Bücher zum Thema Kindergarten, Schule und Lernen

"Waldorfkindergarten heute - Eine Einführung"
hg. von Marie-Luise Compani und Peter Lang

Waldorfkindergarten_heute

Der Titel des Buches ist zu bescheiden für das, was sich dahinter verbirgt. Zwölf Autoren liefern nicht nur eine „Einführung“, sondern geben einen fundierten Überblick über die verschiedenen Aspekte der Waldorfpädagogik und Einblicke in das praktische Arbeiten im Waldorfkindergarten. Die Leser erfahren, wie das anthroposophische Menschenbild die Waldorfkindergärten prägt und dort in die Praxis umgesetzt wird.

Peter Lang und Marie-Louise Compani schlagen einen großen Bogen von der Geschichte der ersten Waldorfkindergärten bis hin zu den Aufgaben und Angeboten  von Waldorfkindergärten heute. Gestreift werden hierbei der Kampf um Kinderrechte weltweit, die Pisaproblematik, die Resilienzforschung und die Prinzipien der Salutogenese. Denn auch mit den Ergebnissen dieser Forschungsrichtungen lässt sich verstehen, warum Waldorfpädagogik ein gesund machender Erziehungsansatz für Kinder ist, den immer mehr Eltern für ihr Kind wählen. Interessant hierbei die sind beispielsweise die Forschungen zum Lärmpegel in Waldorfkindergärten.

Marie Louise Compani erklärt anhand der Spielschritte in der Entwicklung, warum das freie Spiel ein Quell für Bildung ist und warum Bindung vor Bildung stehen muss.  Den Alltag im Waldorfkindergarten darstellend, zeigt sie wie wichtig eine gute Eingewöhnung, Platz für die individuelle Entwicklung und Rhythmus dafür ist, dass sich ein Kind geborgen und sicher fühlt, um sich dann seinen Anlagen und seinem Tempo gemäß entwickeln zu können.

Dass sich Waldorfkindergärten nicht der den Anforderungen der Zeit verschließen, zeigen die Fachbeiträge von Birgit Krohmer, die beschreibt mit welchen Methoden Waldorf-Einrichtungen Kleinkinder unter drei Jahren betreuen und der Aufsatz von Andreas Neider, der das Prinzip der „Medienbalance“ im Vorschulalter vertritt. Auch ein anderer Beitrag von Peter Lang erklärt ohne dogmatisch erhobenen Zeigefinger, jedoch mit viel Empathie für das Kindeswohl, wie Kinder getäuscht und um die grundlegenden Erfahrungen gebracht werden, wenn sie zu früh Fernsehen und Computer ausgesetzt sind. Sie werden, so Langs Fazit, um ihre Fantasiekräfte und ihr Bewegungs- und Sprachvermögen betrogen.

Bereichert wird dass Buch durch Einblicke in den Alltag des Kindergartens wie Angelika Prangest einfühlsamer Schilderung, wie man Kinderzeichnungen verstehen kann, Jaquelines Walter-Baumgärtners einprägsame Einführungen in die „“rhythmischen-musikalischen Sprech- Sing und Bewegungsspiele“ und Michael Kassners wichtige Ausführung zur  Bedeutung der „Ernährung im Kindergarten“ sowie Elisabeth Göbels lebhafte Beschreibung der „Eurythmie im Vorschulalter“. 
Wie wichtig die Elternarbeit, Selbsterziehung und die innere Haltung für Kind und Kindergarten sind, verdeutlicht das letzte Kapitel von Claudia Grah-Wittich.

Kindergarten heute zeigt, wie Bildung für Kinder gelingen kann und warum Verständnis für die kindliche Entwicklung die Vorraussetzung für jegliche Erziehung ist. Keiner der Aufsätze ist abgehoben oder gar langweilig zu lesen, alle verbindet das Prinzip der Waldorfpädagogik, dass der verabreichte Stoff so lebendig wie möglich vermittelt werden soll. Das ist in „Kindergarten heute“  aufs Beste gelungen, sogar als erfahrene „Waldorfmutter“ konnte ich noch viel Neues lernen und damals im Kindergarten verwundert Beobachtetes neu einordnen. Wir können das Buch als Grundlagenlektüre für alle „Waldorfeltern“ oder solche, die vor der Entscheidung stehen, ob sie es vielleicht werden wollen, wärmstens empfehlen.

