!

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Fotos: GlückskäfernicNEU

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Schöne Spielsachen zum Thema Kochen, Backen und Haushalt zeigen wir Ihnen hier

Hinweise zu Koch- und Backbüchern für Kinder finden Sie hier

In unserer Serie „Kinder im Jahreszeiten-Garten “ lesen Sie unter vielen anderen schönen Tipps auch, welche Nahrungsmittel jetzt gesetzt oder geerntet werden, und was Sie daraus Schönes mit ihren Kindern backen, kochen oder basteln können

Guten Appetit wünscht Ihnen und Ihren Kindern

das ganze Team von Spiel und Zukunft!

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