Bogenbrücke

Die Geschichte der Bogenbrücke

Schon seit mehr als 2000 Jahren benutzt man Bogenbrücken. Anfangs hatten sie die Form eines Halbkreises, später waren es auch Katenoid-Brücken mit der Form einer durchhängenden Kette, die man sich umgekehrt vorstellen muss und die den optimalen Bogen einer Brücke darstellt ...

BrueckeBogen2kleinBau einer Bogenbrücke aus Ton

Material:

lufttrocknende Modelliermasse oder Ton, altes Küchenmesser mit glatter Klinge, altes Brett, Zeitungen als Unterlage, leeres, gut schließendes Marmeladenglas, eventuell Wasser zum Befeuchten

Der lufttrocknende Ton ist Grundstoff für die Bogenbrücke. Pro Brücke braucht man etwa 120 Gramm. Den übrig gebliebenen Ton verpackt man sofort luftdicht, am besten in ein gut schließendes, leeres Marmeladenglas.

Den Ton formen

Auf einem alten Brett oder einer Zeitung rollt man aus dem Ton eine 20 Zentimeter lange, dicke Wurst, etwa doppelt so dick wie ein Daumen. Dann formt man mit der Wurst den Bogen in nach, indem man sie auf die Bogen-Zeichnung legst. Um der Brücke eine gute Form zu geben, drückt man die runde Wurst zu einer eckigen zusammen.

PontevecchiokleinDie Vorlage für die Bogenbrücke finden Sie, wenn Sie hier klicken:

Der Boden der Brücke muss sehr gerade abgeschnitten werden, damit die Brücke gut steht. Mit einem Küchenmesser mit glatter Klinge schneidet man den Ton am Fußende ganz gerade ab. Nun versucht man, den Bogen aufzustellen. Er sollte von alleine stehen.

Die einzelnen Brückenbausteine

Nun legt den Tonbogen wieder auf die Zeichnung und schneidet ihn in fünf Stücke, genau auf den eingezeichneten Linien. Die Ränder an den Schnittstellen müssen noch geglättet werden, am besten reibt man mit einem Tropfen Wasser die Tonstücke vorsichtig glatt. Dann stellt man den Bogen probehalber nochmals auf. Als letztes nummeriert man die Brückenteile von 1 bis 5, das geht sehr einfach mit römischen Ziffern, die man mit dem Messer vorsichtig in den Ton drückt.

BogenbrueckenumerierenEine zweite Tonbrücke

Wenn es leicht von der Hand ging, formt man eine zweite Tonbrücke und nummeriert sie von 6 bis 10 durch. Die Brückenteile dürfen untereinander nicht vermischt werden. Nun muss man ein paar Tage Geduld haben, bis die Brückensteine getrocknet sind.

Aufbau der Bogenbrücken

Die getrockneten Brückenteile ergeben eine kleine Bogenbrücke: Man setzt jeweils die beiden unteren Steine rechts und links übereinander, dann legt man den oberen Stein ein. Man belastet die Brücke von oben, indem man darauf drückt. Die Steine verrutschen oder kippen seitlich weg.

BrueckeBogen2kleinMit Befestigungen, in Brückenfachdeutsch sagt man: „Widerlager“, rechts und links steht der Bogen stabiler. Beide Bögen nebeneinander halten sich gegenseitig in der Mitte, außen brauchen sie auch Halt. Mit dicken Steinen oder Zwingen als Befestigung kann man die Brücke stabilisieren. Ein über die Brücke gelegtes Tonpapier dient als Fahrbahn für Fahrzeuge. Nun können die Kinder austesten, wie viel Gewicht diese Brückenart aushält.

Wenn es mit dem Ton Spaß gemacht hat, haben die Kinder zwei Möglichkeiten mit weiterem Ton oder Modelliermasse:

1. Möglichkeit:

Man formt zwei weitere kleine Bogenbrücken, um die bisherige Brücke zu verlängern. Solche Bogenbrücken führen überall in Europa über große Flüsse oder flache Täler, die längste ist die Karlsbrücke in Prag mit 516 Metern.

DreiBogenklein32. Möglichkeit:

Man verwendet als Brückeningenieur den restlichen Ton für eine größere Brücke. Die Technik ist klar, Form und Dicke der Steine probieren die Kinder selbst aus. Wenn die Brücke im feuchten Zustand steht, wird sie es im getrockneten Zustand auch tun. Dieser größere Bogen kann als Mittelteil zwischen den kleineren stehen. Der breite reißende Fluss unter der Brücke könnte so den Brückenpfeilern nichts anhaben. Damit man die Brückenteile nicht untereinander vertauscht, nummeriert man sie.

Selbst aus Schnee lassen sich Brücken bauen, wie hier an der Tölzer Hütte in den Alpen.

BogenToelhueSchnee Alle Anleitungen haben wir mit freundlicher Genehmigung dem Baukasten: „Brückenbau: Vom Baumstamm zur Schrägseilbrücke“ von der Firma Kraul entnommen. Christoph Kraul und Friederike Vogel sind die Autoren. Sie können die beschriebenen Brücken ganz einfach mit eigenen Materialien nach bauen.

Sind Sie neugierig auf die Firma Kraul und ihre Experimentierkästen geworden, die Kindern Naturphänomene erlebbar machen und Vorgänge aus Geometrie, Physik und Mechanik sowie Farbenlehre durch Versuche erklären? Dann schauen Sie doch gerne um bei den Experimenten-Sets unter der Rubrik Spielzeug von A-Z oder direkt bei Firma Kraul.

Viel Spaß beim Brücken bauen!

Haben Sie Freude am Experimentieren und Basteln bekommen und haben Sie  Lust auf weiteres Experimentieren und Basteln? In unserer Rubrik Basteln & Werken finden Sie Anleitungen, die Sie mit Ihren Kindern mit wenig Aufwand nacharbeiten können.

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