Bücher zum Thema Medien

Manfred Spitzer

Vorsicht Bildschirm!

In diesem Buch werden die bekannten Daten und Fakten zu den Auswirkungen von Bildschirm-Medien auf Körper und Geist zusammenfassend vor dem Hintergrund neuester Ergebnisse aus der Hirnforschung diskutiert. Das Gefahrenpotential von Fernsehen, Video- und Computerspielen, Gameboy und Internetgebrauch wird deutlich gemacht. Medizin und Gehirnforschung zeigen nicht nur klar und deutlich die negativen Auswirkungen, sondern weisen auch Wege zum konkreten Handeln.

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Das Buch richtet sich an alle, die Bildschirm-Medien konsumieren, besonders aber an alle, die den Medien-Konsum von Kindern und Jugendlichen verantworten.

 

Ernst Klett Verlag


Rainer Patzlaff

Der gefrorene Blick

Rainer Patzlaff untersucht die unbewusst bleibenden Wirkungen des Bildschirms auf den Menschen und schildert die Folgen des Fernsehens für die kindliche Entwicklung. Elektronisch erzeugte Bilder greifen tief in die Physiologie des gesamten Körpers ein. Vor allem auf dem Gebiet der Sprachentwicklung stellen sich auf Dauer oft schwerwiegende Störungen ein.Der Autor gibt daher Anregungen, wie der Benutzer seine Freiheit und Eigenaktivität dem Fernsehen gegenüber stärken kann. Vor allem Eltern finden wertvolle Gesichtspunkte, zu Fragen wie: Fernsehen – ab welchem Alter? Wie kann ich mein Kind zu einem bewussten, selbst bestimmten Umgang mit dem Fernsehen führen?

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Verlag Freies Geistesleben


Colleen Cordes/Edward Miller

Die pädagogische Illusion

In einer Zeit, in der Computer schon beinahe zum Sollprogramm für jeden Schüler und sogar Vorschüler werden, ist dies ein äußerst wichtiges Buch, das sich kein Erziehender entgehen lassen sollte. Die Untersuchungen von Cordes und Miller basieren zwar in erster Linie auf den Erfahrungen an amerikanischen Schulen, doch der Einsatz von Computern in Kindergärten und Schulen wird auch hier immer häufiger (gerade auch nach den Ergebnissen der Pisastudie). Somit sind die Ergebnisse durchaus auch für hiesige Verhältnisse von Interesse. Ohne zu psychologisieren oder zu moralisieren zeigen die Autoren Cordes und Miller auf, wo und warum der unkontrollierte Umgang mit Computern Gefahren für die kindliche Entwicklung birgt. Das Buch ist in einer leicht verständlichen und fesselnden Sprache geschrieben. Es ist übersichtlich gegliedert und beleuchtet ausführlich die Hintergründe des Themas.

PaedagIllusion

Verlag Freies Geistesleben


Peter Winterhoff-Spurk

Kalte Herzen - Wie das Fernsehen unseren Charakter formt

Wir leben in Zeiten eines schleichenden Wandels der Gefühlskultur. Das Fernsehen ist der mächtigste Lieferant sozialer Botschaften und Vorbilder, den es je gab, und wird zum heimlichen Erzieher eines neuen Sozialcharakters. Schamgrenzen sinken, Gleichgültigkeit wird mit Toleranz verwechselt, öffentliche und private Gefühlsdarstellungen haben Konjunktur. Die einzelnen verändern sich – und das hat Folgen für die gesamte Gesellschaft. Das tägliche Fernsehprogramm mit seinen Talkshows, Nachrichten, Seifenopern erzeugt einen neuen Leittypus. Seine Gefühlswelt ist gekennzeichnet durch andauerndes Verlangen nach Aufregung, Oberflächlichkeit und theatralischer Inszenierung, in der Gefühle lediglich dargestellt, aber nicht wirklich empfunden werden. Das Buch zeigt die fatalen Folgen auf, den dieser medial modulierte Sozialtypus für die Politik, das Berufsleben, ja bis in die intimen Verästelungen der Familie hat.