Mit Beiträgen von Marie-Luise Compani, Elisabeth Göbel, Claudia Grah-Wittich, Freya Jaffke, Michael Kassner, Birgit Krohmer, Peter Lang, Claudia McKeen, Andreas Neider und Jaqueline Walte

ISBN-13: 978-3-7725-2472-1
Verlag Freies Geistesleben, gebundene Ausgabe, 272 Seiten, Stuttgart 2011

Monika Kiel-Hinrichsen/Renate Kviske

Wackeln die Zähne, wackelt die Seele

Viele Eltern wissen aus eigener Erfahrung zu berichten, dass Kinder ungefähr ab sechseinhalb Jahren oft eine schwierige Phase durchlaufen, in der sie innerlich und äußerlich deutliche Veränderungen erleben. Das sichtbare Hervortreten der bleibenden Zähne ist eine dieser äußeren Veränderungen, doch die Kinder verändern sich in dieser Zeit auch innerlich.

kiel-hinrichsen zaehne

Die Pädagogin Monika Kiel-Hinrichsen und die Zahnärztin Renate Kviske möchten in diesem Buch sowohl aus pädagogischer als auch aus zahnmedizinischer Sicht ein tieferes Verständnis dafür bilden, was in den Kindern während des Übergangs ins zweite Jahrsiebt vor sich geht. Sie geben Eltern mit Erziehungsratschlägen, Spielanleitungen und praktischen Tipps konkrete Hilfestellungen, damit sie ihren Kindern diesen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt erleichtern können.

Urachhaus Verlag, 160 Seiten

 

Hermann Krekeler/Gerswintha Kirtstein

So werden Kinder klug

Der Grundgedanke dieses Buches lautet: Ohne Sinne keine Verstand. Erst wenn wir etwas durch unsere Sinne erlebt und erfahren haben, wissen wir es mit Gewissheit. Was hat beispielsweise das Schaukeln mit dem Schreiben zu tun? Darauf antworten die Autoren mit einer Fülle von Anregungen für Spiele, Experimente und Aktiviäten, die alle Sinne anregen.

Beltz Verlag, 143 Seiten

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Renate Ferrari

Schulstart ist ein Kinderspiel - Kinder richtig auf die Schule vorbereiten

Mit der Schule beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der grundlegende Veränderungen mit sich bringt. Eltern fragen sich oft, ob ihr Kind all den Anforderungen gewachsen ist. Dieses Buch gibt Anregungen, Förderideen und praktische Informationen zum Schulanfang und Schulalltag. Es begleitet Kinder gezielt und kompetent in das erste Schuljahr.

Christopherus Verlag

schulstartisteinKinderspiel


Renate Ferrari

Schulkind werden - So fördern Eltern die Schulfähigkeit ihres Kindes

In diesem Heft finden Sie viele praktische Tipps und Antworten auf Fragen wie "Wann ist mein Kind schulfähig?" oder Was soll mein Kind können, damit es den Anforderungen in der Schule gewachsen ist?"

mobile kompakt, 24 Seiten

4,90 Euro

Schulkindwerden Ferrari


Hartmut von Henting

Warum muss ich zur Schule gehen?

Warum muss ich eigentlich zur Schule gehen? fragt Tobias seinen Onkel, als der schon auf dem Bahnsteig steht und gerade in den Zug steigen will. Deshalb bekommt Tobias die Antwort in Briefen. Darin fasst Hartmut von Henting seine Gedanken über die Schule für Tobias zusammen und erzählt ihm viele Geschichten aus der eigenen Schulzeit, von ganz normalen und von ganz besonderen Schulen, aus anderen Ländern und aus anderen Zeiten.Ein Buch für Eltern, Pädagogen und auch für ältere Schulkinder selbst.

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Beltz Taschenbuch, 102 Seiten


Eckhard Schiffer/Heidrun Schiffer

LernGesundheit

Was hat Lernen mit Gesundheit zu tun, oder umgekehrt, Gesundheit mit Lern- und Lebensfreude? Sehr viel meinen die Autoren dieses Buches. Lerngesundheit lässt sich fördern, in der Schule, im menschlichen Dialog, in der Therapie. Dass schöpferische Aktivitäten wie Malen und Musizieren, aber auch Lesen und Vorlesen dabei eine große Rolle spielen, zeigt dieses Buch.

Beltz Verlag, 216 Seiten

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Stefan Leber

Waldorfschule heute

Einführung in die Lebensformen einer Pädagogik

Viele Eltern suchen heute eine Alternative zu den staatlichen Schulen. Unter den Privatschulen haben Waldorfschulen haben in ganz Deutschland einen besonders hohen Zulauf. Was ist so anders an dieser Pädagogik? Was sind ihre Grundlagen und aus welchen Quellen schöpft sie? Wie wird Erziehung an der Waldorfschule heute verstanden? Diese und andere Fragen beantworten verschiedene Waldorfpädagogen und -pädagoginnen und geben einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte der Schule und ihres Umfeldes.

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Es ist ein Buch für Eltern, Erzieher und Lehrer, die mehr über Waldorfschulen wissen wollen.

Verlag Freies Geistesleben, Taschenbuch, 391 Seiten


Fee Czsich

Kinder können mehr

Kinder brauchen eine Schule, in die ich selber gern gehe, sagte sich Fee Czisch, als sie vor Jahren Grundschullehrerin wurde. Und vollzog, über zwei Jahrzehnte hinweg, ihre ganz persönliche Schulreform – mitten im real existierenden Schulsystem. Oberstes Kriterium: die Kinder. Ihre Neugier, ihre Lust auf die Welt, ihre Fragen, ihr Können. Offener Unterricht, Wochenpläne statt Lernen im Klingeltakt. Erfahrung statt Belehrung; Selbstständigkeit, Zusammenarbeit und Kommunikation statt Notendruck und früher Auslese. Im Klassenzimmer entsteht eine bunte Welt aus Pflanzen und Tieren, aus Büchern, Sofas und Regalen voller attraktiver Arbeitsmaterialien.

czisch kinderkoennen

Lernen kann eine Lust sein, wenn man keine Mühsal draus macht. Wer Kinder – ihre Bedürfnisse wie ihre Fähigkeiten – wirklich ernst nimmt, braucht nicht die große Reform von oben abzuwarten, um ihnen eine grundlegend andere Schule anzubieten. Ein Buch, das Lehrern wie Eltern Mut macht, gleich morgen damit anzufangen.

Verlag Antje Kunstmann


Manfred Spitzer:

Lernen – Gehirnforschung und die Schule des Lebens.

Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 20 Euro

Wir lernen nicht nur in der Schule, sondern vor allem im Leben. Es geht nicht um Büffeln und Tests, sondern um Fähigkeiten und Fertigkeiten, die wir zum Leben brauchen. Lernen ist die natürliche und nicht zu bremsende Lieblingsbeschäftigung unseres Gehirns. Wie unser Kopf arbeitet und wie wir mit Erfolg lernen – und mit Vergnügen – daran arbeiten können, das vermittelt dieses spannende Buch. Angeregt durch seine Erfahrungen in der politischen Bildungsberatung hat der bekannte Gehirnforscher es für einen breiten Leserkreis von Menschen geschrieben, die mit Lernen und Lernenden zu tun haben: Eltern, Erzieher, Lehrer, Schüler, Politiker, Ärzte und Psychologen.

Lernen Spitzer


Renate Zimmer:

So fördert Bewegung die Lust am Lernen

aus der Reihe „Fit für die Schule“, Herder Verlag Freiburg, 7,90 Euro

Kinder, die sich gut und gern bewegen, werden leichter von sich aus aktiv, verfügen über eine ausgeprägte Sinneswahrnehmung und stehen - auch im übertragenen Sinn – sicher auf ihren Füßen: optimale Bedingungen für ihren Schulstart. Die sinnlichen Erfahrungen, die Kinder über Bewegung machen, führen zu einer besseren Vernetzung im Gehirn. Bewegung ist so gewissermaßen der Motor des Lernens, fördert Selbständigkeit, Problemlösefähigkeit und Durchhaltevermögen. Das Buch der bekannten Sportwissenschaftlerin enthält neben Hintergrundinformationen viele praktische Spielideen und einen Test.

Bewegung Lust Zimmer


Peter Lang

Lasst den Kindern Zeit - Erziehung und Bildung für Kinder bis zur Schulfähigkeit

Im Sinne des Sprüchleins "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" zeigt der Pädagoge und Leiter des Waldorfseminars in Stuttgart auf, wie sehr sich das kindliche Lernen von Kindergartenkindern von dem schulischen Lernen unterscheidet und warum im Kindergarten die ureigenen Erfahrungen im Vordergrund stehen müssen, warum Kinder zunächst mit allen Sinnen wahrnehmen und Sinnhaftigkeit zu erfahren sollten, um Fantasie, Kreativität und Sozialkompetenz entwickeln sollten. Denn ohne diese Basiskompetenzen, so der engagierte Autor, ist späteres Lernen in der Schule schwer möglich. Ein guter Ratgeber mit einem Anhang, der Kriterien zur Beurteilung Schulreife enthält. Sehr hilfreich!

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Dieses Heft entstammt der Reihe "Recht auf Kindheit - Ein Menschenrecht". Für einen Überblick aller Hefte, die von der "Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten" herausgegeben werden, klicken Sie bitte hier.

Herausgeber und Bestelladresse:

Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.
Peter Lang, c/o Waldorfkindergartenseminar
Heubergstraße 11
D-70188 Stuttgart
Tel. 0711.2684470
Fax 0711.26844744
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Schutzgebühr jeweils Euro 1,30 + Porto

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