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Winterhoff-Spurk benennt die Ursachen für den gesellschaftlichen Wandel und appelliert, den suggestiven Schleichwegen des »heimlichen Erziehers« Fernsehen endlich etwas entgegenzusetzen. Das Buch ist eine prägnante Analyse, die uns dazu aufruft bewusster mit dem Medien Fernsehen umzugehen und erklärt was die Inhalte des Fernsehens bei jugendlichen Zuschauern auf Dauer anrichten.

Klett-Kotta, 249 Seiten


Lt. Col. Dave Grossman

Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht?

Ein Aufruf gegen Gewalt in Fernsehen, Film und Computerspielen

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Wer angesichts des grassen Titels dieses Buches glaubt, auf ein polemisches Werk zu treffen, das undifferenziert gegen Gewalt in den Medien wettert, der irrt. Hier schreiben nicht Ideologen, sondern Fachleute, die durch ihre konkrete Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch durch die intensive Beschäftigung mit der Forschungsliteratur und mit den betreffenden Medien selbst, tiefe Einblicke gewonnen haben.

Dave Grossman war als Psychologe Angehöriger des amerikanischen Militärs und hat sich in seiner Tätigkeit unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie Soldaten auf das Töten vorbereitet werden.

Es war für ihn ein Wendepunkt in seinem Leben, als er angesichts des Schulmassakers von Littleton feststellen musste, dass Schüler sich stundenlang mit Videospielen beschäftigen, die in kaum abgewandelter Form auch vom amerikanischen Militär verwendet werden, um seine Soldaten fürs Töten zu trainieren und zu desensibilisieren. Dass sie auch auf dem freien Markt ihre Wirkung nicht verfehlen, zeigten ihm unzählige Studien, die deutlich machen, wie die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen in den letzten Jahrzehnten sukzessive in dem Maße angestiegen ist, wie Gewaltfilme, -videos und -computerspiele Verbreitung gefunden haben. Schockierend war für ihn auch die Erkenntnis, dass tatsächlich mancher jugendliche Täter nicht nur treffsicher ist, wie ausgebildete Scharfschützen, sondern dass jugendliche Gewalttäter häufig so abgestumpft sind, dass sie nach ihren Taten keine Reue und eigentlich kein Empfinden für die Konsequenzen zeigen. Das ist für Grossman ein deutlicher Hinweis darauf, dass das "Training" seine volle Wirkung entfaltet.

Grossman macht durch den Blick auf die Kinderentwicklung deutlich, wie Gewaltdarstellungen auf Kinder wirken. Er hebt hervor, dass für das Lernen von Kindern die zwei Aspekte Nachahmung und Identifikation grundlegend sind. Gerade Kinder unter 8 - 9 Jahren könnten dabei noch nicht unterscheiden zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Für sie ist Realität, was sie sehen. Der wiederholte Konsum von Gewalt und deren Nachahmung führt bei ihnen zur Identifikation mit dem Gewaltausübenden. Wenn das in der frühen Kindheit und über Jahre verinnerlicht wird, lässt sich das später nur sehr schwer überwinden.

Gemäß ihrem Motto „Die beste Antwort auf etwas Negatives ist etwas Positives“ bleiben die Autoren nicht dabei stehen, eine Gefahr aufzuzeigen, sondern sie widmen einen großen Teil des Buches der Frage, was Eltern dieser Entwicklung entgegensetzen können. Beide Autoren wissen aus eigener Erfahrung, dass das eine schwierige, aber zu bewältigende Aufgabe ist. Ganz konkrete Hilfen gibt das Buch Eltern mit auf den Weg. Einige sollen hier aufgeführt werden.

  • „Setzen Sie (für den Umgang mit Medien) einige wenige Regeln durch und bemühen Sie sich um Widerspruchsfreiheit“
  • „Unterscheiden Sie zwischen reißerischen und einfühlsamen Gewaltdarstellungen“
  • „Wählen Sie langsamere, wertvolle Unterhaltung für Ihre Kinder aus“
  • „Diskutieren Sie die Produktionstechniken, die Gewalt „cool“ erscheinen lassen“
  • „Weigern Sie sich, gewaltverherrlichende Videospiele zu kaufen oder zu dulden“
  • „Treten Sie Gruppendruck entgegen“
  • „Hören Sie Ihren Kindern zu“
  • „Gehen Sie auf Nachrichtensendungen ein“ (Das Buch plädiert aber eindeutig dafür, im Beisein von Kindern keine Nachrichtensendungen zu sehen)
  • Ein Punkt überrascht zunächst besonders. Er lautet:
  • „Unterstützen Sie die Sprach- und Lesefähigkeit Ihrer Kinder“

Die Autoren weisen auf Untersuchungen der Hirnforschung hin, die erklären, weshalb die Ausbildung der Sprachfähigkeit vor Gewaltausübung schützt. („Da der präfrontale Kortex eine wichtige Rolle bei der Kontrolle impulsiven und aggressiven Verhaltens spielt, sind Kinder und Jugendliche mit hoher Sprachfertigkeit und der Fähigkeit Probleme zu lösen, besser in der Lage sich selbst zu beherrschen“).

Das Buch tut sich insgesamt durch seine differenzierte Behandlung des Themas hervor. Grossman macht beispielsweise deutlich, wie unterschiedlich Gewaltdarstellungen in Filmen sein können. Ein Film mit langsamer Bildfolge und einer gründlich aufgebauten Handlung erlaubt dem Zuschauer die Verarbeitung des Gesehenen, ermöglicht die Wahrnehmung von Konsequenzen einer Gewalttat und zeigt Aspekte wie Reue, Leid und Schmerz. Solch ein Film regt nach Ansicht der Autoren nicht zur Nachahmung an. Reißerische, Gewalt verherrlichende Aktionfilme hingegen, lassen das Töten als Routine, ja als Spaß erscheinen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie zahlreiche Gewaltsequenzen enthalten und schnelle Bildfolgen, die die Handlung spielerisch-effektvoll darstellen. Hier wird Gewalttätigkeit zur Normalität, die nicht nach Verantwortung oder Konsequenzen fragt, und die das Leiden der Opfer nicht ins Bewusstsein dringen lässt. Wenn der Konsum solcher Gewaltdarstellungen Teil des Alltags wird, ist die Gefahr der Nachahmung groß.

Gloria DeGaetanoVerlag Freies Geistesleben


Broschüre:

Rainer Patzlaff

Kindheit verstummt - Sprachverlust und Sprachpflege im Zeitalter der Medien

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Der Medienberater und Mitbegründer des Ipsum Institutes Rainer Patzlaff diagnostiziert die Sprachentwicklungs-störungen im Vorschulalter und geht deren Gründen auf die Spur. Er räumt hier mit dem große Missverständnis auf, dass CDs, Kassetten und Fernseher die Sprache von Kindern fördern könnten und zeigt, wie sehr der Erwerb und das Können unserer Sprache im wahrsten Sinne des Wortes "Bewegungskunst" ist und davon abhängt, dass Sprache lebendig ist und Eltern und Erzieher selbst mit den Kinder sprechen und ihnen vorlesen. Aufklärend und unmissverständlich.

Dieses Heft entstammt der Reihe "Recht auf Kindheit - Ein Menschenrecht" und kostet 1,30 Euro. Für die Bestelladresse und einen Überblick aller Hefte, die von der "Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten" herausgegeben werden, klicken Sie bitte hier.


Kinder und Computer

Argumente aus der Waldorfpädagogik

In fünf Beiträgen schauen die Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf den Einsatz von Computern in Erziehung und Unterricht. Sie sind weder technikfeindlich noch schließen sie sich der herrschenden Computer-Euphorie an, sondern plädieren für ein "alles zu seiner Zeit", indem sie die wahren Bedürfnisse von Kindern darstellen, die Konditionierung durch Computerspiele aufdecken, die Grenzen der Simulation von menschlichem Denken zeigen und die Folgen für die Gesellschaft sachlich beschreiben.

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Dieses Heft entstammt der Reihe "Recht auf Kindheit - Ein Menschenrecht" und kostet nur 1 , 30 Euro. Für die Bestelladresse únd einen Überblick aller Hefte, die von der "Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten" herausgegeben werden, klicken Sie bitte hier.

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